Splinter Cell – Double Agent

1195 0 0 24. September 2008
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Sam Fisher stürzt sich in sein neuestes Abenteuer, aber noch nie war er in einem solch kniffligen Dilemma wie dieses Mal. Als Doppelagent soll er im Auftrag der National Security Agency (NSA) eine Terrorgruppe infiltrieren oder gemäß dem Boxcover “Lügen. Töten. Sabotieren”. Mit “Splinter Cell – Double Agent” präsentiert uns Ubisoft den neuesten Teil der Serie auf der XBbox und ob sich die CurrentGen Version lohnt zeigt unser Spieletest…

Auf welcher Seite kämpfst du ?

Spielerisch erwartet den Spieler grundsätzlich erstmal nichts Neues. Und das ist auch gut so, denn mit dem vorliegenden Teil bieten uns die Entwickler wieder gewohnt hochkarätige Stealth-Action. Rambos können also gleich wieder einpacken, stattdessen ist Köpfchen und Feingefühl gefragt. Seine Gegner schaltet man am besten aus, indem man Ihnen einen Schlag auf den Hinterkopf verpaßt oder ihnen mit den Beinen das Genick bricht. Je stiller und leiser das abläuft, umso besser. Nur kein Aufsehen erregen. Jeder getötete Gegner und jeder ungeschickte Move können Minuspunkte bedeuten. Am Ende wird abgerechnet und die Belohnung fällt dann geringer aus.

Im Verlauf seiner Missionen für die eine oder die andere Seite gerät Sam aber immer wieder in das besagte Dilemma sich für eine Seite entscheiden zu müssen. Diese Augenblicke nennen sich im Spiel “Directed Moments” und hier wird der Spieler sich festlegen müssen. Je nachdem wie man seine Missionen erfüllen konnte und wie man sich daraufhin entscheidet bringt dies einen Vertrauensbonus bzw. einen Vertrauensverlust auf beiden Seiten. Man sollte also tunlichst versuchen irgendwie die Balance zu halten und möglichst nichts unternehmen was seine Auftraggeber gänzlich verstimmen könnte.

Du hast die Wahl

Wie immer ist die Anzahl der Waffen und Extras sehenswert und gleiches gilt auch für die Art und Weise, wie die ganzen technischen Werkzeuge in Szene gesetzt wurden. Der Restlichtverstärker beispielsweise ist wirklich ein nützliches Instrument in dunklen Gängen und Nischen und erzeugt im Spiel eine wirklich überzeugende Atmosphäre. Auch die Haftkameras und Ringflächengeschosse machen einfach Spaß.

Zudem wird die Motivation ordentlich oben gehalten, weil es neben den Primärzielen in den Missionen noch zahlreiche Nebenkriegsschauplätze und sekundäre Ziele gibt, deren Erfüllung wiederum reichlich belohnt werden. So erwarten den Spieler zahlreiche Extras und Waffen, die den Unterhaltungswert nachhaltig steigern.

Das Spiel ist vom Schwierigkeitsgrad her fair ausbalanciert und zahlreiche Speicherpunkte ermöglichen das Sichern des aktuellen Spielstands. Auch der Online Mode verdient wie schon bei den Vorgängern ein dickes Lob.

Grafik und Sound

Nicht nur das schicke Intro kann den Spieler in seinen Bann ziehen, sondern insbesondere die äußerst gelungenen Animationen von Sam und seinen Kontrahenten. Wenn man seinen Gegner gerade über ein Geländer in den Abgrund zieht, sieht das wirklich realitätsnah und authentisch aus. Auch sonst macht “Splinter Cell – Double Agent” aber eine ausgezeichnete Figur. Tolle Special Effects, wirklich beeindruckende Lichtspiele und gelungene Schauplätze rund um die Welt sorgen für ein echtes Spielerlebnis.

Auch soundtechnisch hat man sich keine Patzer erlaubt. Der Soundtrack im Stile moderner Pop und Trip-Hop Produktionen bettet sich gelungen in das technisch angehauchte Spiel ein ohne je negativ aufzufallen. Auch die Ingame-Sounds machen hier keine Ausnahme und verstärken die tolle Atmosphäre um ein Vielfaches…

Fazit

Wer auf Stealth-Action abfährt oder in einen guten Einstieg in das Genre finden will, macht mit "Splinter Cell - Double Agent" nichts falsch. Die finale Version für die Xbox überzeugt durch gelungene Grafik, tollen Sound und ein gelungenes und im Lauf der Splinter Cell-Teile optimiertes Gameplay, welches im Genre seinesgleichen sucht. Werde Doppelagent, denn "Splinter Cell - Double Agent" macht doppelt Spaß.
Grafik
91%
Sound
95%
Gameplay
90%
Steuerung
91%

Gesamtwertung

92%

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