Review: Ranch Simulator

539 0 3 7. April 2021
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Bist du bereit für eine berufliche Veränderung? Wie wäre es mit einem abwechslungsreichen Job an der frischen Luft? Vielleicht als Bauarbeiter neue Gebäude errichten? Oder als Jäger für das Mittagessen sorgen? Oder als Händler Waren verkaufen und so die Bevölkerung mit dringend benötigten Lebensmitteln versorgen? Und warum nicht alles auf einmal? Denn genau dies verspricht der “Ranch Simulator”. Bauarbeiter. Landwirt. Jäger. Händler. Die Arbeit auf einer Ranch erfordert Vielseitigkeit und so werfen wir heute gemeinsam einen Blick auf diesen Landwirtschfts-Sandkasten…

Ranch Simulator – Der realistische Mehrspieler-Landwirtschafts- und Ranch-Sandkasten; Anbauen, Ernten, Jagen & Aufbausimulator

Der Bauer wird sich hüten, die Eier selbst zu brüten.
Beim “Ranch Simulator” trittst du das Erbe deines Großvaters an, der dir ein heruntergekommenes Gehöft hinterlassen hat und du hast dich offensichtlich dazu entschieden diese Herausforderung anzunehmen und willst aus der Bruchbude wieder einen funktionierenden landwirtschaftlichen Betrieb herstellen. In Form eines kleinen Tutorials lernen wir zunächst die Steuerung und auch die Umgebung etwas genauer kennen. Gesteuert wird das Spiel in einer Kombination aus Tastatur und Maus, wobei sich erfahrene Simulationsspieler recht schnell zurechtfinden dürften. In Form kleiner Quests werden wir zunächst eine Truhe auf dem Dachboden des Hauses entdecken, um dann im Anschluss unser kleinen Jeep auf Vordermann zu bringen. Mit diesem erkunden wir dann auch die kleine Welt in der wir leben, fahren an die Tankstelle, dann zum Fahrzeughändler und decken uns abschließend mit dem Notwendigsten an Baumaterialien ein.

Dreht der Hahn sich auf dem Grill, macht das Wetter, was es will.
Das Spiel, das seit 4. März 2021 auf Steam erhältlich und derzeit noch im Early Access Stadium ist, befindet sich nach den Angaben des Herstellers Toxic Dog und Publisher Excalibur Games offenkundig noch in der Entwicklung und soll in den kommenden 8 bis 12 Monaten noch im Early Access bleiben, um gemeinsam mit der Community das bestmögliche Spieldesign zu entwickeln und zu verfeinern. Das Spiel mag sich zwar noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden, dennoch kann man auch in unserem Gameplay-Video zum “Ranch Simulator” schon gut erkennen, dass es sich bereits jetzt um ein vollwertiges Spiel mit einem spielenswerten Gesamtumfang handelt, der in den kommenden Monaten noch anwachsen dürfte.

Ist der Bauer völlig blank, gehört der Hof wohl bald der Bank.
Wie im wahren Leben sind wir auf unserem Bauernhof von Einnahmen abhängig. Während wir also unseren kleinen Hühnerstall errichten und uns im Laufe des Spiels verschiedene Stallungen und auch diverse Varianten unseres Wohnhauses aufbauen können, müssen wir gleichzeitig unsere landwirtschaftlichen Erzeugnisse im besagten General Store verkaufen. Also beliefern wir den Laden mit den Eiern unserer Hühner, dem Holz aus eigener Fabrikation oder auch mit Fleischerzeugnissen, denn unter anderem können wir in der Open World von “Ranch Simulator” auch auf die Jagd gehen und Hirsche oder Wölfe jagen. Und das können wir nicht nur allein tun, sondern auch in einem 4-Spieler-Coop-Modus.

