Skate

1917 0 2 24. September 2008
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Titel:skate
EAN:5030932057570
System:PlayStation 3
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Electronic Arts GmbH
Release:2007-10-11

Skateboarder sehen ihre Umwelt auch mit ganz anderen Augen, die Architektur mancher Orte sind da wie riesengroße Spielplätze. Jede Treppe ist ein Sprung, jedes Geländer eine Herausforderung. Kleinere Verletzungen nimmt man in Kauf – zur Not auch größere. Aber es geht nunmal nichts über das Gefühl nach langem Training endlich ein Kunststückchen erfolgreich hinzubekommen. Dieses Feeling will uns nun Electronic Arts mit einer Skater-Simulation namens “Skate” nach Hause bringen.

Learn to Skate

Nach dem obligatorischen Anlegen eines Profils empfängt uns das Spielmenü mit seinen diversen Spielmodi. Dazu gehören im Wesentlichen ein Online-Modus, “Freeskate”, also ein freies Spiel und “Party Play”, eine Reihe von Minigames für mehrere Spieler. Herzstück des Spiels ist aber sicher der Karrieremodus, den man am besten nach dem Absolvieren des Tutorials angeht. In lezterem lernt man zunächst die Basics und kann sich mit der Steuerung vertraut machen. Ein bisschen Übungs gehört natürlich schon, denn Skaten macht Spaß aber wer Erfolg haben will, der muss die Grundlagen draufhaben. Mithilfe von gut gemachten Videos und einer passenden Animation zur Steuerung in der linken unteren Ecke lernt man schnell worum es beim Skaten geht.

Nach den erstes Ollies, Grabs und Luftkunststückchen kommen die ersten Rails und nach diesen kleinen Mutpröbchen hast du im Karrieremodus als erstes ein unerfreuliches Treffen mit einem Bus. Nach einer wilden Fahrt ins örtliche Krankenhaus flicken dich die “Ärzte” wieder zusammen und du darfst deinen Skater erstellen. Aussehen, Körper, Outfit und natürlich das Board wollen sorgfältig gewählt werden. Dabei finden sich auch alle Marken wieder: Nike, Adidas und alle anderen Größen, was Klamotten und Boards angeht. Natürlich ist das Konto zu knapp und so kann man sich zunächst nicht alles leisten was man gerne hätte, aber am Ende siehst du aus wie neu. Im Rucksack findet man neben einigem anderem Zeigs vor allem die Karte. Hiermit weiss man wo man hin sollte, um die besten Skateparks und Rails zu finden. Aber eines nach dem anderen. Erstmal in die U-Bahn und dann ins Zentrum…

Challenges und Knochenbrüche

Nach der ersten kleinen Challenge und den ersten Erfahrungen mit den Videos skatet man zu diversen Hotspots in der Gegend, wo man so richtig die Sau rauslassen kann. Am besten gefallen hat uns dabei, dass man eigentlich nach wenigen Minuten schon die Steuerung verinnerlichen konnte und so nicht mühsam trainieren muss, bis man fette Tricks drauf hat. Die meisten Tricks sind Variantionen der Basics und lassen sich ebenso schnell lernen wie die Grundkenntnisse. Das die Steuerung dabei größtenteils mit den beiden Analogsticks und nur wenigen Tasten funktioniert kommt dem Spiel dabei deutlich zu Gute.

An den verschiedenen Spots muss man dann diverse Tricks und Kombinationen zeigen, um so immer weiter zu kommen, Geld und Belohnungen zu erhalten. Gut, dass man eine Challenge beliebig oft wiederholen kann, denn noch ist bekanntlich kein Meister von der Rail gefallen. So kann man seine ersten Videos drehen, versucht auf das Cover des Skater-Mags zu kommen und arbeitet sich von einem Spot zum nächsten. Die Videos lassen sich zudem mit dem Replay-Editor frei editieren, schneiden und speichern. Kameraperspektiven, Zeitlupe, Farbfilter – alles dabei.

Grafik und Sound

Grafisch konnte uns “Skate” sehr überzeugen. Sowohl die Locations wie auch die Skater sind mit sehr viel Liebe zum Detail umgesetzt worden. So kann man sich doch zu Beginn einen Skater definieren. Und genau dieser taucht dann natürlich immer wieder in den Videos auf und auch in den Ego-Sequenzen. Besonders die Skateparks verdienen nur Lob und zeichnen sich durch Abwechslungsreiche Rails, Treppen und Obstacles aus. Auch die Bewegungen der Skater können sich sehen lassen, allein die Stürze der Charaktere wirken unrealistisch, da die Jungs nicht mal versuchen elegant zu fallen oder sich mit den Armen abzustützen. Jeder Sturz wird so zum echten virtuellen Knochenbrecher.

Soundtechnisch gibts ebenfalls kaum etwas auszusetzen. Schon als mit beim ersten Start Motorhead entgegenschallte war klar, dass der Soundtrack EA-typisch sehr gut ist. Aber liebes EA-Entwicklerteam: Was ist aus EA-Trax geworden? In “Skate” jedenfalls hat man keinen Zugriff mehr auf diese Jukebox, die sich doch schon so oft bei EA-Spielen bewährt hat, angefangen bei NfS bis hin zu NHL&Co. Irgendwie schade. Dafür sind die Sound Effekte im Spiel “natürlich” erste Sahne und das hebt auch die Stimmung bei mir wieder…

Fazit

"Skate" verdient den goldenen Cookie und bekommt locker mal eben 90 satte Punkte. Warum? Weil virtuelles Skaten noch nie soviel Spaß gemacht hat, noch nie so gut ausgesehen hat und selten so realistisch war. Grafik und Sound können genauso überzeugen wie ein durchdachtes Spielprinzip, nette Minigames, ein ordentliches Tutorial. Kurzum: Gold.
Grafik
86%
Sound
87%
Gameplay
91%
Steuerung
94%

Gesamtwertung

90%

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