Uncharted – Drakes Schicksal

1690 0 4 24. September 2008
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Titel:Uncharted: Drakes Schicksal
EAN:0711719467151
System:PlayStation 3
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Sony Computer Entertainment

Ich kann die Pressevertreter von Sony schon reden hören: “Na toll. Da schickt man den Redakteuren von GRDB ein Muster zu “Uncharted – Drakes Schicksal” und dann…nichts! Kein Review, nicht mal eine Erwähnung”. Tja, falsch gedacht. Außerdem seid ihr ja selbst schuld. Erst bringt ihr ein Spiel auf den Markt, welches an Suchtpotential und Genialität kaum zu überbieten ist und dann wundert ihr euch, dass die Redaktionen wochenlang wie ausgestorben sind? Aber wir haben es geschafft: Wir konnten uns losreissen und präsentieren euch unser kleines Review…

Von der ersten Minute an…

..schlüpft man als Spieler in die Rolle von “Nathan Drake”, Ahne des berühmten Sir Francis Drake, einem Forscher und Abenteurer, der auf seinen Reisen einen Schatz gefunden hat. Dieser soll sich auf einer vergessenen Insel mitten im Pazifik mitten im Pazifik befinden und so macht ihr euch zusammen mit eurem besten Freund “Sully” und einer attraktiven aber deutlich zu neugierigen Reporterin namens “Elena” auf den Weg den Schatz zu heben. Das wäre natürlich für sich allein schon aufregend genug, aber einige finstere Ganoven, gut bewaffnet und offensichtlich mit einer Hundertschaft angerückt macht euch das Leben auf der Insel schwer, denn auch sie wollen den Schatz.

Die Story, die im ersten Moment an eine modernen Fortsetzung von “Quartermain” oder “Indiana Jones” erinnert wird auch ebenso filmreif präsentiert. Besonders die ersten Minuten sind praktisch Kino und erst nach und nach kommt man spielerisch in Fahrt. Dafür sprühen die Videosequenzen mit Wortwitz, einigen Zwerchfellknallern und jeder Menge Spannung. Man kommt sich wahrlich vor wie in einem Film, Popcorn könnt ihr also schonmal bereitlegen, denn es verspicht eine unterhaltsame Reise zu werden.

Wie spielt sich Kino?

Spielerisch ist “Uncharted – Drakes Schicksal” ein bisschen “Tomb Raider” und ein bisschen Adventure. Das Spiel beinhaltet anspruchsvolle Jump and Run-Sequenzen, Third-Person-Shooter-Elemente und einige knifflige Rätsel , die es zu lösen gilt. Vor allem die Steuerung kann in diesem Zusammenspiel überzeugen. Zum einen wird sie mit hilfreichen Bildschirmeinblendungen im richtigen Moment erklärt und so wie in einem Tutorial dem Spieler nähergebracht, zum anderen wirkt sie überaus realistisch. So kann Drake klettern, springen, in Deckung gehen und ohne diese wieder zu verlassen blind am Hindernis vorbeischiessen, er kann sich ducken, kriechen, an Lianen schwingen, und und und.

Die KI der Gegner kann sich ebenfalls sehen lassen und so leisten diese erbitterten Widerstand während du dir deinen Weg durch den Dschungel bahnst. Dabei kommen auch eine ganze Reihe an Waffen zum Einsatz, von der AK47, über Pistolen bis hin zu Handgranaten ist alles dabei was dem Gegner Beine macht.

Grafik und Sound

Grafisch ist “Uncharted – Drakes Schicksal” ein echter Augenschmaus. Die Bewegungen der Charaktere sind mehr als nur gelungen, sondern sind in Realismus und Geschmeidigkeit kaum zu überbieten. Tatsächlich haben wir selten zuvor solch gelungene Bewegungsabläufe gesehen wie hier. Und auch sonst nur vom Feinsten: Die Darstellung der Palmblätter im Wasser, die Licht- und Schattenspiele, die Reflexionen, Kameraführung. Hier stimmt einfach alles. Üblicherweise kommt jetzt das Gemecker wegen der Ladezeiten, aber selbst hier müssen wir uns zurückhalten, denn diese sind ebenfalls in Ordnung.

Vielleicht hat man sich beim Sound einen Fehltritt erlaubt? Nein. Naja, wäre ja auch ein Wunder gewesen. Der orchestrale und bombastische Soundtrack passt bestens zum Spiel und der Dolby Digital Sound lässt die heimischen Wände erbeben. Dynamische Klänge unterstützen die Action auf dem Schirm indem sie hektischer werden wenn Gefahr droht oder ruhiger, wenn die Situation es zulässt. Die Sprachausgabe ist ebenso professionell und vermag es den Sprachwitz aus dem Englischen tatsächlich ins Deutsche rüberzuretten. Hier hätte viel von dem Charme des Spiels verloren gehen können, aber auch hier gibts nur die Bestnoten.

Fazit

Eigentlich wollen Redakteure zwar zum einen gute Spiele spielen, zum anderen finden sie aber auch immer wieder was zu meckern und zu pöbeln. "Uncharted - Drakes Schicksal" macht es einem hier nicht leicht. Die Grafik: Sensationell. Der Sound: Eine Wucht. Das Spiel, der Film: Prädikat besonders wertvoll. Was soll man da noch sagen? "Uncharted - Drakes Schicksal" verdient nur Superlative und so verwundert es nicht, dass das Spiel die beste Wertung erhält, die wir bei GRDB je vergeben haben. Nach heutigem Stand kann man ein Action-Adventure kaum besser machen.
Grafik
98%
Sound
99%
Gameplay
99%
Steuerung
97%

Gesamtwertung

98%

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