Star Wars Battlefront 2

1146 0 0 24. September 2008
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Wie wir ja alle wissen hat die Star Wars Trilogie mit der Verfilmung der Episoden 1 bis 3 ihr Ende gefunden. Dennoch: In den zahlreich erscheinenden Computerspielen rund um das Universum von George Lucas wird die Geschichte der Jedi-Ritter, des Imperiums und der Rebellenkrieger fortgeschrieben. So hat erst letztes Jahr der 3rd Person Shooter “Star Wars Battlefront” weltweit für Aufsehen gesorgt und bei den Kriegern auf PC, XBOX und PS2 für Spielspass gesorgt. Nun ist die Fortsetzung da und hoffentlich ist die Macht mit Dir: “Star Wars Battlefront 2″…

Back to the Front

Insgesamt stehen sechs Weltraumlevels und achtzehn Bodengebiete zur Verfügung, die es in Luft- und Landschlachten zu gewinnen gilt. Die Schauplätze sind dabei den bereits erwähnten Filmen nachempfunden und so kämpft man sich beispielsweise durch das Innere des Todessterns oder den Rebellenstützpunkt auf Hoth. Für alle ungeübten imperialen Krieger empfiehlt sich zunächst das gut gemachte Tutorial, um die teilweise komplexe Steuerung zu erlernen. Bereits hier bekommt man im Rahmen der ersten Schlachten einen ersten Eindruck was einen erwartet. Überall blitzt es, schlagen donnernd Geschosse ein und Droiden aller Gattungen gehen mit einer Explosion zu Boden.

Am Anfang des Levels startet man an einem Kommandopunkt und hat in diversen Missionszielen Aufgaben zu erfüllen, wie zum Beispiel das einnehmen eines feindlichen Kommandopunktes oder die Zerstörung strategisch wichtiger Objekte. Zur Auswahl stehen verschiedene Klassen: Da sind zunächst die besonders zähen Infanteristen, die sich insbesondere für ungeübte Spieler eignen. Daneben gibt es Techniker, diese haben die besondere Fähigkeit kaputte Energie- und Munitionsroboter und auch Fahrzeuge zu reparieren. Als letztes stehen da noch die Scharfschützen zur Auswahl, die mit speziellen Gewehren mit Zielfernrohr den Gegner schon aus der Distanz niederstrecken können. Ein besonderes Extra ist immer das Erlangen eines Jedi für eine Teilmission oder den Rest des Levels. Nach Erfüllung diverser Aufgaben kann man sich dann als Jedi mit schwindelerregenden Sprüngen und Saltos auf den Feind stürzen und ihn dann die Klinge des Laserschwerts spüren lassen. Angesichts der tollen Animationen und der enormen Kampfkraft dieser Spielfigur wird sie jedem schnell ans Herz wachsen, steht aber nur streckenweise zur Verfügung.

Wenn man dann in der Hitze des Gefechts mal ein Leben verliert kann man sich am Kommandopunkt eine neue Klasse aussuchen und erneut in die Schlacht ziehen. Es versteht sich von selbst, dass diese Kommandopunkte heiß umkämpft sind, hüben wie drüben. Besonders die Eroberung eines feindlichen KPs macht dann auch mitunter Probleme.

Peng ! BOOOoom ! Bruzzl !

Wieder schlagen links eine handvoll Granaten ein und die Salve eines schweren Kampfdroiden zischt nur knapp an dir vorbei: Viel Strategie ist bei “Star Wars Battlefront 2” nicht unbedingt gefragt, denn der Actionanteil überwiegt schon deutlich. Star Wars-typisch laufen die Schlachten komplett ohne Blutverlust ab, aber dafür sind sie außerordentlich nett anzusehen: Lasersalven aus der Ferne, die Rufe der Mitstreiter in Deckung zu gehen und der Nahkampf mit den Droiden machen SWBF2 zu einem echten Erlebnis. Die Schlachtfelder bringen einen regelrecht ins Schwitzen und es wird schon eine Menge Adrenalin frei, wenn man schwer verwundet noch versuchen muss das einzig verbliebene Luftabwehrgeschütz zu zerstören.

