World of Qin

1253 0 2 24. September 2008
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“World of Qin – Siegel der Verdammnis spielt zu einem dunklen Punkt der chinesischen Geschichte (476 – 206 v. Chr.). Zur Zeit der Zerschlagung der Zhou, der in der Geschichte Chinas am längsten regierenden Dynastie, geht es drunter und drüber: Unzufriedenheit und Chaos brachten einen unbezwingbaren Adligen hervor, der kompromisslose Visionen der Zukunft vertrat: Ying Zheng, der Herrscher der Provinz Qin. Er machte vor nichts halt, um die Wiedervereinigung der zerstrittenen chinesischen Königreiche herbeizuführen. Die Dinge werden sich ändern, allerdings wahrscheinlich nicht zum Guten.”

Die Story zu World of Qin

Soweit zur Hintergundgeschichte zu DTPs neuem Rollenspiel “World of Qin”. Auf Basis echter historischer Fakten stürzt sich der Spieler also in ein Abeneteuer aus der Zeit der Invasion der Qin-Horden, als diese in ihr friedliches Heimatland Ost-Baiyue eindringen. Der Spieler übernimmt hierbei dieRolle von Lan Wie, der Tocher des ermordeten Lan Xiong. Mit ihren Freunden Yan Hong und Liang Hu, vermutlich ein naher Verwandter von Hulk, macht sie sich auf den Weg, um die Siegel der Verdammnis zu finden und die Qin aufzuhalten.

Vom ersten Moment an erinnert das Spiel deutlich an Vertreter des Genres wie Diablo oder Sacred, was zunächst ja mal nichts Schlechtes ist. Im Prinzip handelt es sich auch bei “World of Qin – Siegel der Verdammnis” um ein munteres Monstermetzeln. Zunächst aber verbringt man einen Teil der Zeit damit sich erstmal mit dem Spiel vertraut zu machen. Die Namen der Akteure helfen uns dabei nur wenig, denn Namen wie “Yin Cheng”, “Ming Xia”, “Ah Dun” und “Di Mu” sind schon ein wenig gewöhnungsbedürftig, zumindest in unseren Breitengraden. Mit der Zeit merkt man sich dann aber doch wer was wollte, denn einige der Figuren brauchen irgendeinen Gegenstand wie Zb Schlangenleder oder ein Stück von einem besonderen Baum. Diese kleinen Missionen helfen dem Spieler sich im Territorium besser zurechtzufinden und hat man die gewünschte Sache beim richtigen Empfänger abgelifert gibt es hierfür Erfahrungspunkte. Mit dem Geld welches man zusätzlich findet oder erstreitet kann man sich und seine Gefährten dann “pimpen”, also ordentlich aufrüsten.

Die modifizierbaren Charaktereigenschaften und Ausrüstungsgegenstände sind überaus zahlreich. Neben allerlei Waffen, gibt es ein buntes Sammelsurium an Helmen, Anzügen aber auch Zaubersprüchen zur Abwehr bzw. zum Angriff.

Das Spielgeschehen…

Das Spielgeschehen unterteilt sich neben dem Rollenspielpart des Charakterausbaus vor allem auf zwei Bereiche: Gegner wegputzen und elend lange Gespräche mit anderen Charakteren. Der Reihe nach: Einmal in der Nähe von Feinden kann man die Maus fest umklammern und dann immer ordentlich drauf. Mit der linken Maus legt man fest vohin die Helden stapfen sollen, Rechtsklick führt dann zum Angriff oder zum Special Move. In unmittlerbarer Nähe klappt das ganz prima, steht aber ein Hindernis zwischen unserem Heldentrio und dem Gegner kann es gut sein, dass der Baum oder Feld längere Zeit unter Beschuss gerät. Genügend Zeit sich einen grünen Tee aufzusetzen.

Dieser sollte aber etwas stärker sein, denn die teilweise sehr zähen Gespräche mit anderen Figuren sind zwar allesamt prima gemacht und illustrieren den weiteren Spielverlauf. Und obwohl die richtige Stimmung aufkommt, bleibt doch ein fader Beigeschmack. Teilweise sind die Gespräche mit einer Sprachausgabe versehen, diese Passagen sind immer erstklassig. Der Großteil der Gespräche wird lediglich textlich dargestellt und erscheint in einer Art Sprechblase über den Figuren. Nach einem Klick spricht der nächste. Diese Dialoge sind manchmal einfach zu trocken, aber nachdem die Gespräche wichtig sind, da nützliche Informationen ans Tageslicht kommen können, wird man es über sich ergehen lassen müssen.

Sieht es auch aus wie Diablo ?

Kurze Antwort: Ja, es sieht aus wie Diablo. Seinerzeit war das noch ein absolutes Lob und wäre “World of Qin – Siegel der Verdammnis” früher erschienen, wäre es wohl heute ein Klassiker, wegweisend für alle Nachfolger. So aber wirkt die Grafik mehr als angestaubt, sondern teilweise auch pixelig und grob. Die Umgebung und die Charaktere geizen zwar nicht mit Details, aber bei der grafischen Grundausstattung kommen diese einfach zu kurz.

Musikalisch bietet das Game fernöstliche Klänge an die man sich auch erst gewöhnen muss. Technisch einwandfrei gemacht, eben nur gewöhnungsbedürftig. Gleiches galt ja auch schon für die Dialoge, die langen Texte und Sprechphasen sind mitunter zu zäh, aber die gelungene Sprachausgabe muss einfach gelobt werden. Erfreulich auch, dass jederzeit gepeichert und pausiert werden kann.

Fazit

Schwierig. Alles in allem ist "World of Qin - Siegel der Verdammnis" nicht der ganz große Wurf geworden. Es erinnert nicht nur spielerisch an Hits wie Diablo, was noch ein Lob wäre, sondern leider auch in technischer Hinsicht wirkt vieles überholt. Das wirkt sich störend auf die Atmosphäre aus, genauso wie übertrieben lange Dialoge. Wer allerdings ein Spiel mit fernöstlichem Einschlag sucht und alte Textadventures zu schätzen weiß, sollte unbedingt ein Auge drauf werfen. Allen anderen sei gesagt: Demo !
Grafik
64%
Sound
73%
Gameplay
67%
Steuerung
72%

Gesamtwertung

68%

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