The Guided Fate Paradox (PS3)

3746 0 0 21. Februar 2014
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Titel:The Guided Fate Paradox
EAN:0813633012995
System:PlayStation 3
Label:Flashpoint AG
Release:2013-10-25

Wer sich für JRPGs interessiert, dem wird momentan sehr viel auf dem europäischen Markt geboten. Fast jeden Monat kommen neuen Spiele aus Japan, um den Rollenspielfan mit neuen Geschichten zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen. Auch „The Guided Fate Paradox“ ist so ein Titel und versucht in den europäischen Gefilden Fuß zu fassen. Ob dies gelingt oder ob man ihn postwendend wieder zurücksenden kann, erfahrt ihr hier bei uns im Test.

Disgaea lässt grüßen

Bei „The Guided Fate Paradox“ handelt es sich um ein Rouge-Like-Game. Es ist der Begriff für ein rundenbasiertes Rollenspiel. Es wird deswegen so genannt weil es im Aufbau, Stil und Spielprinzip an das aus den 80er stammende „Rouge“ erinnert. Bei solchen Spielen handelt es sich oft um eine minimalistische Präsentation, aber trotzdem ist das Spielprinzip sehr komplex aufgebaut. Das Minimalistische ist in solchen Games eher als Stilmittel zu sehen. Die bekannteste Reihe in dieser Richtung ist die Disgaea-Reihe.

Einmal Gott spielen dürfen

Die Entwickler dieses kleinen Meisterwerks sind die gleichen wie die der Disgaea-Reihe. Daher werden Fans der Serie sich sofort heimisch fühlen. Der Hauptcharakter heißt Renya und ist 17 Jahre alt. Sein Leben ist eher grau und trist und er ist nicht wirklich derjenige, der irgendwas gewinnt oder das große Glück sein eigen nennen kann. Er versucht immer sein Glück in der Lotterie, aber wirklich ans Ziel ist er nie gekommen. Doch im Einkaufszentrum kommt ihm ein Mädchen entgegen, werlches ihm ein Los anbietet – er solle doch bitte sein Glück versuchen. Er ist erst mal skeptisch, aber lässt sich dann doch überzeugen. Kurz darauf gewinnt er tatsächlich den Hauptgewinn und bekommt dann die Gelegenheit Gott zu spielen. Das Mädchen, welches ihm das Los angeboten hat, stellt sich als Engel heraus und bringt ihn kurz darauf in den Himmel. Renya lernt im Himmel weitere Untergebene kennen. Seine neue Hauptaufgabe wird es ab sofort sein, die Herzenswünsche und Gebete der Menschen zu erfüllen. So einfach wird es aber nicht sein, da er erst mal rausfinden muss, wer genau betet und was er genau will und dies stellt sich als eher schwierige Aufgabe heraus.

Sehr abgedreht, aber das Kampfsystem ist sehr komplex

Wer glaubt, dass es sich hier nur um normale Menschen handelt, die Wünsche haben, der ist auf dem Holzweg. Auch Zombies und Märchenfiguren haben Wünsche. Damit der Held überhaupt Wünsche hören kann, muss er sich in die namensgebende Maschine „The Guided Fate Paradox“  setzten. Dann geht es in die „Otherworld“. Dies ist ein Abbild der realen Welt. Aber leicht ist es für Renya trotzdem nicht die Rätsel zu lösen, denn Monster und Fallen verhindern sein vorankommen und diese sind auch gleichzeitig eine Prüfung der Fähigkeiten vom neuen Gott. Das Kampfsystem ist sehr komplex und es dauert etwas, bis man sich hier zu Recht finden wird. Gerade Neulinge werden sich anfangs schwer tun. Renya kämpft nie allein auf dem Schlachtfeld, welches aufgebaut ist wie ein Schachbrett. Es handelt sich hier um ein rundenbasiertes Kampfsystem. Wenn man hier einmal verliert, verliert man alles und der Vergleich zu „Demon Souls“ wird einem hier sehr schnell bewusst. Alle bisher eingesammelten und verdienten Waffen und Rüstungen sind dann verloren.

Englisch ist der beste Freund des Gamers

Leider gibt es auch hier keine Lokalisierung und deswegen muss man leider mit der englischen Sprachausgabe und mit englischen Texten vorlieb nehmen. Da das Game sehr viel Text bietet, sollte man der englischen Sprache schon mächtig sein, da man sich sonst ganz schnell sehr verloren vorkommt. Aber wenn man die Sprache beherrscht, macht das Spiel sehr viel Spaß und man bekommt auch sehr viele Tutorials. Man kann auch zusätzlich für ein besseres Feeling die Sprachausgabe auf Japanisch umstellen. Das Intro ist wirklich sehr gut und für Anime Fans eine kleine Perle. Die Grafiken der Charakter sehen nicht mehr so aktuell aus, aber trotzdem macht das Spiel vom Anfang bis Ende Spaß. Die Hintergründe sehen sehr gut aus und passen in die stimmige Atmosphäre. Die Kampfanimationen sehen wirklich sehr gut aus und es ist ein kleines Effektfeuerwerk, was sich da auf dem Schachbrett abspielt. Der Soundtrack tut sein Übriges um den Spieler abzuholen und in eine sehr stimmige Fantasiewelt zu entführen.

Fazit

Ein sehr gelungenes Spiel. Es macht Spaß neue Strategien zu entwickeln, die Charaktere auszurüsten und neue Attacken zu erlernen. Man muss dem Englischen mächtig sein, um dem Spielverlauf flüssig folgen zu können. Für alle JRPG Fans eine klare Empfehlung. Wer Fan werden will, kann ohne Probleme damit beginnen. Daumen hoch!
Grafik
85%
Sound
95%
Gameplay
95%
Steuerung
80%

Gesamtwertung

90%

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