SingStar Guitar (PS3)

2345 0 3 28. Dezember 2010
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Titel:SingStar Guitar
EAN:0711719193074
System:PlayStation 3
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:Sony Computer Entertainment
Release:2010-10-22

Die Singstar-Reihe ist in diesen Tagen in aller Munde. Nicht nur, weil man gerade zwischen den Feiertagen genügend Zeit hat endlich mal wieder mit Freunden, Bekannten und Verwandten die Nachbarschaft gesanglich zu terrorisieren, sondern auch weil mit “SingStar Guitar” ein neuer Teil der beliebten Serie auf den Markt gekommen ist. Und nicht nur das: Diesmal darf man sich auch mit einem beliebigen Gitarren-Controller seine Fingerfertigkeit unter Beweis stellen. Neugierig wie wir nunmal sind, wollten wir das natürlich genauer wissen…

Schwing die Axt!

Eine eigene Gitarre hat Sony nicht auf den Markt gebracht – stattdessen hat man sich darauf konzentriert die bereits erhältlichen Modelle zu unterstützen und damit beim Käufer zu punkten. Im “Gitarrentraining” kann man diesen neuen Modus zunächst kennenlernen und erkunden und damit seine ersten Erfahrungen machen. Das Tutorial ist einfach gehalten und klar verständlich. Leider ist die Darstellung der zu spielenden Noten nicht ganz optimal – zu klein, zu verwirrend wie wir finden. Hier kann Sony noch etwas verbessern und wir sind uns sicher, dass die Macher dies auch in den kommenden Editionen tun werden.

Wichtig für alle Gesangsakrobaten: Die Songliste. Diese umfasst bei “SingStar Guitar” wiederum 30 Tracks, die ziemlich “speziell” sind. Im Mehrspielermodus braucht man schon eine rockige Truppe, um mit dieser Edition von “SingStar” Freude zu haben. Außerdem sind viele Tracks ziemlich schwer zu singen, kein Wunder – die Interpreten sind Rockröhren vom Feinsten und die Tracks mitunter recht komplex. Jamiroquai’s “Too Young To Die” ist reichlich kompliziert, “Lass die Liebe Regieren” von Madsen etwas zu unbekannt (warum nicht “Du schreibst Geschichte” ? Das kennt jeder!). Auch Muse, David Bowie und Colbie Caillat sind mit eher schwierigen Songs an Bord, andere kennt man wiederum überhaupt nicht. Sagen wir es mal so: Für eine Rock-Auswahl ist die Songauswahl nicht ganz optimal. Da hätte man besser uns im Vorfeld befragt, wir hätten sicherlich eine bessere Zusammenstellung auf die Reihe gebracht.

Dennoch: Das Konzept macht unverändert Spaß und sooo schlecht ist die Songauswahl dann auch nicht. Man sollte dem Genre eben nur zugetan sein, dann klappt das schon. Jetzt ein Blick auf die Gesamtheit an Interpreten…

* 3 Doors Down – Kryptonite
* Auletta – Meine Stadt
* Bloc Party – Helicopter
* Blur – Song 2
* Colbie Caillat – Bubbly
* David Bowie – The Man Who Sold The World
* Die Toten Hosen – Ertrinken
* Elbow – Grounds For Divorce
* Franz Ferdinand – No You Girls
* Ich + Ich – Pflaster
* Jamiroquai – Too Young To Die
* Jennifer Rostock – Kopf oder Zahl
* Kaiser Chiefs – I Predict A Riot
* Kasabian – Fire
* KT Tunstall – Suddenly I See
* Madsen – Lass die Liebe Regieren
* Muse – Supermassive Black Hole
* Pulp – Disco 2000
* Queen & David Bowie – Under Pressure
* Revolverheld – Spinner
* Stereophonics – Just Looking
* The Bosshoss – Go! Go! Go!
* The Clash – Rock The Casbah
* The Cult – She Sells Sanctuary
* The Cure – The Lovecats
* The Raconteurs – Steady As She Goes
* The White Stripes – Fell In Love With A Girl
* Tina Turner – Steamy Windows
* Tokio Hotel – Automatisch
* U2 – Beautiful Day

Wie in einer Karaoke-Show kann man sich zunächst einen Song auswählen und singt nun zu der Musik den Text und die Melodie nach. Am unteren Bildschirmrand läuft hier der Text durch und mit geschickten grafischen Einblendungen, wie einem anwachsenden Balken vor dem Textbeginn, weiß man auch wann man einsetzen muss. Auf dem Bildschirm läuft derweil im Hintergrund das Video zum ausgewählten Song, während im Vordergrund mit Hilfe von Balken, die angeben auf welcher Tonlage man zu singen hat, ausgewertet wird wie gut der Sänger die Passage rübergebracht hat. So kommentiert das Spiel jede gelungene Zeile mit “Cool!”, misratene Versuche hingegen quittiert das game mit “Mies!”.

Damit man das Spiel spielen kann benötigt man neben etwas Talent die SingStar-Mikrofone, die man einzeln oder im Bundle mit einem der Singstar Teile erwerben kann. Wer erstmal im stillen Kämmerlein üben will, der kann dies im Einzelspielermodus tun und hier erstmal frei drauflos singen ohne Konsequenzen (außer vielleicht von den Nachbarn) fürchten zu müssen. Viel unterhaltsamer sind jedoch die Mehrspielermodi, in denen man mit einem Freund gemeinsam ans Mikro muss. Wie gesagt, insbesondere bei Party entwickelt das Spiel so sein ganzes Potential…

Fazit

Die SingStar-Auskopplungen leben von Anbeginn an von der Songauswahl. Diesmal sind wir mit der Auswahl nicht restlos zufrieden. Aber: Im Zweifel einen Blick auf die obige Songauswahl werfen. Wer sich bei dieser Auswahl total angesprochen fühlt darf wieder bedenkenlos zugreifen. Nur weil wir das redaktionsintern anders sehen, muss es ja nicht heißen, dass es auf Jedermann zutrifft. Technisch gibt es an dieser SingStar-Edition sonst wenig auszusetzen, der Gitarrenmodus erscheint uns zwar nicht ganz ausgereift, aber als Abwechslung zum Gesang durchaus geeignet.
Grafik
89%
Sound
50%
Gameplay
60%
Steuerung
89%

Gesamtwertung

69%

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