Stormrise

1650 0 2 24. Mai 2009
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Neidlos müssen sich alle Konsoleros jedoch eingestehen, dass in einem Bereich der PC nach wie vor die Nase vorne hat. Die Rede ist natürlich von Strategiespielen. Mit Maus und Tastatur sind die Titel einfach besser und unkomplizierter zu spielen, als mit einem Controller. Creative Assembly greift nun in diesem Genre an und versucht mit Stormrise, an der Monopolstellung des PCs zu sägen.

Die Welt am Rande des Abgrunds

Unser ursprünglich Blauer Planet ist nach einem missglückten Experiment nur noch ein kahler Platz. Jahrhunderte später kämpfen die beiden verbliebenen Rassen gegeneinander und ums nackte Überleben. Die Echolon überlebten die Katastrophe durch ihre Technologie, die Sai konnten sich durch ständige Anpassung an die Umgebung und die Natur retten. Frei nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt akzeptiert er nicht! Beginnt ein Kampf auf Leben und Tod

Whip-Select machen den Unterschied

Die bisher vorherrschende Steuerung aus der Vogelperspektive hat ausgedient. Stormrise verlässt diese Spielmethode und integriert den Spieler direkt ins Spielgeschehen. Eine speziell für das Spiel entwickelte Steuerung soll dies möglich machen.

“Whip-Select” nennt sich das Ganze und verleiht dem Spieler totale Kontrolle über seine Einheiten. Mit dem rechten Analog Stick ist es möglich, zwischen bereits vorhandenen Einheiten hin und her wechseln, eine Sichtlinie spielt hier keine Rolle. Mit dem linken Stick kann man die aktuell kontrollierte Einheit selbst steuern. Per Knopfdruck werden dann an die einen oder anderen Truppen Befehle erteilt. Der wichtigste Fakt hierbei ist, dass der Spieler direkt in die Haut eines Soldaten der ausgewählten Gruppe schlüpft und so aktiv am Kampfgeschehen teilnimmt, anstatt den Konflikt wie gewohnt nur zu beobachten.

“Verticality” bringt das Spiel auf ein neues Level

Weiterhin verlässt Stormrise das bisher typische flache Gelände, wie man es aus anderen Strategiespielen kennt und ermöglicht durch “Verticality” ein Spielerlebnis auf mehreren Ebenen. So werden eingestürzte Häuser, Brücken, Berge, Tunnel und sogar der Kampf am Himmel mit Helikoptern zu einem wichtigen Bestandteil des Spieles. Das strategisch kluge Positionieren seiner Einheiten, um den Gegner in einen Hinterhalt zu locken und die Oberhand zu gewinnen, ist dabei spielentscheidend.

Während zum Beispiel Späher-Trupps den Feind ausspionieren, verstecken sich Panzer in einem Tunnel unter dem Feind, um im richtigen Moment zuzuschlagen. Nur wer voll und ganz auf seine Umgebung eingeht und diese in seine strategischen Feldzüge integriert, kann in Stormrise erfolgreich sein. Auch Kämpfe zwischen Fußsoldaten in Häusern und anderen Gebäuden gehören hier zur Tagesordnung, stellen aber dank innovativer “Whip-Select”-Steuerung kein Problem dar.

Auch Online vertreten

Natürlich liefert Creative Assembly mit Stormrise keinen reinen Einzelspieler-Titel. Neben dem Hauptspiel darf man sich online zu Acht auf riesigen 3D-Arealen messen. Eine Besonderheit hierbei ist, dass man durchaus auch in bereits gestartete Spiele einsteigen darf.

Fazit

Eine der offenen Fragen ist zweifelsohne, ob dieses zwar gelungene aber auch nicht fehlerfreie Spiel, den Ansprüchen etablierter Zocker genügt. Die innovative Steuerung kann sich als Fluch oder Segen herausstellen. Andere Spiele dieses Genres haben die Vormachtstellung des PCs in diesem Sektor bereits angegriffen (Halo Wars).
Grafik
75%
Sound
66%
Gameplay
75%
Steuerung
80%

Gesamtwertung

74%

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