Spieletest: Weird Wars (Purple Hills)

1850 0 1 20. Juni 2009
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Das Rollenspiel “Weird Wars: Geheimoperation Pantherauge” hatte es bereits 2007 nicht leicht: “Der sehr flache Humor und die stumpfsinnigen Dialoge machen das Spielen zu einer Tortur.” (gameswelt.de). “Selbst hartgesottene Fans der Pen-&-Paper-Vorlage sollten den Kauf nimmer in Erwägung ziehen. Schon gar nicht bei einem Kaufpreis von über 30 Euro, der einer Frechheit gleichkommt.” (gameradio.de). Das klingt gar nicht gut. Auch nicht für die Wiederauflage 2009 unter der Flagge von Purple Hills.

Weird Wars: Geheimoperation Pantherauge

Der Spieler und sein Gehilfe Johann sind beim Schmuggeln von Kartoffeln in den eisigen Meeren der rauen See auf einer Eisscholle gelandet. Damit beginnt eine ganze Reihe von Problemen: Keine Klamotten mehr am Leib (verbrannt um ein erstes Feuer zu haben) und zudem kommt bald ein U-Boot des Weges. Zu Zeiten des zweiten Weltkriegs hält man die beiden Schiffsbrüchigen irrtümlicherweise für Gestapo-Agenten. Glück im Unglück: Auf diese Weise findet ihr heraus, dass die Nazis einer mystischen Schatz auf der Spur sind und ihr wärt nicht die Abenteurer, die ihr seid, wenn ihr jetzt nicht wissen wolltet, was es damit auf sich hat. Damit beginnt eine Schatzsuche voller Probleme und Verwicklungen…

Das Rollenspiel kommt zu Beginn eher daher wie ein reinrassiges Adventure. Es gibt massig Textdialoge und auch so manches Rätsel zu lösen. Leider gibt es an beiden Punkten etwas auszusetzen: Die Dialoge sind derart dümmlich und plump, dass man unwillkürlich mit Fremdscham beginnt. Die Rätsel wiederum sind für erfahrene Spieler eher langweilig, man hat den Eindruck alles irgendwie schonmal irgendwo anders gesehen zu haben. Die Steuerung der Protagonisten mit der Maus gestaltet sich zwar einfach und insbesondere das Kampfsystem ist technisch okay, aber das wird von der sonstigen Technik leider etwas in den Schatten gestelllt…

…denn es ist vor allem die Optik, die uns zu schaffen macht. Die pixelige, grobe und altbackene Grafik erinnert eher an Titel der späten Neunziger. Die Figuren bewegen sich wie Pixelhelden vergangener Tage, die comicartigen Zwischensequenzen sind ohne Atmosphäre und auch visuelle Effekte darf man lange suchen. Einzig die Hintergrundmusik und die Soundeffekte sind etwas besser gelungen.

Fazit

Auch im Jahre 2009 hat es das Spiel nicht leichter. Die Grafik wirkt noch gestriger denn je und auch das Gameplay kann da nichts ausrichten. Das Spiel war schon 2007 kein Hit und wird auch bei einem Preis unter 10 Euro kein Kassenschlager.
Grafik
30%
Sound
51%
Gameplay
19%
Steuerung
37%

Gesamtwertung

32%

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