UFO: Afterlight

1145 0 0 24. September 2008
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Der tschechische Spielehersteller Altar Games hat sich mit “Ufo: Aftershock” einen guten Namen gemacht und nun gibts einen neuen Trip in Richtung Mars – mit “Ufo: Afterlight” released Publisher Morphicon den 3. Titel der Tschechen und verspricht Strategie- und Taktik-Fans eine neue, spannende Herausforderung. Ob sich die Anschaffung lohnt zeigt unser Spieletest…

Weiter, besser, höher

Der Planet Erde ist verloren. Die Menschen wurden vernichtend geschlagen und ein Teil der Bevölkerung mußte sich einen neuen Planeten zur Heimat machen und gründete eine kleine Kolonie auf dem Mars. Insgesamt 20 Menschen haben dort PLatz gefunden und sich etwas “häuslich” eingerichtet, allerdings ist das Leben auf dem roten Planeten alles andere als leicht: Um den Planeten zu “terraformen” gilt es Rohstoffquellen zu finden, Wasser zu fördern und vor allem feindlichen Invasoren die Stirn zu bieten. Einzigste Hoffnung ist eine myteriöse Ausgrabungsstätte, die einen entscheidenden Vorteil bringen soll. Dass sich dadurch alles noch verschlimmern sollte, konnte keiner ahnen…

Der obige Abriss zur Hintergrundstory zeigt schon, wie sich “Ufo: Afterlight” weiterentwickelt hat, denn neben den taktischen Kriegsmomenten spielt nun auch das Terraforming und das Rohstoffmanagement eine größere Rolle. Neben der Hauptbasis kann man noch Minen zur Rohstoffförderung aufstellen, die allesamt von den angesprochenen 20 Personen gemanaged werden. Je mehr Erfahrung diese Charaktere mitbringen, umso höher entwickeln sich diese, so daß auch eine Rollenspielkomponente im Spiel Einzug hält. Die Charaktere haben spezielle Eigenschaften und Fähigkeiten, die man mit zunehmender Spieldauer weiter ausbauen kann. Darüber hinaus gibt es Trainingsprogramme mit denen man die Spezialgebiete weiter ausformen kann bzw. Spezialrüstungen und Gegenstände, mit denen man die Fähigkeiten noch weiter erhöht.

F&E

Diese Fähigkeiten gezielt und gekonnt einzusetzen ist das A und O in “Ufo: Afterlight”, denn vor allem der gleichzeitige Einsatz von Forschern und Produzenten ist äußerst wichtig. Vor allem hat die Forschung einen großen Anteil am strategischen Erfolg bei Kampfhanldungen, da neue Rüstungen und Waffen einen wichtigen Vorteil gegenüber den Feinden bringen können. Im Kampfmodus befindet sich der Spieler in einer Mischung aus Echtzeit- und Rundenstrategiespiel – während man einem Kämpfer Anweisungen gibt, kann ein anderer schon seine Befehle ausführen. Das hilft der Spieldynamik schon ziemlich auf die Beine.

Das Missionsdesign zeigt sich recht erfinderisch, allerdings läuft es immer auf das selbe Ziel hinaus: Finde alle Feinde, vernichte alle Gegner. Leider wird dies von der stelleweise unglücklichen Kameraführung erschwert, die zwar schwungvoll aber wenig hilfreich ist. Unübersichtliche Blickwinkel, verdeckte eigene Truppen und Vorteile für die Feinde sind die logische Konsequenz. Allerdings muss man schon deutlich hervorheben, dass der Managerpart die Hauptrolle im Spiel darstellt, so daß der Makel mit den Kameras zumindest dort nicht ins Gewicht fällt.

Grafik und Sound

Die grafische Präsentation ist wie schon bei den Vorgängern gut, aber eben nicht spitzenklasse. Sowohl die menschlichen Charaktere, wie auch die Gegner und die Locations wirken etwas lieblos, wenig detailorientiert. “Zweckmäßig” für ein Strategiespiel mit der Ausrichtung auf einen Managementpart, für die kriegerischen Momente, aber klar zu wenig. Hier hätten wir mehr Action und Effekte erwartet, wie sie in anderen Titeln zu sehen sind.

Musikalisch werden viele klassische Klänge geboten, die sich auch sehr gekonnt ins Spiel einbetten. Das gilt übrigens auch für die Synchronsprecher, die im Spiel ebenfalls ganze Arbeit leisten. Einzig die Waffensounds werfen einen Schatten auf die Soundsektion, denn solche Lasergeräusche kennt man sonst nur aus SciFI-Spielen der 80er.

Fazit

"Ufo: Afterlight" überzeugt vor allem durch einen gro angelegten und überzeugenden Managementpart, der mit neuen Features wie Terraforming und Rohstoffgewinnung überzeugen kann. Auch die Rollenspielanleihen bzgl. der Fähigkeiten unserer 20 Charaktere haben uns überzeugt. Leider fehlt es dem Spiel in mancher technischer Hinsicht. Weder Grafik, noch Kameraführung, noch die Sounds können vollends überzeugen.
Grafik
72%
Sound
79%
Gameplay
84%
Steuerung
79%

Gesamtwertung

79%

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