Spieletest: Street Fighter V (PS4)

3019 0 2 12. März 2016
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Titel:Street Fighter V - [PlayStation 4]
EAN:5055060930878
System:PlayStation 4
Label:Capcom Entertainment Germany GmbH

Hadoken! Yes, Street Fighter V ist endlich erschienen! Lange hat man darauf gewartet dass ein wirklich neuer Teil erscheint, denn die letzten Jahre gab es lediglich gefühlt 100 Versionen von SF 4. Doch nun ist es endlich da.

Street Fighter V

Wir legten das Spiel ein, starteten es voller Vorfreude und dann kam schon schnell die Ernüchterung. Die Anzahl der Spielemodi ist mehr als nur überschaubar. Es gibt einen minimalistischen Story Modus für jeden, der gerade mal 16 Charaktere und einen Survival Mode beinhaltet, in dem man sich einer Anzahl Gegner stellen muss. Mehr gibt es nicht für Solisten zu tun (den Übungsbereich zählen wir nicht dazu). Einen typischen Arcade Modus sucht man vergebens, allein das finden wir schon seltsam, gehört so ein Modus doch zu jedem guten Prügelspiel. Dieser soll wohl vom Survival Modus abgelöst werden, jener ist zwar nicht schlecht, aber auch frustrierend. Auf “leicht” muss man 10 Gegner besiegen, auf “normal” 30 und bei “schwer” 50. Alle nacheinander mit jeweils nur einer Runde. Zwar gibt es für jeden Kampf Punkte mit denen man sich Boni kaufen kann, aber meistens entscheidet man sich dafür die Lebensenergie wieder zu erhöhen.

Für diejenigen die gerne mit Freunden im selben Raum spielen gibt es wenigstens noch einen Versus Modus, der noch gut funktioniert. Das kann man wiederum vom Onlinemodus nicht behaupten! Er laggt, er zickt, er nervt. Oft warteten wir lange darauf ein Match zu finden und wenn wir mal eins starten konnten dachten wir hier und da wir würden gegen Geister spielen. Man sah den Gegner nicht, dafür die Effekte und am Ende lag man geschlagen auf dem Boden. Nun will Capcom hingehen und Leute bestrafen die einfach das Match verlassen. Eigentlich ist das auch richtig so, nur so lange das Spiel noch solche massiven Online-Probleme hat, sollte der Fokus lieber darauf liegen alle Probleme zu beheben.

Nun gut, bei allem Frust muss man dem Spiel eines zugestehen: In den Solo und Versus Modi funktioniert das Spiel tadellos, es reagiert schnell auf die Bedienung der Tasten und auch die Hit Boxen sind perfekt ausbalanciert. Es könnte also alles so schön sein, wenn es nur mehr wäre was einem für ca. 60 Euro geboten wird. Es fühlt sich einfach an wie ein Early Access Spiel. Dieses Gefühl wird dadurch noch verstärkt das kommende Charaktere und Inhalte mit der Zeit nachgereicht werden. Zwar kostenlos, da man die Figuren freischalten kann, aber ein fader Beigeschmack bleibt dennoch.

Aufgrund des “gut funktionierenden” Onlinemodus müssen wir leider beim Gameplay Abstriche machen. Es wäre einfach nicht fair die Probleme zu ignorieren.

Fazit

Was hat sich Capcom eigentlich dabei gedacht das Spiel so zu veröffentlichen? Der Umfang ist gering, der Onlinemodus spinnt und die langzeit Motivation ist nur schwer zu finden.
Grafik
79%
Sound
82%
Gameplay
63%
Steuerung
84%

Gesamtwertung

77%

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