Review: Ratchet & Clank: Rift Apart (PS5)

500 0 8 14. Juni 2021
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Es gibt Spiele, die werfen einen Schatten voraus – “Ratchet & Clank: Rift Apart” ist ein solcher Titel. Denn das Spiel setzt nicht nur eine Tradition fort, die bereits zu PS2-Zeiten ihren Ursprung hatte, sondern der neueste Ableger von Ratchet & Clank auf Sonys neuester Konsole stellt wiederum einen echten Generationssprung dar.

Ratchet & Clank: Rift Apart

Ein bisschen Entstehungsgeschichte…
Das erste Spiel der Reihe erschien bereits im Jahr 2002 und der Klassiker aus dem Hause Insomniac Games wurde auch in den Folgejahren konsequent weiterentwickelt. Insbesondere die ersten drei Teil (allesamt PS2) zählen zu den Klassikern des Genres und auch in der Folge erschien mit Titeln wie “Ratchet & Clank: Tools of Destruction” (2007), “Secret Agent Clank” (2008) oder “Ratchet & Clank: Quest for Booty” (2008) und “Ratchet & Clank: A Crack in Time” (2009) praktisch jährlich ein neuer Titel zur Serie. Eine besondere Zäsur stellte das PS4-Remake dar, welches die Veröffentlichung des Ratchet-&-Clank-Kinofilms begleitete und auf der PS4 eine neue Ära des quirligen Mechanikers und seines immertreuen Roboter-Assistenten einläutete. Und nun eben der PS5-exklusive Release von “Ratchet & Clank: Rift Apart”. Damit ist die Entstehungsgeschichte in aller Kürze angerissen, widmen wir uns jetzt dem eigentlichen Spiel…

Eine verrücktes Team, ein gemeinsames Ziel
Eine Parade zu Ehren von Ratchet und Clank dient als Grundlage des neuen Abenteuers, denn Clank möchte die Chance nutzen, seinem Freund und Wegbegleiter ein besonderes Geschenk zu machen: Einen reparierten Dimensionator. Wie nicht anders zu erwarten löst dies eine Kette von Ereignissen aus, die letztlich darin münden, dass sich der immerfiese Dr. Nefarious den Dimensionator schnappt, um sich selbst in eine Parallelwelt zu katapultieren, in der er gegen Ratchet und Clank nicht andauernd das Nachsehen hat. Doch im Kampf um das Gerät überschlagen sich die Ereignisse und so landen allesamt in einer alternativen Dimension, in der Nefarious als waschechter Diktator mit eiserner Hand regiert. Zu allem Überfluß verlieren sich Ratchet und Clank im Trubel, bekommen aber immerhin Verstärkung, denn mit “Rivet” lernen wir eine neue Figur und sozusagen das Ratchet-Pendant dieser düsteren Dimension kennen. Das gemeinsame Ziel lautet fortan natürlich: Den bösen Imperator besiegen und das Dimensions-Chaos beenden.

Großartiges Story-Telling
Die Storyline mag etwas wirr klingen ist jedoch ziemlich ausgefuchst und wird im Verlauf des Spiels auch mit einem ordentlichen Detailgrad weitererzählt. Dabei ist gerade die Story so intensiv und tiefgründig wie noch nie zuvor in der fast 20-jährigen Geschichte der Spielereihe. Bedeutet auch: Zahlreiche Zwischensequenzen, viele lustige Dialoge und viele Zeit sich mit den Figuren zu identifizieren. Und gerade in Sachen Humor sind viele Passagen hervorragend gelungen. Nicht selten erwischt man sich dabei wie man herzhaft lachen muss angesichts von irrwitzigen Gesprächen und Slapstick-Einlagen. Man lernt die Spielfiguren in einer Art und Weise kennen, die sowohl für das Genre wie auch für diese Spielereihe einmalig ist. Erfreulicherweise wird die Story jedoch so gut erzählt, dass die vielzähligen Sequenzen dennoch nicht als störend empfunden werden. Zwar findet in gewisser Weise eine Unterbrechung statt (die man umgehen kann, wenn man möchte), aber selten zuvor ist man so umfangreich und stimmungsreich für bestimmte Passagen belohnt worden.

Eine Steuerung zum Niederknien!
Spielerisch mag die Grundrezeptur zwar die dieselbe geblieben sein, aber der Mix aus Ballerei, Jump and Run und ein paar kleineren Geschicklichkeits- und Denkspielaufgaben ist überaus gelungen. Die liegt natürlich nicht zuletzt an der Steuerung, die praktisch keine Wünsche offen lässt. Dies betrifft sowohl die Hüpfeinlagen wie auch die Kämpfe, die allesamt nicht nur schneller sind denn je, sondern auch steuerungstechnisch zu überzeugen wissen. Erstaunlicherweise ist dabei insbesondere der Spagat zwischen Kinderspiel und Erwachsenenunterhaltung sehr gut gelungen und so kann “Ratchet & Clank: Rift Apart” generationenübergreifend gefallen. Für die kleinen Abenteuerer ist das Spiel nicht zu schwer, für die eher “erfahrenen Spieler” aber keineswegs zu leicht oder “zu kindlich”. Natürlich wird viel geballert, auch das Waffenarsenal kann sich sehen lassen und vielschichtig aufgerüstet werden. Dennoch bleibt auch diese Action kindgerecht und wirkt niemals unangemessen oder brutal. Auch die Ballerei kommt dementsprechend spielerisch leicht daher und kann dank der Upgrade-Möglichkeiten auch viele interessante Gameplay-Momente bescheren.

Schicke Optik
Einen Großteil zum Spielvergnügen beitragen kann insbesondere die optische Präsentation, die insbesondere bei langjährigen Wegbegleitern ein Zungenschnalzen auslösen dürfte. Sowohl die Ingame-Grafik wie auch die Optik der Zwischensequenzen ist bahnbrechend gut. Besonderes Lob verdient in unseren Augen die Gesichtsmimik in den Zwischensequenzen, die sicher einen neuen Standard im Genre markiert. Gepaart mit der gelungenen Sprachausgabe, stimmigen Soundeffekten und einer packenden Hintergrundmusik steht dem Spielspaß nichts mehr im Wege.

Fazit

"Ratchet & Clank: Rift Apart" ist das perfekte Beispiel dafür, warum wir Spiele lieben. Natürlich ist der Titel ein Angeber ein Reinkultur und soll zeigen, was man mit einem PS5-exklusiven Release auf der neuen Konsolengeneration erreichen kann. Die Art und Weise wie jedoch in diesem Spiel sowohl technische Aspekte wie auch die Kunst des Storytellings perfektioniert wurden ist beeindruckend. Sicherlich auch für die Konkurrenz und Marktbegleiter. Uns Spieler wird das aber nicht kümmern: Wir dürfen wohl eines der besten Jump & Runs erleben, das bisher veröffentlicht wurde.
Grafik
96%
Sound
94%
Gameplay
96%
Steuerung
97%

Gesamtwertung

96%

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