Tales of Vesperia

3177 0 1 13. September 2009
Gefällt mir!

Titel:Tales of Vesperia
EAN:3296580807420
System:Xbox 360
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Namco
Release:2009-07-02

In dem Spiel “Tales of Vesperia” von Namco Bandai schlüpft der Spieler in die Rolle des ehemaligen Ritters Yuri Lowell. Er ist in der Unterstadt von Zaphias aufgewachsen. Als jemand den Aque-Blastia aus der Unterstadt klaut, nimmt Yuri die Verfolgung auf. Der Aque-Blastia ist lebenswichtig für die Bewohner der Unterstadt, versorgt er sie doch alle mit Wasser. Blastia ist die antike Energie, die zu vielen verschiedenen Zwecken benutzt wird. Sei es zur Wasserversorgung oder zum Errichten von magischen Barrieren.

In der Gruppe kämpft es sich leichter

Am Anfang lauft ihr in Zaphias rum, auf der Suche nach dem Dieb. Dabei gelangt ihr in die Oberstadt, dem Stadtteil, in dem die Adligen wohnen. Dort bricht Yuri in das Haus von Mordio ein, den er des Diebstahls bezichtigt. Aber leider geht Yuris Plan nicht auf, und er landet im kaiserlichen Gefängnis. Bei seinem Fluchtversuch trifft er auf die Prinzessin Estellise, oder auch Estelle, wie Yuri sie später nur noch nennt, da er scheinbar ein Problem damit hat, sich Namen zu merken. Mit Estelle im Schlepptau flieht Yuri also aus dem Schloss, auf der Suche nach dem Dieb und Flynn, seinem Freund. Dieser scheint in Gefahr zu schweben, zumindestens will Estelle ihn so schnell wie möglich finden.

tales_of_vesperia-417194Und so findet man sich mitten in einer packenden Story wieder, die schon in den ersten paar Spielstunden einige Wendungen und Überraschungen bereit hält.
Ihr reist mit Yuri, Estelle und dem treuen Hund Repede durch die Welt von Terca Lumeiris, wo ihr auf die verschiedensten Leute und auch Monster trefft. Die Monster sind es auch, die euch das Leben auf euren Reisen meistens schwer machen wollen. Wenn ihr euch einem Monster nähert, startet auch schon der Kampf. Diese laufen in Echtzeit ab und ihr könnt verschiedene Arten von Angriffen starten. Zum einen wären da normale Angriffe, die etwas stärkeren Artes-Angriffe und die Arkan-Artes. Diese erlernt ihr aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Durch geschickte Kombination dieser 3 Angriffstypen ist es möglich, einen Gegner zu besiegen, bevor dieser überhaupt die Chance hatte, selber zuzuschlagen.

Nach und nach trefft ihr immer mehr Charaktere, die sich eurer Gruppe anschließen, aber egal wieviele Leute in eurer Gruppe sind, es kämpfen maximal 4 eurer Gruppenmitglieder gleichzeitig. Die Zusammenstellung könnt ihr aber beliebig verändern, so dass auch die Charaktere an die Reihe kommen, die sich eurer Gruppe erst später angeschlossen haben. Die Kämpfe gestalten sich sehr abwechslungsreich, da auch die Gegneranzahl variiert. So ist es auch möglich, dass mehrere Monster sich zu einer Allianz zusammenschließen und euch gleichzeitig angreifen. Dies passiert aber recht selten, da sich dann mehrere Monster in eurer Nähe befinden müssen.

Auch wenn die Kämpfe teilweise recht schwer scheinen, weil man einer Übermacht an Gegnern gegenübersteht, lassen sich diese doch recht gut überstehen, wenn man einen Charakter in seiner Gruppe hat, der die anderen heilen kann, in dem Fall von Tales of Vesperia ist dies Estelle, die sich am Anfang schon eurer Gruppe anschließt. Erst wenn alle Mitglieder eurer Gruppe tot sind, ist das Spiel vorbei und ihr müsst beim letzten Speicherpunkt anfangen. Diese sind in den Dungeons und Städten in Terca Lumeiris verteilt und sind immer dann da, wenn ein Boss-Kampf auf euch wartet.

