Spieletest: Truck Racer

2900 1 0 25. Juli 2009
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Gross, schnell und gewaltig. Lastwagen-Rennen sind ein spektakulärer Spass, denn die riesigen Vehikel sind an sich natürlich nicht für Highspeed-Rennstrecken gedacht, aber durch eine Menge Tuning und viel fahrerischem Können werden aus den Giganten der Strasse bald Boliden der Rennstrecke. Als PS 2-Besitzer darf man sich diesen Traum nun auch selbst erfüllen und mit “Truck Racer” aus dem Hause Nordic Games selbst ins Lenkrad greifen. Wir haben uns in die Fahrerkabine begeben und selbst Hand angelegt…

Wrroooom!

Direkt nach dem Spielstart darf man sich in den Spielmodi Rennen, Truck-Herausforderung (zum Freischalten neuer Trucks), Strecken-Herausforderung (zum Freischalten neuer Strecken) und Zeitfahren (Bonusstrecke) austoben. Bis zu 8 Strecken in ebensovielen Ländern lassen sich freischalten während die Fahrzeugpalette vom schweren Truck über einen Liferwagen bis hin zum Buggy und Hummer reicht. Besonderes Highlight ist der Feuerwehrleiterwagen mit dem man trotz seiner Größe durchaus Spass haben kann.

Etwas getrübt wird dieser Spass von der mässig realistischen Steuerung. Zum Einen verstärkt dies den Anspruch des Spiels als reiner Fun-Racer durchzugehen, auf der anderen Seite ist besonders das Bremsverhalten und das Unter-/Übersteuern besonders zu Beginn mehr als merkwürdig. Die schweren Kolosse brauchen einen ziemlich langen Bremsweg, um vor einer Spitzkehre auf ein akzeptables Tempo zu kommen, sonst landet man mit Sicherheit im Kiesbett. Das geschieht sehr häufig, bleibt aber meist ohne Folgen, da man es ohne größeren Schaden durchfahren kann.

Schaden ist ohnehin ein gutes Stichwort, denn “Truck Racer” hat ein echtes Schadensmodell mit dem sich die Trucks nach Feindberührung deformieren und auch Teile verlieren, die man dann im Lauf der zu absolvierenden Runnen auf der Strecke wiedertrifft. Auch an einen Nachtmodus wurde gedacht, ein Trophäenraum (nicht PS3-Trophys) wurde gedacht, Wiederholungen einzelner Runden sind möglich, und und und. Eigentlich doch jede Menge Features und doch kommt keine echte Stimmung auf. Wieso das?

Grafik und Sound

Neben der beschriebenen Problematik mit der Steuerung und der Fahrphysik ist es vor allem die Grafik, die uns im Test etwas enttäuscht hat. Wie man auch in unserem Gameplay-Video (unten) sehen kann sind weder die Trucks, noch die Umgebung besonders detailverliebt in Szene gesetzt worden. Das Rennspiel wirkt ein wenig wie Genrevertreter, die wir schon vor 10 Jahren mal irgendwo gesehen haben und da kommt dann eben auch keine richtige Stimmung auf. Es gibt genügend ältere Produktionen, die diese Tage als Re-Release oder als Best-Price-Produkt auf den Markt kommen und die hier eine bessere Figur machen.

An dem rockigen Soundtrack gibt es hingegen kaum etwas auszusetzen, denn der passt ganz gut zur Fun-Racing-Action des Spiels, bei den Soundeffekten geht das Gemoser allerdings schon wieder los. Die Trucks klingen nicht authentisch, auch nicht unterhaltsam, sondern einfach nur unrealistisch und dünn. Und speziell bei “Truck Racer” erwartet man ja dann doch dröhnende Motoren und knallige Sounds. Schade…

Fazit

"Truck Racer" bietet Funracing-Kost für wenig Geld. Wer dem Genre zugetan ist darf vielleicht ein Auge riskieren, allerdings gibt es mittlerweile genügend andere Spiele, die als Re-Release zu einem ähnlich attraktiven Preis auf dem Markt sind und sowohl optisch wie auch technisch besser sind.
Grafik
45%
Sound
51%
Gameplay
55%
Steuerung
59%

Gesamtwertung

52%

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