Spieletest: Super Monkeyball Step&Roll (Wii)

1486 0 0 22. Februar 2010
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Titel:Super Monkey Ball - Step & Roll
EAN:5055277003938
System:Nintendo Wii
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:"Sega of America, Inc."
Release:2010-02-12

Könnt ihr euch noch an dieses Holzspielzeug erinnern, bei dem ein man mit einer kleinen Kugel ein Holzlabyrinth durchlaufen musste? Je nachdem wie man das Spielbrett in seinen Händen hielt bewegte sich auch die Kugel und auch wenn das auf den ersten Blick immer ganz leicht aussah, so war es doch tatsächlich oftmals kniffliger als gedacht. Dieses Prinzip des Geschicklichkeitsspiels hat es jedoch in letzter Zeit gar nicht mehr so leicht gehabt – kein Wunder, in Zeiten von Next Generation-Konsolen und anderen Vergnügen locken andere Zeitvertreibe. Aber SEGA frischt die Idee rund um das Holz-Labyrinth komplett neu auf – so ganz ohne Holz.

Super Monkeyball Step&Roll (Wii)

Natürlich ist die Idee auch im Gaming-Bereich nicht mehr ganz taufrisch, denn mit “Marble Madness” kam bereits 1984 ein Spiel auf den Markt, das genau in diese Kerbe schlägt. “Super Monkeyball Step&Roll” bietet dafür schon allein deswegen ein einzigartiges Spielkonzept, weil man sich dank der Wii-Fernbedienung oder optional auch des Wii Balance-Boards in das Labyrinth stürzen kann. Die Steuerung erklärt sich dabei ganz leicht: Remote nach vorn beschleunigt die Kugel mit dem Affen darin, Remote nach oben verlangsamt sie. Desweiteren steuert man den Monkeyball noch nach links und rechts und fertig ist das Tutorial. Was jedoch so simpel klingt ist in der Tat dann doch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Zu Beginn hat man so seine Schwierigkeiten und kaum hat man sich ein bisschen an die Steuerung gewöhnt, werden die Aufgaben zunehmend komplexer, die Bahnen immer schwieriger und das Zeitlimit immer knackiger. Und glaubt uns: Es wird so richtig “tricky” im weiteren Verlauf…

Das Hauptspiel selbst bietet 70 Levels und lässt sich neben dem Singleplayer-Modus noch noch in einem Koop-Modus mit Freunden spielen. Erwartungsgemäß macht das Game mit dem optionalen Wii Balance-Board am meisten Spass. Hier steuert man seinen Affenball mit dem eigenen Körpergewicht, indem man sich nach links, recht, vorne oder hinten lehnt. Es erfordert jedoch auch mehr Einsatz und so spielt es sich letztlich “entspannter” nur mit der Fernbedienung. Vielleicht ist auch hier die Abwechslung ein guter Motor. Mal so, mal so spielen.

Neben dem Hauptspiel gibt es auch noch eine ganze Latte an Minigames zu entdecken. 21 an der Zahl, die sich mit 1 bis 4 Spielern spielen lassen und durchaus Abwechslung bieten. Mal muss man mit einem Panzer Flaggen einsammeln, ein andermal mit einem Heissluftballon ein Rennen gegen die anderen Kontrahenten bestreiten. Diese “Partygames” sind dabei durchaus unterhaltsam, leider ist es hier die Steuerung, die uns nicht wirklich überzeugen konnte. Das Lenken der Fahrzeuge kommt einem Glücksspiel gleich und auch die anderen Disziplinen muss man erstmal verstehen. Beispielsweise das Spiel, bei dem man mit seinem Affen eine Leiter hochklettern soll und immer dann ausweichen, wenn Geröll von oben runterkommt. So wie beschrieben funktioniert die Steuerung schonmal nicht, also behilft man sich mit experimentieren. Zur Seite springen will das Äffchen dann aber auch nicht und so wird aus einem kleinen Game ein ellenlanger Kraxel-Frust. Ohne Übung geht bei den meisten Minigames nicht viel – gerade für eine “Party” unter Freunden die das Spiel nicht kennen, ist das aber tödlich.

Grafik und Sound

Optisch weiss “Super Monkeyball Step&Roll” auf der Wii durchaus zu gefallen. Die Szenarios sehen astrein aus und laufen überaus flüssig ab. Die Animationen sind “smooth”, süss gemacht und wissen einem auch nach vielen Spielstunden noch zu amüsieren. Alles ist kunterbunt, peppig und total “affig” – passend also zum Stil des Spiels. Auch die Menüführung ist intuitiv und gibt keinen Anlass zur Kritik.

Die quirlige Hintergrundmusik dudelt zwar ganz mächtig, doch aufgrund des fordernden Spielprinzips fällt dies nicht weiter negativ auf. Die Rhythmen passen gut zum Geschehen auf dem Schirm und auch die Soundeffekte können überzeugen.

Fazit

Unser Spieletest zu "Super Monkeyball Step and Roll" brachte einiges zu Tage: Zum Einen ist uns aufgefallen, dass das gute alte Holz-Labyrinth ordentlich aufgepeppt durchaus was hermachen kann. Zum Anderen haben wir auch herausgefunden, dass Affen in Kugeln keine Tierquälerei sein muss. Und so vergeben wir den Silberaward nicht ohne Stolz erstmalig an einen Affen. Uh-Uh!
Grafik
84%
Sound
80%
Gameplay
80%
Steuerung
73%

Gesamtwertung

80%

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