Urban Reign

1135 0 0 24. September 2008
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In der Stadt Green Harbor ist die Hölle los. Eine ganze Reihe an rivalisierenden Banden kämpfen um die Vorherrschaft in einer Stadt, in der der Bürgermeister bereits Kameras an jeder Ecke anbringen ließ und in der Mauern und Gitter die Distrikte voneinander abschotten. In dieser explosiven Mischung reicht ein Funke aus, um alles zu entfachen, ein Gerücht wie beispielsweise, dass die äußerst aufreizende Gangsterbossin Shun Ying Lee für die Entführung von Zap, einem Mitglied einer konkurrierenden Gang verantwortlich ist. Aber um sich zur Wehr zu setzen hat sie sich einen professionellen Kämpfer angeheuert, einen echten Haudrauf – Dich ! Brad Hawk. Und hier beginnt alles in Capcom’s neuem Beat em Up namens “Urban Reign”…

Nerven wie Drahtseile

Nach einem kleinen und sehr ansehnlichen Video zur Einleitung, welches die oben beschriebenen Umstände etwas näher erläutert wird man als neuer Spieler zunächst das obligatorische Profil anlegen mit dem man dann an den Start geht. Im Storymodus beginnt man in einer Hintergasse in der schon die erste Aufwärmrunde auf den Spieler wartet. Zwei kleine Gangsterrapper scheinen irgendein Problem mit dir zu haben und natürlich zeigst du Ihnen gleich mal wer du bist und was du drauf hast. Die Grundsteuerung mit den Pfeiltasten erklärt sich eigentlich von ganz allein. Dennoch sind gerade zu Beginn des Spiels noch hilfreiche Texteinblendungen am unteren Bildschirmrand zu sehen, die dem Spieler die eine oder andere Sonderfunktion näher bringen. Unerfahrene Spieler haben ohnehin im Trainingsmodus noch Gelegenheit sich mit unbegrenzter Gesundheit mit den verschiedenen Moves vertraut zu machen.

Die Variationsmöglichkeiten diser Moves füllen hierbei das gesamte deutschsprachige Handbuch. Da gibt es Körperregionsangriffe, Zupackangriffe und Schlagangriffe, in späteren Levels kann man Waffen und Gegenstände gegen seine Widersacher einsetzen. Besonders die Spezialangriffe erfordern dann noch weitere Lektüre und viel Training, weil sie teilweise ganz schön knifflig anzuwenden sind, aber mit viel Übung klappt es dann doch. Für Genreneulinge gibt es also eine Menge zu lernen, geübte Spieler werden sich aber schnell zurechtfinden.

Die Spannung steigt…

Je länger man spielt und je weiter man im Storymodus kommt, umso härter werden die Gegner. Aus zwei werden schnell drei und mehr Gegner und besondere Herausforderungen wie “Erledige den Gegner in einer Minute”, der sich dann als durchtrainierter Halbasiate mit einer durchaus überzeugenden Schlaghand herausstellt machen, das Spiel bald zu einer Herausforderung. So kann es passieren, dass man eher als erwartet die eine oder andere Mission doch mehrmals versuchen muss, um einmal siegreich hervorzugehen. Glücklicherweise steht einem angesichts solcher Übermacht in vielen Levels ein KI-Partner zur Seite, den man sich je nach Situation frei aussuchen kann. Im Game kann man ihn dann zur Hilfe rufen, wenn einem der eigene Gegner gerade Schwierigkeiten macht. Spezielle Partner-Kombo-Aktionen machen das Teamwork dann zur tödlichen Waffe.

Im Verlauf der Storykampagne könnt ihr Brad Hawks Fähigkeiten steigern und nach jedem Level darf man einige Extrapunkte auf seine Fähigkeiten in Angriff (Schlagkraft etc) oder Verteidigung (Zähigkeit etc) verteilen. Das macht sich zwar nicht sogleich bemerkbar, hat aber im gesamten Spielverlauf eine große Wirkung. Der Spielumfang kann sich hierbei ebenfalls sehen lassen: 100 Missionen und gut 60 Charaktere stehen euch bei euren Streifzügen durch Green Harbor zur Verfügung. Und wem das noch nicht genug ist, der darf sich im Multiplayer-Modus mit bis zu vier Freunden herumprügeln. Alles in allem also ein langanhaltender Spielspaß.

Grafik und Sound

Neben den Videos können vor allem die detailreichen Schauplätze überzeugen. Die Gegenstände in dem Raum können benutzt oder zertrümmert werden und wenn man in einer Garage an ein Regal geworfen wird fallen einem erstmal tausend Dinge auf den Kopf. Herumliegende Items können dann auch als Waffe benutzt werden. Desweiteren weiß das Spiel durch seine Grafik bei den Spielcharakteren zu überzeugen. Vor allem die Darstellung Shun Ying LeeÂ’s, der Herrscherin über Chinatown und eine meisterhafte Schwertkämpferin, dürfte für viel Freude vor der Mattscheibe sorgen. Hier und da tauchen dann doch ein paar Kanten und Ecken auf, aber das kann den insgesamt guten Grafikeindruck nur wenig schmälern.

Die Hintergrundmusik bei “Urban Reign” ist ebenfalls ganz gut gelungen. Harte Klänge passen perfekt zu den cineastisch aufwendigen Videos und stimmen den Spieler gut ein. Und auch die Soundeffekte im Spiel sind auch prima gelungen. Bei all dieser Qualität hat glücklicherweise die Ladezeit nicht darunter gelitten, was sehr erfreulich und nicht selbstverständlich ist.

Fazit

Brad Hawk rockt ! Das Prügelspiel "Urban Reign" weiß durchaus zu überzeugen und bietet doch einen ganz gehörigen Spielumfang und jede Menge Spielspaß. Urban Reign ist unkompliziert und frisch und wendet sich damit vor allem an Genreneulinge und Gelegenheitsspieler, die einen Ausflug in die Beat 'em Up-Sparte machen wollen. Ãœbrigens: Hat uns jemand die Telefonnummer von Shun Ying Lee ?
Grafik
80%
Sound
78%
Gameplay
80%
Steuerung
71%

Gesamtwertung

78%

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