Review: The Tenants

796 0 7 2. April 2021
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Fans von Aufbau- und Managementsimulationen aufgepasst: Denn wer schon immer mal auf dicke Hose in Sachen Immobiliengeschäfte machen wollte, der bekommt jetzt die Chance dazu. Mit “The Tenants” wirst nämlich du zum Immobilienmagnaten und ganz nebenbei kannst du beweisen, welches riesige Talent du als Innenausstatter besitzt. Ob das Ganze Spaß macht und wie es sich so spielt, finden wir jetzt gemeinsam heraus.

The Tenants

“The Tenants” ist seit 25. März 2021 auf Steam erhältlich und befindet sich derzeit noch im Early Access Stadium. Das Sandbox Game rund um Immobiliengeschäfte ist also noch nicht ganz fertig und richtet sich derzeit an Spieler die die Reise der Entwicklung begleiten möchten. Ungeachtet dessen bietet das Spiel schon jetzt einen sehenswerten Spielumfang, dementsprechend steigen wir jetzt erstmal in die Basics ein.

Du wirst zum Immobilien-King!
Als Spieler übernimmst du die Rolle eines Vermieters und dies bedeutet wiederum, dass du die Wohnungen, die du kaufen wirst, um sie zu vermieten, erstmal in Schuss bringen musst. Das Tutorial bietet hier einen guten ersten Eindruck von diesem Schwerpunkt des Spiels. Du steuerst hierbei deinen Onkel, der zunächst einige Hinterlassenschaften der Vormieter beseitigen muss, also wird die Wohnung erstmal gereinigt, kaputtes Mobiliar entsorgt oder repariert und die Wohnung als Ganzes renoviert. Danach geht es an die Innenausstattung und hier kannst du dann deinen guten Geschmack unter Beweis stellen. Was darf es sein? Parkett, Linoleom oder eine Fliese? Und welche Farbe soll die Tapete bekommen? Wähle aus derzeit bis zu 64 Boden- und 64 Wandmustern aus und kümmere dich dann um das Interieur. Der Mieter benötigt natürlich ein Bett, eine Toilette, eine Dusche und vieles mehr, was eine Wohnung auszeichnet. Um aus den vier Wänden dann ein eigenes Zuhause zu machen, kümmerst du dich abschließend noch um etwas Dekoration in Form von Pflanzen, Postern und sonstigen Accessoires.

Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.
Diese Innenraumgestaltung macht einen Großteil des Spiels aus. Zunächst nimmst du Aufträge in fremden Wohnung an und arbeitest dich dabei durch verschiedene Todo-Listen, denn die Eigentümer haben natürlich ganz eigene Vorstellungen davon, wie ihre Wohnung aussehen soll. Gelingt es dir diese Anforderungen zu erfüllen, bekommst du nicht nur Geld, sondern ggf. auch einen Bonus für schnelles und gelungenes Einrichten. Im Verlauf des Spiels kommst du so mit der Zeit auch an sog. Elite-Verträge heran, die noch mehr Geld einbringen. Mach dich aber darauf gefasst, dass diese Eigentümer teilweise sehr spezielle Anforderungen haben.

Die Mieter zicken rum…

Immobilienhandel ist eine Kontaktsportart.
Sobald du deine erste eigene Wohnung besitzt, wirst du diese auch an einen Interessenten vermieten. Dazu führst du Gespräche mit ihm durch, kannst ggf. auch einen Backgroundcheck hinsichtlich seiner Polizeiakte durchführen lassen und wenn dir alles soweit zusagt, könnt ihr einen Mietvertrag aushandeln. In der Folge wird sich dein neuer Mieter allerdings immer wieder bei dir melden, denn kaum hat er ein Problem, denkt er natürlich zunächst an dich. Rattenplage? Kein Problem, wir stellen die Fallen auf. Wasserschaden? Das kriegen wir hin. Defekte Elektronik? Reparieren wir natürlich auch. Kurzum: Das Telefon steht fortan nicht mehr still und je mehr Mieter du hast, umso mehr gibt’s zu tun. Das kannst du alles selbst mit Hilfe deines Onkels erledigen, gewisse Aufträge lassen sich allerdings auch an Handwerker delegieren, natürlich gegen Bares.

Parallelen zu “Die Sims”
Daneben kannst du auch noch Aufträge für andere Vermieter übernehmen. Du kannst dich beispielsweise um die Mieter anderer Wohnungseigentümer kümmern und mit diesem “Babysitting” dafür sorgen, dass auch diese Mieter glücklich bleiben. Auch kannst du für andere Vermieter neue Mieter suchen, die Gespräch führen und den passenden Kandidaten auswählen. All das bringt dir Kohle und mit dieser finanziellen Ausstattung wirst du weitere Wohnungen kaufen, herrichten und so nach und nach zum Immobilien-König. Parallelen zu “Die Sims” sind im Gameplay durchaus enthalten, allerdings eben ohne jegliche Charakter-Entwicklung, sondern eben ein Fokus auf das Einrichten von Wohnungen.

Grafik, Sound und Steuerung
Das ist alles sehr unterhaltsam, allerdings muss man auch sagen, dass speziell im Early Access eine gewisse Routine eintritt nach einer Weile. Es ist anzunehmen, dass durch zusätzliche Inhalte das Spiel noch abwechslungsreicher wird, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt wiederholen sich bestimmte Teile des Spiels relativ schnell. Die Steuerung ist sehr gelungen und gibt kaum Anlass zur Kritik, allein die Sensitivität der Tastatur beim Navigieren über die Wohnung könnte stellenweise noch optimiert werden. “The Tenants” kann technisch insbesondere bei Grafik und Sound punkten. Optisch präsentiert sich das Spiel in einer schicken polygonalen Comic-Optik und bietet eine Vielzahl liebenswerter Details. Allein im Early Access Stadium gibt es beispielsweise 546 Möbelstücke zu bestaunen. Auch soundtechnisch kann das Spiel überzeugen und liefert einen unterhaltsamen Soundtrack, gepaart mit guten Soundeffekten.

Fazit

"The Tenants" ist genau das Richtige für jeden, der den "Charakterkram" bei "Die Sims" nervig findet und am liebsten die ganze Zeit virtuelle Wohnungen dekorieren möchte. Das Spiel kann bereits im Early Access Stadium überzeugen und wir sind sicher, dass sich das Spiel in den kommenden Monaten noch großartig entwickeln wird. Einziges Manko: Der Spielumfang bietet momentan noch nicht genügend Abwechslung. Da hoffen wir noch auf Besserung.
Grafik
88%
Sound
88%
Gameplay
81%
Steuerung
80%

Gesamtwertung

85%

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