Tony Hawk: Shred (Xbox 360)

1874 0 1 18. Dezember 2010
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Titel:Tony Hawk: Shred (inkl. Skateboard-Controller)
EAN:5030917088438
System:Xbox 360
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:Activison Blizzard Deutschland
Release:2010-10-28

Die kommerziell erfolgreiche Tony Hawk Spielserie gibt es seit 1999. Der Profi-Skateboarder Tony Hawk hat bis zum Jahr 2015 einen Vertrag mit der Entwicklerfirma. Ziel ist es in jedem Spiel eine möglichst hohe Punktzahl, durch ausgefallene Tricks auf dem Skateboard, zu machen. Der neuste Titel der Serie Tony Hawk: Shred ist der Nachfolger des eher mäßig erfolgreichen Tony Hawk: Ride. Die Besonderheit an beiden Games ist die Steuerung. Diese wird nicht mittels eines gewöhnlichen Controllers ausgeführt, sondern Du benutzt dafür ein Skateboard-Controller. Dazu später mehr. Im letzten Teil der Serie war die Steuerung der Knackpunkt des Spiels, da diese sehr schwammig und unpräzise war. Die Steuerung sollte für neue Impulse sorgen und ein Pentant zum Konkurrenten Skate werden. Doch dieses Vorhaben scheiterte Gänzlich. Ob der neue Titel Tony Hawk: Shred die Steuerungsmängel beseitigen konnte, liest Du im folgenden Review.

Gameplay und Steuerung

Zurück zur Skateboard-Steuerung. Wenn Du dir jetzt darunter nichts vorstellen kannst – als Controller dient ein Skateboard ohne Rollen. Auf diesem musst Du nun durch Gewichtsverlagerung das Board entweder vorne, hinten oder zur Seite anheben. Dadurch macht die Spielfigur anschließend Tricks – zumindest sollte sie das tun. Leider hat sich immer noch nicht viel getan bei der Steuerung. Und so kommt es genau wie beim Vorgänger, dass die Bewegungen zu Spät oder manchmal auch gar nicht erkannt bzw. umgesetzt werden. Falls sie erkannt werden, dann werden des Öfteren auch Tricks ausgeführt, die gar nicht geplant waren. Die ganze Steuerung wirkt sehr träge und extrem unpräzise.

Langzeitvergnügen wirst Du mit dem Spiel auf Dauer auch nicht haben. Wer zum ersten Mal auf so einem Board steht, dem wird die anfängliche Vorfreude schnell zunichte gemacht. Durch die hakelige Steuerung macht es einfach keinen Spaß, lange mit dem Skateboard durch die schlauchartigen Levels zu fahren. Wenn ein Trick doch mal funktioniert hat, dann auch nur, weil man seine eigenen Bewegungen an das Spiel angepasst hat.

Grafik und Sound

Die Grafik von dem Skateboard-Spiel kann ebenfalls auf keinster Weise überzeugen. Neben einer äußerst detailarmen und texturschwachen Optik, ähnlich wie im Vorgänger, verpassten die Entwickler dem Spiel eine knallbunte Grafikhülle. Diese Comic-Shader-Grafik soll wohl die fehlenden Texturen übertönen – gelingt aber nicht. Des Weiteren treten immer wieder mal kleinere Clipping Fehler auf. Auch ist die Grafik sehr eckig und passt keinesfalls in das Jahr 2010.

Der Soundtrack dagegen ist sehr gut gelungen. Da kommt echtes Skate-Feeling bei auf – wenn nur nicht diese grauenhafte Steuerung wär. Zudem ist die Sprachausgabe mit englischen Originalstimmen.

Fazit

Für fünf bis zehn Minuten macht es Spaß sich auf dem Skateboard-Controller zu versuchen. Dann allerdings kommt auch schon der Frust über die mangelhaft umgesetzte Steuerung. Das Leveldesign kann ebenfalls nicht überzeugen. Und nur wegen einem guten Soundtrack, musst Du dir dieses Game nicht zulegen. Mal abwarten, ob es einen Nachfolger geben wird und ob dort endlich die Steuerung verbessert wird.
Grafik
58%
Sound
70%
Gameplay
59%
Steuerung
59%

Gesamtwertung

60%

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