Rotlicht Tycoon 2

1406 0 0 24. September 2008
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Erotikspiele haben es bei der Fachpresse in der Regel schwer. Das Game “Rotlicht Tycoon 2” aus dem Hause rondomedia gehört nun aber zweifelsfrei in diese Kategorie, wobei die Erotik sicher einen gewissen Reiz des Spiels als Besitzer eines Bordells ausmacht, dennoch kommt auch gehöriger Anteil Wirtschaftssimulation hinzu. Ob diese Kombination prickelnde Spannung erzeugt und sich somit ein Besuch im eigenen Bordell lohnt zeigt unser Test…

Pimp my Puff

Das Spielprinzip ist schnell umrissen: Der Spieler nimmt die Rolle eines Bordellbesitzers ein, der zu Beginn der insgesamt 10 Missionen lediglich ein Grossraumzimmer vorfindet, ohne jede Einrichtung, nicht mal mit Unterteilungen in Räumlichkeiten. Als erstes ist man gut beraten eine Bar aufzustellen sozusagen als erster Anlaufpunkt der Freier. Zudem kann man mit der Bar auch etwas Geld machen, denn die Getränke gibt’s natürlich nicht für “umme”. Wer will kann als Besuchermagnet auch einen Table Dance Club draus machen und sich einen hübschen Laufsteg samt Silberstange in den Flur stellen.

Natürlich ist das nur die halbe Miete, denn ohne Personal geht es nicht. Das bedeutet in unserem konkreten Fall wir brauchen einen Bartender, eventuell einige Tänzerinnen, aber ganz sicher einige Prostituierte. Diese bewerben sich postalisch im Mitarbeitermenü und anhand deren Aussehen und Fähigkeiten wie Blümchensex, Kamasutra und anderen Qualitätsmerkmalen sollte man dann seine Entscheidung treffen. Klar ist: Je attraktiver die Damen dem Kunden erscheinen und je mehr sie dessen Bedürfnisse erfüllen können, umso mehr wird die Kasse klingeln.

Nachts im Bordell

Natürlich tun es die Angestellten und die Kunden nicht im Flur, weswegen man einige Räumlickeiten einrichten sollte. Schnell dort noch eine Tapete an die Wand gekleistert und ein Bett aufgestellt und schon kanns losgehen. Sehr gut gefallen hat uns in diesem Zusammenhang das Menü bzw. die Steuerung, die auch ohne größeres Studium des Handbuchs schnell erlernbar ist. Das kurze Tutorial reicht da vollkommen aus.

Weniger gut gefallen hat uns, dass es nur 10 Missionen zu erfüllen gibt. Wieso gibt es kein Endlosspiel mit etwas mehr innovativen Elementen? Es könnte ja einiges mehr passieren. Ansonsten hat man bei dem Spiel an alle elementaren Dinge gedacht: Prostituierte, die kündigen, wenn ihnen der Anteil am Gewinn nicht gefällt, Videokabinen, Hygieneartikel und vieles mehr. Leider scheint das den Rechner ganz schön in Anspruch zu nehmen, denn unser Battlefield 2142 taugliches Testsystem ließ sich immer wieder zu Rucklern hinreißen. Ob es an der Grafik lag?

Grafik und Sound

Die Antwort vorneweg: Nein. Zumindest ist die Grafik nicht so bombastisch und mit Special Effects geschmückt, dass man davon ausgehen müßte, dass ein Rechner damit viel Arbeit hätte. Tatsächlich aber beansprucht das Spiel die Rechenpower stärker als angenommen. Visuell bietet “Rotlicht Tycoon 2” solide Hausmannskost, durchaus ansehnliche Räumlichkeiten und nette Animationen. Im Übrigen ist das Spiel weit weniger “sexy” wie man zunächst annehmen könnte. Die Erotik tritt hinter den Wisim-Aspekt zurück.

Soundtechnisch rangiert die Hintergrundmusik auf mittlerem Niveau, fällt zumindest nicht negativ auf. Soundeffekte sind eher Mangelware, in Spielen dieser Art allerdings auch nicht anders zu erwarten und nicht unbedingt notwendig.

Fazit

"Rotlicht Tycoon 2" hat uns überrascht und zwar positiv. Es ist zwar nicht der ganz große Wurf, aber im Vergleich zu anderen Wisims kann sich der Titel durchaus sehen lassen. Schade nur, dass auch stärkere Rechner immer wieder ins Stocken kommen und dass die Missionsvielfalt etwas üppiger hätte ausfallen dürfen. So bleibt es bei 72 Punkten und der Hoffnung auf einen dritten und umfangreicheren Teil.
Grafik
73%
Sound
68%
Gameplay
82%
Steuerung
92%

Gesamtwertung

72%

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