Spieletest: Supreme League of Patriots (PC)

2222 0 0 13. April 2015
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Supreme League of Patriots erzählt die Geschichte von Kyle und Mel, die sich auf das gefährliche Territorium des Superheldentums wagen, verteilt auf drei Episoden. Kyle ist ein gewöhnlicher Hausmeister eines Polizeipräsidiums, während sein bester Kumpel Mel sich um die Computer der Wache kümmert. Das Abenteuer beginnt, als sie an einem ihrer freien Tage an einer Superheldencastingshow teilnehmen, auf der Kyle als der Perfect Patriot gewinnen will. Aufgrund einiger Probleme mit der Wäscherei reicht es aber nur zum Purple Patriot. Mel hat es nicht so mit dem Superheldendasein und beschränkt sich lieber auf das Ablassen von sarkastischen Kommentaren und dem Britisch-Sein. Während sie sich durch die Tests der Show schummeln, bekommt Kyle jedoch einmal zu oft etwas auf seinen ohnehin schon wirren Schädel.

Dies führt dazu, dass er sich tatsächlich für einen Superhelden hält. Und nicht nur das. Aus dem zwar simplen, aber gutmütigen Hausmeister wird ein tatsächlicher, amerikanischer Patriot. Und zwar ein Patriot aus dem letzten Jahrhundert der amerikanischen Geschichte, passend mit den Ansichten dieser Zeit was Kommunisten, Frauen und Homosexuelle angeht. In der zweiten Episode hat sich Kyle’s Zustand nicht weiter verbessert. Im Gegenteil! Nun versucht er ein Superheldenteam zusammen zu stellen und muss mit dem schlimmsten Monster unserer Zeit kämpfen: Der Bürokratie. In der dritten Episode schließlich sieht er seine große Chance, sich zu beweisen, als eine Bank von Terroristen belagert wird.

Superheldenmonologe

SLOP ist ein satirisches Point&Click-Adventure im akzeptablem Comic-Look. Was jedoch den Humor des Spiels betrifft, so werden leider potentiell recht witzige Situationen durch die langatmigen und eher lustlos vorgetragenen Dialoge ruiniert. Bestes Beispiel dafür ist eine Situation gleich am Anfang des Spiels. Kyle hat die Karte der Stadt verloren, die er braucht, um zu der Superheldencastingshow zu kommen. Daraufhin verwandelt sich sein Apartment kurz in ein Wimmelbild-Szenario und Kyle listet Gegenstände auf, die darin gefunden werden müssen, um letztendlich die Karte wieder zu finden.

Statt den guten Gag und den Seitenhieb auf andere Rätselspiele sacken zu lassen, schwadronieren Mel und Kyle nun minutenlang in ihrer monotonen Art darüber, dass sie nicht so eine Art von Spiel sein wollen, was sie alles besser machen wollen und noch vieles Belangloses dazu. Allgemein gewinnt man recht bald den Eindruck, das die ohnehin schon kurze Spielzeit durch unnötig lange Dialoge gestreckt wird. Egal ob wir nur etwas betrachten, benutzen oder mit jemandem reden, zu allem wird übertrieben lange sein Senf dazugegeben. Supreme League of Patriots versucht Sam & Max zu sein, ersetzt aber Qualität der Dialoge durch Quantität. Fairerweise muss man aber sagen, dass nicht alle Gags misslungen sind. Besonders Mels zynisch-britische Art kann einen schon mal zum Schmunzlen bringen.

Fazit

Durchschnittliches Adventure, jedoch für den einen oder anderen Lacher gut.
Grafik
70%
Sound
40%
Gameplay
60%
Steuerung
50%

Gesamtwertung

55%

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