Stuntman: Ignition

2584 0 1 24. September 2008
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Du riskierst alles für die perfekte Szene. Talent, Mut und Stil wirst du brauchen während sogenannte “Star” in seinem Wohnmobil neue Schminke verpasst bekommt. Da wo andere den Schwanz einziehen kommst du ins Spiel und schaffst dabei einige von Hollywoods besten Szenen. Denn du bist Stuntman. Noch unbekannt, kaum Aufträge, aber du gibst alles und du bist gut. Es ist die Zeit gekommen es allen zu beweisen – mit “Stuntman: Ignition” aus dem Hause THQ.

Dies ist der gefährlichste Job der Welt

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Von “Licht, Kamera, Action” bis hin zu “Schnitt, die Szene ist im Kasten” musst du alles zeigen was du in einem Auto, Lastwagen, Monster Truck bzw. auf einem Motorrad zu leisten im Stande bist. Dein Job ist es über einstürzende Brücken zu fahren, über explodierende Benzinlastwagen zu springen und absolut halsbrecherische Manöver mit deinem Vehikel zu fabrizieren. Dein erster Film im Spiel heisst “Aftershock”, so eine Weltuntergangsgeschichte bei der ein ausbrechender Vulkan im Zentrum der Action steht. In der ersten Szene fliehst du mit einem Sportwagen vor der Katastrophe und musst dich dabei natürlich an die Vorgaben des Regisseurs halten. Die Regisseure sind in der Regel grosszügig und lassen bis zu fünf Fehler zu – im leichten Modus sogar bis zu 7 Fehler. Dann aber wird er die Szene abbrechen und du musst den Stunt von Neuem beginnen.

In der Praxis sieht das Ganze so aus, dass gelbe Markierungen und Pfeile auf dem Bildschirm signalisieren was genau du zu tun hast. Beispiel: Zwei Präzisionsfahrerfahrer kommen mit Autos auf dich zu, dazwischen ein gelber Pfeil bedeutet, dass du zwischen den Fahrzeugen hindurchfahren musst. Und das bitte ohne die Fahrzeuge zu berühren oder gar zu rammen. An anderer Stelle möchte der Regisseur gerne einen Drift sehen (Handbremse anziehen) oder einen Sprung über die Rampe. Je nachdem wie actiongeladen die Szene am Ende wirkt, umso mehr Punkte und Sterne bekommt man. Je präziser ein Stunt, umso mehr Punkte gibts auf das Konto. Hierfür ist es besonders wichtig mit der Zeit die Kunst des Verkettens kennenzulernen. Wenn man es schafft alle 2 Sekunden einen ordentlichen Stunt hinzulegen, dann verkettet man die Stunts miteinander was wiederum zu einer Punktemultiplikation führt. So bekommt man noch mehr Punkte, noch mehr Sterne und mit etwas Glück auch einen der begehrten “Taurus Stunt World Awards”. Daneben gibt es diverse Abzeichen zu erreichen, darunter “Drifter”, “Kettenmeister” oder “Schildkröte” (das Auto aufs Dach legen).

Ein brennendes Haus? Nix wie rein!

Was die Steuerung angeht ist “Stuntman: Ignition” leicht zu lernen. Dafür hat das Spiel dennoch einen knackigen Schwierigkeitsgrad. Es klingt nämlich recht einfach zu Beginn, aber nach und nach, besonders bei den Motorradmissionen, nimmt das Spiel immer mehr an Komplexität zu. Jeder wird den Stunt mehrmals versuchen müssen bis er eben die Kette an Regieanweisungen komplett mitbekommen hat, um dann den Stunt wirklich machen zu können. Manche Sequenzen folgen dabei so kurzfristig aufeinander, dass man wirklich ins Schwitzen kommt und eine ordentliche Portion Glück benötigt, um einmal alles im Kasten zu haben. Dennoch bietet genau dieses hohe Niveau auch genügend Langzeitmotivation für das Spiel.

Hinzu kommen die zahlreichen unterschiedlichen Fahrzeuge, die man im Verlauf der Spiels steuern darf, angefangen bei Supersportlern, über Monster Trucks, Geldtransporter, diverse Mopeds und vieles mehr. An Filmen stehen zur Auswahl Katastrophenfilme, wilde Autoverfolgungsjagden, Militär-Action, Superhelden-Abenteuer und vieles mehr. Kurzum: Wir brauchen dich am Set!

Grafik und Sound

Vor allem grafisch konnte uns “Stuntman: Ignition” nicht nur überzeugen, sonder sogar überraschen. Da wurde wirklich das Letzte aus der mittlerweile auch nicht mehr ganz jungen PS2 herausgeholt. Sowohl die Fahrzeuge wie auch die Special Effects können auf der ganzen Linie überzeugen. Das gilt der Vollständigkeit halber natürlich auch für die Locations, die in bester Hollywood-Manier glänzend in Szene gesetzt wurden. Egal ob Lavaflüsse oder wilde Verfolgungsjagd durch die Innenstadt – ein Augenschmaus á la Carte. Und als besondere Belohnung gibts zum Ende des Drehs auch noch den Trailer des fertigen Films zu sehen.

Beim Sound ist vor allem die tolle Hintergrundmusik zu erwähnen, die sich je nach Film (tolle Idee) verändert und so eine dichte Atmosphäre erzeugt. Dies gilt in gleichem Maße aber auch für die Soundeffekte. Die Motorengeräusche klingen authentisch, die Explosionen bringen die Soundanlage zum Beben. Alles in allem: Eine runde Sache.

Fazit

"Stuntman: Ignition" gehört eigentlich zwingend in die Sammlung jedes Playstation-Besitzers mit Benzin im Blut. Zwar ist es keine Rennsimulation, dafür aber ein Actionspektakel welches hartgesottenen Drivern alles abverlangen wird. Der Schwierigkeitsgrad ist gesalzen. Etwas Ãœbungsmotivation und den Willen zum Durchbeissen sollte man also schon mitbringen.
Grafik
88%
Sound
90%
Gameplay
88%
Steuerung
93%

Gesamtwertung

90%

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