Splinter Cell – Essentials (PSP)

1680 0 0 24. September 2008
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Titel:Splinter Cell Essentials
EAN:3307210199775
System:Sony PSP
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:UBI Soft
Release:2008-10-08

Ubisoft schickt Sam Fisher für den neuesten Schleicheinsatz auf die PSP. Splinter Cell war nach dem Erscheinen auf dem PC DAS Metal Gear Solid für PC-Zocker. Für damalige Zeiten waren die geniale Grafik, Technik und eine Story aus Tom Clancys Feder ein echter Hit. Nach mehreren weiteren Teilen für PC, PS2, N-Gage und DS erschien jetzt Splinter Cell: Essentials für die PSP. Die Entwickler versprachen Multiplayermodus und eine Engine die auf Pandora Tomorrow basiert und verbessert wurde. Das klingt viel versprechend doch wie wird sich Splinter Cell auf der PSP schlagen?

Als erstes sehen wir uns mal die Story an. Das Spiel beginnt auf einem Friedhof auf dem Sam Fisher seine tote Tochter besuchen will. Doch plötzlich wird er von einer Spezialeinheit festgenommen. Grund der Anklage: Hochverrat an die NSA. Ist Sam wirklich schuldig oder nur Opfer einer Verschwörung? Da die Story von Bestsellerautor Tom Clancy geschrieben worden ist, erweist sich das Ganze als spannend und interessant mit den Vorgängern verstrickt. Auch die Sprecher und Aktionen sind aus den Vorgängern bekannt und lassen den Spieler an alte Zeiten zurückdenken.

Schleich dich!

Das Tutorial ist auf den oben genannten Friedhof schnell erledigt. Man lernt die Grundbewegungen wie laufen, ducken und interagieren. Die weiteren Bewegungen und Aktionen wie das Benutzen von Waffen oder den Spagatsprung lernt man in der Rückblicksmission, die in Kolumbien 1991 spielt. Sam ist auf der eigenen Mission einen Gefangenen Kameraden zu befreien, allerdings erhält er den Befehl in der Basis zu bleiben. Sam bleibt von den Befehlen unbeeindruckt und macht sich sofort auf den Weg in die feindliche Basis einzudringen um den Gefangenen zu befreien. Wer Splinter Cell noch nicht kennt, der sollte wissen, dass es bei diesem Spiel nicht um fette Feuergefechte und Explosionen im Sekundentakt geht, sondern um das unauffällige Eindringen und das Erledigen der Missionsziele. Die Munition ist begrenzt und das Aufnehmen feindlicher Waffen ist nicht mit drin, das bedeutet trickreich sein und mit Nahkampf angriffen lautlos töten oder betäuben. Doch so interessant und spannend das Spiel auch klingt so richtig begeistert Splinter Cell nichtÂ…

Probleme und schlechte Lösungen

Warum das Spiel auf der PSP nicht so richtig begeistert? Man kann zwar herumliegende Gegenstände benutzen oder sich an bestimmten Stellen verstecken, um Gegner zu verwirren oder lautlos um die Ecke zu bringen doch dank der miserablen Kameraführung sind manche dieser Aktionen fast unmöglich oder können erst nach ewigem Nachjustieren der Kamera vollbracht werden. Die Steuerung ist leider auch dermaßen überladen, daß man in Paniksituationen nicht so richtig weiß was man überhaupt macht. Nehmen wir jetzt mal ein kleines Beispiel: Vor einem ist jemand den wir mal schnell eine Kugel in den Kopf jagen wollen. Um die Waffe zu ziehen muss man nach rechts drücken, so jetzt ändert sich aber die Steuerung d.h. man zielt mit dem Analogpad und geht mit Dreieck, Kreis, Quadrat und X. Möchte man nachladen hält man rechts gerückt. Mist! Der Kerl hat uns gesehen! Jetzt kommt es zur Flucht. Will man jetzt flüchten dann muss man erst kurz rechts drücken um die Waffe wegzustecken und dann benutzt man wieder das Analogpad um zu laufen. Toll! Leider wissen wir nicht wohin wir laufen und müssen die Kamera hinter Sam stellen das bedeutet jetzt Kreis gedrückt halten und mit dem Analogpad nachjustieren.

Hat das Justieren zu lange gedauert beißt man ins Gras! Das bringt uns zu einem weiteren negativen Punkt und zwar das Laden. Das dauert so dermaßen lange und verdirbt einem manchmal richtig die Laune aufs Weiterspielen. Auch die Grafik schreit nach Kritik! Die Texturen sind dermaßen grob, daß man manchmal nur schwer erahnen kann an welchen stellen geklettert werden kann und was eine Mauer ist. Anders als die Rendersequenzen sehen die Ingame Zwischensequenzen dank fehlender Mimik und Mundbewegungen aus, wie von der PSone. Auch ein Multiplayermodus wird uns spendiert doch dieser entpuppt sich als langweilig und mit einem einzigen Modus (Deadmatch) als sehr einfallslos. Das Schlimmste sind aber diese dermaßen dunklen Levels. Jeder kennt die glatte Oberfläche der PSP das macht jedes Spiel in der Sonne unmöglich. Aber Splinter Cell lässt sich uns nicht mal vernünftig in einem hellen Raum spielen. Abhilfe soll Sams berühmte Nachtsichtbrille bringen doch diese ist auch nicht sehr hilfreich (und leider auch nicht immer verfügbar). Die Brille taucht alles in ein tristen grün-grau ton und erhellt die Landschaft ein wenig. Eine bessere Lösung wäre ein Helligkeitsregler im Optionsmenü doch warum ein solcher fehlt ist fraglich.

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