Das Kampfsystem bei “Tales of Vesperia” ist in Echtzeit, d.h. sowohl ihr als auch eure Gegner agieren gleichzeitig, was B0027BOXP8.01.PT01.LXXXXXXXteilweise zu sehr rasanten und dynamischen Kämpfen führt. Ihr könnt auch für jedes eurer Gruppenmitglieder eine eigene Strategie für die Kämpfe festlegen. So solltet ihr zum Beispiel Estelle nicht unbedingt an vorderster Front kämpfen lassen, sondern eher im Hintergrund behalten. Karol hingegen bringt nicht viel, wenn er eher defensiv aufgestellt ist. Wenn man erstmal die richtige Position für einen Charakter gefunden hat, ist auch das besiegen der größten Gegner möglich.

Technische Seite von “Tales of Vesperia”

Die Grafik von “Tales of Vesperia” kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Wie auch schon im Vorgänger “Tales of Symphonia” ist das Spiel in Cell Shading Optik gehalten und man erkennt klar die japanische Herkunft des Spiels. Die Charaktere sind von dem berühmten Manga-Zeichner Kosuke Fujishima gezeichnet worden und sind sehr detailverliebt. Auch die Umgebung ist sehr detailreich, was zu einer ausgesprochen stimmigen Atmosphäre beiträgt. Auch die Musik und die Soundeffekte im Spiel sind sehr gut gemacht. Die englische Synchronisation ist auf jeden Fall ein Pluspunkt, auch wenn nicht alle Dialoge vertont wurden, sondern nur die wichtigsten. Aber besser ein paar Dialogzeilen weniger, als eine schlechte Synchronisation. Allerdings werden alle Dialoge auch durch Sprechblasen visualisiert, was es auch für Leute, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, leicht macht, der Handlung zu folgen.

Durch die Handlung führen auch einige Dialoge zwischen den Gruppenmitgliedern, die man sich während des Spiels per Tastendruck anhören kann. Bei besonderen Ereignissen kommen auch Zwischenszenen zum Einsatz, die sehr schön in Szene gesetzt sind und sich stimmig in den Spielverlauf einbetten. Auch das Intro kann sich auf jeden Fall sehen lassen, wir haben es auch am Ende des Artikels angehängt. Dort sehr ihr auch die Charaktere, die ihr während des Spiels trefft.

Zur Steuerung kann man eigentlich nicht viel sagen, außer dass die sehr intuitiv ist und nach einigen Minuten auch einem Gelegenheitszocker leicht von der Hand gehen. Innerhalb der Kämpfe gibt es auch einige Schnelltasten, die mit Angriffen belegt werden können. Dafür ist der rechte Analogstick reserviert, je nachdem in welche Richtung man diesen bewegt, wird ein anderer Angriff ausgeführt. Die Steuerung wird im Laufe des Spiels auch immer weiter erklärt, da ihr immer mehr Fähigkeiten lernt, sei es kochen oder die Synthese von Gegenständen, wodurch ihr andere Gegenstände erlangen könnt.

Die Spielzeit wird auf ungefähr 45-50 Stunden angesetzt, jenachdem wie schnell man durch die Welt läuft. Wenn man natürlich noch ein wenig die Welt betrachten möchte, kann sich die Spielzeit noch um einiges Verlängern. Langzeitspielspaß ist also schon vorprogrammiert. Und auch wenn man das Spiel schon durchgespielt hat, lohnt es sich, noch einmal zu spielen, gibt es doch noch einige Extras, die man beim ersten durchspielen freischalten kann. So zum Beispiel ein extra Schwierigkeitsgrad.

Fazit

Alles in allem ein sehr gutes Spiel, was sowohl durch die Handlung als auch die Atmosphäre überzeugen kann. Ein paar Abzüge gibt es für die nicht durchgängige Synchronisation und die etwas detailarme Weltkarte. Namco hat einfach ein Händchen für Rollenspiele
Grafik
93%
Sound
92%
Gameplay
86%
Steuerung
89%

Gesamtwertung

90%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.