WipeOut Pulse

1931 0 4 24. September 2008
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Titel:WipeOut: Pulse
EAN:0711719109549
System:PlayStation2
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Sony Computer Entertainment
Release:2009-06-10

“Wipeout”? Moment mal. Da war doch was. Genau, die Veteranen unter den PS1-Spielern werden sich erinnern. Wir schreiben das Jahr 1995 als der erste Teil, seinerzeit noch vom Entwickler Psygnosis auf den Markt kommt und es war zudem das erste Spiel für die Konsole, das nicht von einem japanischen Entwickler stammte. Später wurde das Game aufgrund seines überragenden Erfolgs auch für Sega und den PC veröffentlicht und das Ganze zog einen langen Rattenschwanz nach sich. Nach einigen Sondereditionen erschien 2002 “Wipeout Fusion”, dann 2005 “Wipeout Pure” und nun im Jahre 2007 liegt uns “Wipeout Pulse” vor. Wir testeten das Spiel aus dem Hause Sony und rasten durch die Nacht…

Mein Pulse schlägt höher

Verbrennungsmotoren? Reifen? Pustekuchen. In “Wipeout Pulse” bedient man sich Anti-Grav-Technologie und rast schwerelos mit seinen Boliden durch atemberaubende Strecken inmitten von Großstädten. Insgesamt 8 Fahrzeuge stehen zur Auswahl, wobei jedes Vehikel seine individuellen Vor- und Nachteile hat. Das eine ist pfeilschnell, aber schwer zu lenken. Das andere ist langsam, dafür aber gut gepanzert. Nun, diese Panzerung braucht man aber in jedem Falle, denn bei den Rennen ist sozusagen alles erlaubt und so kann es durchaus sein, dass dich dein Gegner hinter dir unter Dauerfeuer nimmt.

Auf der Strecke finden sich daher diverse Felder, über die man an Powerups kommt. Neben den offensiven Extras wie Ferngelenkten Raketen, Minen oder Lasersalven gibt es auch defensive Hilfsmittel wie zum Beispiel das Schutzschild, welches einen vor zu großen Schaden schützt. Zudem kann man sich im Flug auch selbst etwas behelfen, indem man auf ein Powerup verzichtet und diese Energie in eine Selbstreparatur steckt. Ansonsten droht das Aus, wenn sich der Balken am rechten unteren Bildschirmrand dem Ende neigt. Auch sollte man Berührungen mit der Streckenbegrenzung vermeiden, da dies ebenfalls zu Schäden führt und zusätzlich die Kiste ordentlich verlangsamt.

Pulse-Rasen

Die Steuerung des Spiels ist äußerst anspruchsvoll, denn die richtige Dosierung des Gashahns und insbesondere der Luftbremsen über die Schultertasten ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Die Bremsen reagieren sehr direkt und manchmal überraschend stark, aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran. Das Streckendesign hat es ebenfalls in sich. Da wären zum einen die tödlichen Serpentinen gefolgt von einem halsbrecherischen Nadelöhr. Leider gibt es von den genial gemachten Strecken zu wenig. Gerade mal ein Dutzend Kurse stehen zur Auswahl, die in zwei Richtungen befahren werden können. Die Strecken mögen gut gemacht sein, aber etwas mehr hätte es schon sein dürfen.

Neben den “normalen” Rennen gibt es auch noch einige Zeitrennen in der Einzelspieler-Kampagne zu bestreiten. Hier geht es um jede Hundertstel und auch hier macht sich das Training mit den Luftbremsen dann bezahlt. Wer das nicht draufhat, dem wird in den Kurven häufiger mal “die Strecke ausgehen”. Und das heißt Zeitverlust. Und das meistens: Keine Medaille, also nochmal. Daneben finden sich auch Elimination, Speed-Lap-Rennen und Head-to-Head-Rennen im Repertoire von “Wipeout Pulse”. Das bringt jede Menge Abwechslung in die Kampagne.

Grafik und Sound

Die Grafik-Engine mag dieselbe sein, aber die Entwickler haben sich im Vergleich zum Vorgänger deutlich mehr um die Details bemüht. Insbesondere die Licht- und Schatteneffekte können sich sehen lassen und die Strecken, wie auch die Hintergründe der futuristischen Metropolen können sich wahrlich sehen lassen. Natürlich trifft dies auch auf die Boliden zu, die man zur Auswahl hat und die stellenweise etwas an X-Fighter aus Star Wars erinnern, nur eben in Rot/Weiss mit dick Werbung. Aber heizen kann damit prächtig und das auch noch aus verschiedenen Perspektiven, wobei die Pros sicher entweder das Cockpit oder die Chase-Ansicht wählen.

Auch Soundtechnisch hat man sich ins Zeug gelegt. Der Soundtrack aus der Zukunft klingt wie Timbaland auf Eis und bringt ordentlich Stimmung in die Blutbahn. Auch die Soundeffekte passen wie Arsch auf Eimer und machen die Soundwertung so zu einer angenehmen Sache.

Fazit

"Wipeout Pulse" ist ein reinrassiges Rennspiel aus der Zukunft. Die Antigrav-Boliden-Rennen machen von der ersten Minute an einfach Spass und die Tatsache, dass man auch wild um sich schießen darf bringt noch mehr Stimmung ins Haus. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist die Steuerung und auch der Schwierigkeitsgrad ist schon im Anfänger-Modus mehr als nur gesalzen, aber wer etwas Zeit investieren kann wird damit sicher klarkommen.
Grafik
89%
Sound
91%
Gameplay
91%
Steuerung
77%

Gesamtwertung

87%

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