Review: Turn Tack (PC)

756 0 8 25. Januar 2021
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Krokodile, ganz viel Nebel und Kermit, der Frosch? Ganz genau, die ist leicht überspitzt formuliert, das Setting in dem wir uns bei “Turn Tack” bewegen. Denn über die Ausgangslage im Spiel ist zunächst nur wenig bekannt: Ein Mädchen mit leuchtend weißem Haar – es leuchtet tatsächlich so hell, dass sie sich wohl noch nie eine Glühbirne gekauft hat – flieht vor einigen Verfolgern, im Hintergrund ein alter Azteken-Tempel. Wie wir alle wissen, waren die Azteken waren eine Hochkultur in Mittelamerika und so finden wir uns auf der Flucht ganz schnell in einem Dschungel wieder. Dort begegnen und erst die Verfolger, dann Tiger, dann Krokodile und dann kommt Kermit. Ihr seht: Der Kreis schließt sich.

Turn Tack

Doch vorher wollen wir uns noch ausgiebig dem Spielprinzip und den weiteren Eigenschaft dieses Jump-&-Run-Knobelspiel-Adventures widmen. Und dass wir nun gleich ein ganzes Sammelsurium an Genres bemühen mussten, um das Gameplay von Turn Tack genauer beschreiben zu können, kommt nicht von ungefähr. Alle Facetten der genannten Genres nehmen mal mehr, mal weniger Raum ein im Spielgeschehen, wobei die Denksportaufgaben sicherlich die Oberhand behalten. Etwas kompakter formuliert sprechen wir von einem Puzzle Plattformer, der den Spieler durchaus zu fordern weiß. Meistens geht es darum bestimmte Aufgaben, wie beispielsweise das Bereitstellen eines Baumstammes als Brücke über einen kleinen Teich in der richtigen Reihenfolge zu erledigen, um eben nicht von gefrässigen Wildtieren erlegt zu werden. Dass hierbei auch Timing und Geschicklichkeit eine Rolle spielen, dürfte auf der Hand legen, genau dies verleiht jedoch dem Spiel seinen Charme. Denn was sich hier nur profan in Worte kleiden lässt, spielt sich in der Realität sehr unterhaltsam.

Dies ist umso erstaunlicher, denn rein technisch gesehen gäbe es durchaus einiges, was man kritisieren könnte. Schaut man sich unser Gameplay-Video zu Turn Tack an, könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Optik ziemlich farblos, fast schon blass ist. Dies betrifft sowohl die Animationen von Gegnern als auch der Spielfigur selbst und auch die Umgebung, Wasser- und Raucheffekte, alles wirkt (noch) nicht vollends geschmeidig.

Doch genau an dieser Stelle reibt sich der verwunderte Rezensent die Augen und muss festhalten: “Ja, aber es macht einfach Spaß”. Während “Turn Tack” zumindest grafisch hinter vergleichbaren Titeln zurückbleibt, gelingt es dem Spiel dennoch den Rätsel-Junkie in dir anzusprechen – sofern da einer steckt, versteht sich. Genreliebhaber jedoch dürften jedoch bei diesem Spiel durchaus gefordert werden und sich auch nicht vom Fehlen optischen Schnickschnacks abhalten lassen. Auch die Steuerung ist eine, an die man sich erst gewöhnen muss, aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit kommt man damit klar. Die Spielfigur wirkt hier und da ein wenig “behäbig”, ein bisschen langsam. Das aber tut dem Spiel im weiteren Verlauf keinen Abbruch, denn Eile hat man bei den Rätseln in aller Regel eh nicht.

Das Sounddesign fällt ebenfalls unauffällig aus, angefangen bei der eher spärlichen, aber atmosphärisch passenden Hintergrundmusik, bis hin zu den Soundeffekten, die sich stets gut ins Spielgeschehen einbeten.

Fazit

"Turn Tack" ist hinsichtlich einer Wertung gar nicht so leicht einzustufen. Auf der einen Seite kann es grafisch und steuerungstechnisch nicht mit anderen Vertretern seiner Zunft mithalten. Auf der anderen Seite hat es technisch wiederum keinen echten "Mangel", dem man dem Spiel nun massiv ankreiden könnte. Stattdessen - auf eine fast schon verwunderliche Weise - gelingt es dem Game den passionierten Denksport-Spieler irgendwie in seinen Bann zu ziehen. Man möchte weiterspielen, wissen was als nächstes kommt. Und so entwickelt sich "Turn Tack" am Ende trotz der Optik zu einem empfehlenswerten Puzzle Plattformer für alt und jung.
Grafik
65%
Sound
72%
Gameplay
80%
Steuerung
71%

Gesamtwertung

73%

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