The Ship

1214 0 0 24. September 2008
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EIgentlich wäre ein Luxusliner der perfekte Ort, um dem gestressten Redakteur eine Pause zu bieten. Ich seh mich schon: Die Füße in einer Wanne Milch, einen netten Longdrink zwischen den Fingern und einfach nur die Sonne auf den Bauch bratzeln lassen. Doch während ich meine Existenz auf “The Ship” genieße werde ich plötzlich zusammen mit allen anderen Gästen des Schiffs zu einer Versammlung gebeten. Hier heißt es nun das Schiff sei vom Kurs abgekommen und ein gewisser Mister X hätte Pläne für unsere Reise. Verdammt, wieder nix mit Erholung…

Ganz im Gegenteil sogar….

Mit Ausruhen hat das folgende nichts mehr zu tun, denn auf dem Shiff gilt von nun an Darwins Gesetz. Jeder Passagier hat ein Opfer zugewiesen bekommen, welches er in kürzester Zeit um die Ecke bringen soll. So bekommt auch der Spieler einen Auftrag und muss sich nun auf die Suche nach seinem Opfer machen. Die Mission beginnt in der Kabine und wenn man erstmal die künftigen Verblichenen ausfindig gemacht hat sollte man ihn tunlichst genau studieren. Wo geht er regelmäßig entlang? Wo könnte ein Mord demnach besonders gut und unauffällig gelingen?

Das Bordpersonal achtet nämlich genauestens darauf, dass es zu keinen exzessiven Szenen an Bord kommt und so sollte man sich besser nicht erwischen lassen, wenn man gerade auf sein Opfer losgeht. Jetzt hat die Sache natürlich einen Haken. Während der Spieler auf der Jagd nach seinem Opfer ist, gibt es irgendwo auf dem Schiff noch einen Typen, der dem Spieler die Lichter ausknipsen will. Man sollte also immer auch ein Paar Augen nach hinten richten, sonst steckt euch schon bald ein Messer im Rücken.

Klingt nach Action-Gaming

Ist es natürlich auch, was anderes hätte man auf der Grundlade der Halflife 2 Source-Engine auf der “The Ship” basiert auch nicht erwartet. Tatsächlich jedoch haben die Spielfiguren auch ganz eigene Bedürfnisse wie Hunger, Durst, etc. Man sollte dies alles wie im wahren Leben nicht vernachlässigen, denn ansonsten könnte euch im richtigen Moment die Kraft oder Konzentration fehlen um den Mord zu vollüben oder schlimmer: Ich werdet gemeuchelt, weil ihr nicht genug gegessen habt. Das muss ja nicht sein.

Am Anfang empfiehlt es sich dringend das Spiel zunächst abseits der erfahrernen Spieler im Netz zu spielen, denn während das Online-Gaming durchaus Spaß machen kann, wird es für ungeübte Spieler ein reiner Frustfaktor. Man sollte schon einige Stunden Spielpraxis mitbringen, bevor man sich ins Netz wagt, um dort für Ableben zu sorgen.

Grafik und Sound

Leider sehen die acht zur Verfügung stehenden Dampfer allesamt irgendwie gleich aus, zumindest auf den ersten Blick. Sämtliche Innenräume ähneln sich sehr und auch die Charaktere bleiben irgendwie steif. Auffallend und lobenswert für ein Spiel dieser Art ist die gut gelungene Cartoonoptik, die eben nur etwas abwechslungsreicher hätte ausfallen können.

Soundtechnisch gesehen bietet das Spiel recht gelungene Soundeffekte im Spiel selbst und verteilt an Deck findet man diverse Radios die passende Musik zu den zwanziger Jahren vor sich hin plätschern. Ein gedämpftes Plätschern von Ozeanwellen bildet die restliche Soundkulisse, was unterm Strich hätte auch mehr sein können.

Fazit

"The Ship" bietet Innovation: Das Spielprinzip auf einem Ship zu einem Mörder zu mutieren hat durchaus seinen Reit, besonders weil die Spannung dadruch entsteht, dass ein anderer Passagier dem Spieler nach dem Leben trachtet. Besonders online wird das so zu einer echten Herausforderung und spannenden Angelegenheit. Technisch präsentiert sich das Game gut, wenn auch nicht restlos überzeugend: Etwas mehr Liebe zu graphischen Details und bei der Soundkulisse hätten die Wertung empfindlich steigern können.
Grafik
81%
Sound
74%
Gameplay
85%
Steuerung
84%

Gesamtwertung

80%

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