SingStar Rocks (PS2)

3776 0 1 24. September 2008
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Den Fernsehspot kennt man mittlerweile: 2 Jugendliche gelangen auf das Dach eines Supermarktes, stellen dort ihre Boxen auf, schließen die PS2 und die Mikros an und unter der Beschallung von Blur’s “Song #2” rocken die beiden dann die Passanten, die natürlich entsprechend erstaunt sind. Genau diese Fernsehwerbung ist gleichzeitig das Intro zu “Singstar Rocks!” dem 5.Teil der Musikspiel-Reihe. Ob dieser nun aber wirklich rockt zeigt unser Spieletest…

Das Spielprinzip

Das Prinzip von “Singstar Rocks” dürfte geläufig sein: Wie in einer Karaoke-Show kann man sich zunächst einen Song auswählen und singt nun zu der Musik den Text und die Melodie nach. Am unteren Bildschirmrand läuft hier der Text durch und mit geschickten grafischen Einblendungen, wie einem anwachsenden Balken vor dem Textbeginn, weiß man auch wann man einsetzen muss. Auf dem Bildschirm läuft derweil im Hintergrund das Video zum ausgewählten Song, während im Vordergrund mit Hilfe von Balken, die angeben auf welcher Tonlage man zu singen hat, ausgewertet wird wie gut der Sänger die Passage rübergebracht hat. So kommentiert das Spiel jede gelungene Zeile mit “Cool!”, misratene Versuche hingegen quittiert das game mit “Mies!”.

Die Balken geben zudem nicht nur die Tonhöhe, sondern auch die Tonlänge an, indem sie eben kürzer oder länger ausfallen. Wichtig ist auch das Timing, denn je präziser man mitsingen kann, umso mehr Punkte wird man nach seiner Darbietung erhalten. Der Punktestand errechnet sich hierbei wie folgt: Bewertet werden die gesungenen Noten und die Präzision bei der Wiedergabe des Textes, hinzu kommen sogenannte Goldene Töne, also Passagen, die 1 zu 1 wie das Original rüberkamen.

Neben dem Einzelspielermodus gibt es den Duell-Modus, bei dem gewinnt, wer die meisten Punkte hat. Auch ein Duett-Modus, bei dem die Ergebnisse eines Paares, die abwechselnd im gleichen Song antreten müssen und deren Punkte addiert werden, ist mit von der Partie. Apropos “Party”: Im Partymodus teilt man die anwesenden Freunde in zwei Gruppen mit bis zu 4 Personen und läßt die Teams in mehreren Runden gegeneinander antreten. Durch das eilige Weiterreichen des Mikros an seinen Teamkollegen ist schon allein dadurch für Unterhaltung gesorgt. Last but not Least darf man im Freestyle-Modus ganz ohne jede Bewertung ans Mikrofon und einfach loslegen.

Die Songauswahl

Von besonderer Bedeutung für den Erfolg eines solchen Spiels ist natürlich die Songsammlung. Diese stellt sich bei “Singstar Rocks” wie folgt zusammen:

* Blur – Song 2
* Bowling For Soup – 1985
* Christina Stürmer – Ich Lebe 2005
* Coldplay – Speed Of Sound
* Deep Purple – Smoke On The Water
* Echt – Du Trägst Keine Liebe In Dir
* Extreme – More Than Words
* Franz Ferdinand – Do You Want To
* Gwen Stefani – What You Waiting For
* Jet – Are You Gonna Be My Girl
* Juli – Die Perfekte Welle
* Kasabian – Club Foot
* Keane – Everybody’s Changing
* KT Tunstall – Black Horse & the Cherry Tree
* Matthias Reim – Verdammt, Ich Lieb Dich
* Nirvana – Come As You Are
* Queen – Don’t Stop Me Know
* Razorlight – Somewhere Else
* Revolverheld – Die Welt steht still
* Rolling Stones – Paint It Black
* Rosenstolz – Es Könnte Ein Anfang sein
* Scorpions – Wind Of Change
* Selig – Ist Es Wichtig
* The Hole – Celebrity Skin
* The Killers – Somebody Told Me
* The Offspring – Self Esteem
* The Undertones . Teenage Kicks
* Thin Lizzy – The Boys Are Back In Town
* Tocotronic – This Boy Is Tocotronic
* Wir Sind Helden – Denkmal

Auch wenn doch einige Songs dabei sind, die wir in der Redaktion nicht kannten ist die Mischung in unseren Augen für einen Rockfan ganz gut gelungen. Es gibt recht einfach und bekannte Songs wie der Uptempo-Track von Christina Stürmer, “Ich Lebe”, aber auch echt schwierige Songs wie die Ballade “More Than Words” von Extreme, die nur mit viel Übung zu meistern ist. Im Großen und Ganzen helfen die deutschen Songs beim Einstieg und auch hier gibt es recht simple und dann auch wieder recht anspruchsvolle Stücke. Warum manch ein Song auf einer Rockcompilation gelandet ist (“Matthias Reim – Verdammt, Ich Lieb Dich” oder “Echt – Du Trägst Keine Liebe In Dir”) bleibt ein Geheimnis, dennoch helfen auch diese Songs beim Einstieg gewaltig.

Fazit

Ja, Singstar rockt ! Das Spiel präsentiert sich absolut ausgereift und kann mit einer gelungenen Songauswahl punkten. Für Leute, die im Rockgenre nicht ganz so beheimatet sind, wird der eine oder andere neue Song vorkommen und teilweise sind die Songs schon sehr anspruchsvoll, dennoch erweist sich "Singstar Rocks" als absoluter Partybrüller und sorgt von der ersten Note an für gute Stimmung. Schnapp dir das Mic und rocke !
Grafik
85%
Sound
90%
Gameplay
85%
Steuerung
89%

Gesamtwertung

89%

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