War Front – Turning Point

1171 0 0 24. September 2008
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Stell dir mal vor, was wohl gewesen wäre, wenn die deutsche Kriegsmaschinerie im 2. Weltkrieg stärker gewesen wäre. Angenommen die sagenumwobenen Superwaffen wären Wirklichkeit geworden und die Aufrüstung mit immer neuen unheilbringenden Waffen wäre nie zu Ende gewesen. Mit “War Front: Turning Point” versetzt uns Digital Reality / 10Tacle Studios zwar wieder einmal in ein Echtzeitstrategiespiel im Rahmen des zweiten Weltkriegs, aber anders als je zuvor. Warum das Spiel das Zeug zu einem echten Hit hat und den Goldenen Cookie redlich verdient zeigt unser Spieletest…

Eine alternative Wirklichkeit

Am Anfang steht die Solo-Kampagne, bei der man zunächst seine Seite wählen muss. Entweder man spielt bei den verhaßten Besatzern, der deutschen Streitmacht mit oder man wählt die Seite der Alliierten und versucht der deutschen Übermacht etwas entgegenzusetzen. Das Missionsdesign mag einem zwar bekannt vorkommen, weil man das eine oder andere Szenario so oder so ähnliche vielleicht schonmal woanders gesehen hat, aber das Spiel bietet immer wieder überraschende Momente, wenn mal plötzlich ein sicher geglaubter Pfad zu Ziel unbegehbar wird oder die gegnerischen Truppen wider Erwarten zu großer Stärke finden.

Das Spielprinzip setzt sich dabei sowohl aus rein taktisch angelegten Schlachten, aber auch aus Phasen des Basenbau zusammen. So gilt meist die Devise: Rücke vor zum Punkt A, baue dort eine Basis und verteidige diese vor Angreifern, um dann nach Punkt B vorzurücken. Die Missionsziele gibt es dabei in verschiedenen Ausprägungen, sowohl die Hauptziele, wie auch die Nebenziele versprechen Belohnungen. Es lohnt sich also hier und da die Augen offen zu halten.

Heldenhaft

Im Spiel übernimmt man neben der Führung seiner Truppen vor allem auch die Spielfigur eines “Helden”, ein Kämpfer mit besonderen Fähigkeiten. Insgesamt gibt es neun Hauptfiguren, die man im Lauf des Spiels kennenlernen wird und die dem Spieler mit eindrucksvollen Zwischensequenzen vorgestellt werden. Hierfür hat man insgesamt über 70 Minuten Videosequenzen auf den Silberling gepackt, welche eine dichte und packende Stimmung aufbauen. Überhaupt mangelt es dem Spiel sicherlich nicht an Atmosphäre, denn sowohl die Darstellung der Umgebung und der Bauten als auch der Fahrzeuge weiss zu überzeugen.

Besonderes Flair wird dem Spiel aber durch seine besonderen Superwaffen zu teil, die man im Spiel nicht nur sehen, sondern natürlich auch benutzen kann. Da wären zum Beispiel die todbringenden Vereisungspanzer, bedrohliche Zeppelin-Flugfestungen und natürlich fehlt auch die verheerendste aller Waffen nicht: Die Atombombe. Neben den Superwaffen kann man natürlich auch auf eher konventionelle Waffengattungen zurückgreifen und kann sich Soldaten- und Panzer-Truppen heranzüchten und sogar eine siegbringende Luftwaffe aufbauen. Bomber, Fallschirmspringer, Jäger – In “War Front: Turning Point” wird dies alles zur Realität.

Grafik und Sound

Grafisch haben sich die Jungs von Digital Reality wirklich mit reichlich Ruhm bekleckert. “War Front: Turning Point” präsentiert sich als grasfischer Leckerbissen, der nicht nur durch actiongeladene Zwischensequenzen und gut gelungene Animationen begeistern kann, sondern vor allem durch ein Special-Effects-Feuerwerk, welches wahrlich zu begeistern vermag. Das knallt und “pengt” es an jeder Ecke, Funken fliegen, Explosionen erhellen den Nachthimmel und mächtige Flugwaffen kreisen über der verregneten Stadt.

Dies alles wird von einer Soundkulisse untermalt, die sich ebenfalls prächtig ins Spiel einbettet und auch nur Bestnoten verdient. Einzig die Synchronsprecher können nicht immer zu 100% überzeugen, allerdings kann man dies angesichts der tollen Hintergrundmusik wiederum verschmerzen.

Fazit

"War Front: Turning Point" ist sicherlich nicht ein völlig neuartiges und bisher nie dagewesenes Echtzeitstrategiespiel, aber es punktet dafür mit den herausragenden Superhelden, einer tollen Grafik und der innovativen Einführung von bis dato unbekannten Superwaffen. Die Atmosphäre im Spiel ist packend und kann den Spieler mit Haut und Haar einfangen und so schnell nicht mehr loslassen. Schade nur, dass mit der genialen Grafik auch die Hardwareanforderungen durchaus happig sind.
Grafik
91%
Sound
93%
Gameplay
94%
Steuerung
89%

Gesamtwertung

91%

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