Women's Murder Club: Tod und Schönheit

1760 0 4 25. November 2009
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Die Kategorie der “Wimmelbildspiele” führt in den Reihen der Games ein Schattendasein. Häufig abgetan als “Casual Game Minispielchen ohne Innovationsgehalt” findet man diese Sorte Spiele meist entweder mit auffällig bunten Verpackungen in den niederen Regalreihen oder eben in einer Ramschkiste. Dass dies nicht immer der Fall sein muss zeigt uns I-Play / Griptonite / THQ, die mit “Women’s Murder Club: Tod und Schönheit” gekonnt Krimi, Adventure und Wimmelbildspiel miteinander kombinieren und damit eines der besten Spiele des Genres abliefern.

Ja, wo isses denn?

Das Spiel basiert auf den Romanen des Krimiautoren James Patterson, der mit “Todesbote”, “Die 7 Sünden” und “Höllentrip” in den letzten Jahre eine ganze Reihe an Hochkarätern des Genres hervorgebracht hat. Im Spiel “Women’s Murder Club: Tod und Schönheit” schlüpft man in die Haut von Lindsay, einer ehrgeizigen aber nicht immer einfachen Inspektorin der Polizei von San Francisco, die einer erschreckenden Mordserie auf der Spur ist. In den Strassen scheinen einige brutale Mörder in Unwesen zu treiben und so wird Lindsay (missmutig, weil ohne Kaffee) mitten in der Nacht zu einem Einsatz gerufen.

Am Hafen wurde eine junge Frau gefunden – erstochen. Zunächst geht es also daran den Fundort genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein Bildschirm gibt dabei die Anweisung was man in dem Bild suchen soll, im aktiven Screen kann man dann mit dem Stylus auf das gesuchte Objekt tippen. Die Gegenstände sind dabei perfekt in den Hintergrund eingearbeitet und hin und wieder muss man sich schon mächtig ins Zeug legen, um die Gegenstände zu finden (wenn der Skorpion beispielsweise an einer Felswand am anderen Flussufer abgebildet wird). Selten zuvor hat es aber soviel Spass gemacht ein Wimmelbildspiel zu zocken, denn durch die Rahmenhandlung wird das Spielprinzip super in Szene gesetzt. Man durchsucht den Fundort von Leichen, befreit Verbrechensschauplätze von Unrat, sucht nach Indizien.

Weiterhin muss man natürlich auch Zeugen vernehmen und seinen Freundinnen zum Abschluss des Tages (daher “Women’s Murder Club”, Lindsay, Claire und Cindy treffen sich stets zum Abendessen und “quasseln” ein bisschen) noch erzählen, was man denn nun alles herausgefunden hat. Dabei muss man als Spieler Fotos von Ereignissen, Personen und Gegenständen die zu den gestellten Fragen passen antippen und so dem Gespräch neuen Stoff geben. Zwischendurch gibt es dann auch eine Reihe auflockernder Minigames, wie zum Beispiel “Mah-Jongg”. Wie das ins Spiel passt? Nun, ein wichtiges Schriftstück liegt auf dem Tisch, begraben unter…genau: Mah-Jongg-Steinen.

Grafik und Sound

Optisch ist “Women’s Murder Club: Tod und Schönheit” in unseren Augen ein echter Augenschmaus. Nicht nur die liebevoll gezeichneten Hintergründe und die perfekt eingepasst Objekte, sondern auch der Erzählstil der Kriminalgeschichte, der gänzlich ohne Animationen, dafür mit vielen Bildern auskommt, kann sich wahrlich sehen lassen. Die Protagonisten sind immer detailreich dargestellt, egal ob noch lebend oder schon über dem Jordan, auf jeden Fall sieht es immer authentisch aus. So entsteht eine tolle Atmosphäre im Spiel, die man bei einem Wimmelbildspiel so auch noch nicht gesehen hat.

Auch der Soundtrack gibt sich die Ehre und steuert mit passenden Melodien und einer gelungenen Hintergrundmusik seinen Teil zum Erfolg des Spiels bei. Auch die Soundeffekte sind gelungen, auch wenn es keinerlei Synchronisation der Akteure gibt. Stattdessen gibt es einiges an Text zu lesen, aber das tut dem Spielspass keinen Abbruch.

Fazit

Eines der besten existierenden Wimmelbildspiele für NDS. Sehenswerte Grafik, packende Atmosphäre, interessantes Spielprinzip. "Women's Murder Club: Tod und Schönheit" wird so zum Pflichtkauf für alle Kriminologen und "Suchiologen".
Grafik
88%
Sound
90%
Gameplay
94%
Steuerung
93%

Gesamtwertung

92%

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