Auf den Juni kommt es an, wenn die Ernte soll bestahn.
Optisch präsentiert sich das Spiel dank der Unreal 4 Engine mit einer ansehnlichen Grafik inkl. Tag- und Nachtwechsel, umfangreicher Charactererstellung und sehenswerten Animationen. Auch das Sounddesign ist unterm Strich überzeugend, dies gilt sowohl für die Country-Hintergrundmusik im Menü, als auch für die Soundeffekte, die sich gekonnt ins Spiel einbetten. Die Steuerung ist im Wesentlichen selbsterklärend, allerdings müssen wir die Steuerung der Fahrzeuge etwas bemängeln, da sich diese im Vergleich zu anderen Simulationen oder auch zu Rennspielen viel zu stark bzw. zu empfindlich lenken lassen. Das ist so auch im Ranch Simulator Lets Play zu sehen.

Licht und Schatten

Es bringt dem Winzen guten Wein, an Himmelfahrt der Sonnenschein.
Kommen wir damit abschließend auch noch zu ein paar offenen Worten in Bezug auf einige kritische Aspekte des Spiels, die nicht unerwähnt bleiben sollten. Wie gesagt: Der “Ranch Simulator” ist noch im Early Access – das bedeutet, da kann sich noch einiges tun, aber rezensieren kann man nur das, was momentan vorliegt. Hier fällt auf, dass es einige “Kleinigkeiten” gibt, die noch etwas Feintuning verdient hätten. Beispielsweise bereits im Tutorial die Rasenmäher-Quest, bei der man einen bestimmten Bereich mähen soll und erst durch Herumprobieren herausfindet, dass man mit dem Aufsitzmäher einfach nur über die Fläche fahren muss, ohne ihn in jedweder Form zu aktivieren. Hier fehlt es noch an etwas Feinschliff bei der Anleitung des Spielers. Das Balancing in Bezug auf Einnahmen durch landwirtschaftliche Erzeugnisse und Ausgaben für Benzin, Baumaterialien und Sonstiges ist ebenfalls noch nicht ausgewogen. Auch das Einkaufen im General Store ist “gewöhnungsbedürftig”. Der Laden hat sehr beschränkte Öffnungszeiten, die Kassiererin spielt nur am Handy rum, den Einkauf tätigt man komplett an einem Automaten und die gekauften Waren liegen dann zur Mitnahme auf dem Boden. Ehm, warum? Ein Regal wäre zuviel des Guten gewesen?

Frösche auf Stegen und Wegen deuten auf baldigen Regen.
Zudem beschränkt sich das Spiel momentan noch sehr stark auf das besagte Gehöft, denn in der weiteren Open World gibt es mit Ausnahme der besagten Händler noch nicht viel zu entdecken. Speziell bei dem letzten Punkt hoffe ich noch auf Besserung, denn hier liegen ja ungeahnte Möglichkeiten. Beispielsweise könnte man Arbeiten für andere Landwirte in der Gegend erledigen, hier und da ein paar verborgene Schätze vergraben oder aber Nebenmissionen einflechten, die den Spielspaß massiv steigern. Jeder Spieler wird noch eigene Ideen entwickeln können, die dank der Community vielleicht in die finale Version Einzug halten, momentan jedoch beschränkt sich das Spiel auf einige Basis-Inhalte. Insofern hat auch diese Review eine gewisse Aussagekraft, aber man wird sich das Spiel im Lauf der kommenden Monate nochmals zur Brust nehmen müssen, um hier abschließend berichten zu können.

Fazit

Die gute Nachricht: Der "Ranch Simulator" macht wirklich Spaß. Ich kann mir vorstellen, dass das Spiel mit zunehmender Entwicklungsdauer noch an Umfang und Qualität zulegen wird und dann wird das Spiel sicherlich seine Fans finden und auch eher zurückhaltende Landwirte überzeugen können. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist der "Ranch Simulator" allerdings noch schwierig zu bewerten, weswegen an dieser Stelle ausnahmsweise auf eine Bewertung in Zahlen verzichtet wurde. Dafür erscheint mir das Spiel noch nicht weit genug und eine niedrige Punktzahl wird dem Spiel dann allerdings sicher nicht gerecht. Kurzum: Alle, die den Weg der Entwicklung mitgehen und ggf. auch mitgestalten möchten, sollten durchaus mit einem Kauf liebäugeln, denn der "Ranch Simulator" hat definitiv Potential. Alle anderen können auch noch ganz entspannt zuwarten, bis wir uns das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt nochmals ansehen.


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