Insbesondere die große Menge an Kriegern auf dem Schlachtfeld erzeugt eine tolle Atmosphäre, die den Spieler vom ersten Moment an ergreift. Die Zwischensequenzen vor den einzelnen Levels betten die Kämpfe zusätzlich ein in die Hintergrundgeschichte der 501. Legion, einer Gruppe von Klonsoldaten der Republik, der man als Spieler angehört. Mit zunehmender Dauer des Spiels taucht man so immer weiter in das neue Kapitel des Star Wars-Universums ein, dem man sich so schnell nicht mehr entziehen kann, da man ja auch wissen will wie es denn weitergeht.

Wie schon im ersten Teil gibt es auch in der Fortsetzung die Raumschlachten, in denen man am Steuerknüppel eines Raumjägers herumschwirren kann. Diesmal aber finden die Schlachten im Weltraum statt, so dass man in sechs Weltraumlevels sein Geschick als Pilot unter Beweis stellen kann. Meist wird man dabei in den Kampf zwischen 2 schweren Raumkreuzern geschickt, die sich mit Bombern und anderen kleineren Raumschiffen zur Wehr setzen. Man startet hierbei meist mit dem Weg zum Hangar, wo man sich einen der zur Verfügung stehenden Flieger schnappen und abdüsen kann. Die Flieger selbst lassen sich ohne langes Studium des Handbuchs fliegen, da die Steuerung spielerisch einfach, fast wie in der Spielhalle daherkommt. Neben einem “Capture-the-Flag”-Modus gibt es als besonderen Clou auch Missionen in denen man erst mit seinem Raumjäger in den gegnerischen Hangar fliegen muss, um dann das Raumschiff zu verlassen und als Infanterist und Saboteur die Zerstörung des Sternenkreuzers in die Wege leiten kann. Alles in allem eine äußerst unterhaltsame Neuerung/Steigerung im Vergleich zum ersten Teil, der Fans des “X-Wings” oder “Tie Interceptors” besonders gefallen dürfte.

Das Leveldesign ist strategisch absolut gelungen und die einzelnen Missionen innerhalb eines Levels verhindern eine stupide Ballerei. Die Steuerung ist präzise, aber es gehört schon ein bisschen Übung dazu um den Krieger mit dem Controller erfolgreich und unverletzt durch die feindlichen Linien zu bewegen. Als Schwierigkeitsgrad stehen zudem leider nur “normal” und “schwer” zur Verfügung. Hinsichtlich der jungen Fangemeinde ist es unverständlich warum nicht auch ein leichterer Schwierigkeitsgrad angeboten wurde, da die ersten Levels durchaus “knackig” sind.

Grafik und Sound

Wie bereits erwähnt ist die Grafik ein echter Genuss. Die Menge an sich bewegenden Objekten auf dem Schlachtfeld oder bei den Sternenschlachten im All ist überwältigend und bildet eine gute Atmosphäre für das Spiel. Besonderes Lob gebührt den Designern für die Animation der Rauchschwaden, der schweren, mobilen Einheiten und Panzer und der Detonationen am Boden. Auch die grafisch genial umgesetzten Animationen der Jediritter Darth Vader, der Prinzessin Leia, Obi Wan Kenobi oder Yoda sind herrlich anzusehen. Kampfsequenzen mit diesen Spielfiguren sind ganz klar das Highlight des Spiels.

Sound und Musik sind ebenso auf hohem Niveau, auch wenn die teilweise stressige Hintergrundmusik (schnelle Streicherarrangements) schnell heruntergedreht werden dürfte.

Fazit

"Star Wars Battlefront 2" ist eine gelungene Fortsetzung der imperialen Schlachten. Mit viel Detailarbeit hat es Activision geschafft noch eins draufzusetzen und ein noch explosiveres Kapitel zu schaffen. Die effektgeladenen Raumschlachten und die bombastischen Bodenkämpfe können sich durchaus sehen lassen und bieten auch lang anhaltende Spielmotivation. Einziges Manko: Der knifflige Schwierigkeitsgrad für junge Spieler. Ein Modus "leicht" hätte da nicht geschadet...
Grafik
88%
Sound
85%
Gameplay
84%
Steuerung
87%

Gesamtwertung

86%

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