Review: Prison Architect: Going Green (“Grüne Initiative”)

365 0 5 17. März 2021
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Die Community an Hobby-Teilzeit-Gefängnis-Architekten ist bereits groß und dürfte jetzt nochmals einen ordentlichen Schub aus dem Lager der Öko-Aktivisten erfahren, denn mit dem “Prison Architect: Going Green”-DLC bekommen wir nicht nur Gelegenheit modernste Gefängnisse zu errichten, sondern dies auch noch in besonders umweltverträglicher Art und Weise zu tun. Da haben wir uns die Bio-Pantoffeln angezogen und uns selbst ein Bild gemacht von…

Prison Architect: Going Green

Der DLC “Going Green” wird im Spiel zunächst mal als “Grüne Initiative” vorgestellt und genau das ist es auch. Denn mit dem DLC setzen Paradox Interactive und Double Eleven ein digitales Zeichen für mehr Umweltschutz oder zumindest Öko-Bewusstsein, zumindest im Kontext des Strafvollzugs. Während sich am grundsätzlichen Spielprinzip des Hauptspiels, nämlich dem Aufbau und Betrieb eines möglichst perfekten “Knasts” nichts ändert, ergänzt der DLC das Spiel um einige Facetten aus dem Bereich des Umweltschutzes bzw. des Umweltbewusstseins.

Eine der wichtigsten Ergänzungen ist sicherlich das Farmen. Mit dieser “Landwirtschaft hinter schwedischen Gardinen” können deine Insassen fortan Kartoffeln, Weizen, Äpfel und einiges mehr im Innenhof und Gartenanlage deiner Anstalt anbauen. Die gewonnenen Waren lassen sich dann verkaufen oder aber auch in der eigenen Küche verarbeiten, um hungrige Mäuler zu stopfen. Was im ersten Moment einfach nur entspannt klingt, sorgt direkt und indirekt für Arbeit: Direkt, weil man die Felder natürlich erstmal anlegen muss. Indirekt, weil sich Orangen auch exzellent als Schmuggelware eignen. Ja, richtig gehört – denn das angebaute Gemüse und auch so manche Kräuter werden zu begehrter “heißer Ware” und das nicht nur, weil man einen ordentlichen Schnaps daraus brennen kann. Kurzum: Deine Wache bekommen etwas mehr zu tun.

Im Großen und Ganzen wirkt die Gartenarbeit jedoch beruhigend auf die Insassen und bietet eine positive Freizeitbeschäftigung. Das kann den Frieden innerhalb der Gefängnismauern fördern oder gar zementieren. Mit Hilfe von Obstgärten, Farm-Feldern und Gemüse-Kleingärten können deine Insassen den grünen Daumen kultivieren. Die Krönung in Sachen Umweltschutz sind aber natürlich Solar-, Wind- und Solar/Wind-Hybrid-Stromquellen, die mit dem DLC Einzug halten. Oder etwas plastischer formuliert: Wäre es nicht “großartig”, wenn der Strom für die nächste Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl aus einer erneuerbaren Quelle käme? Ihr seht schon: “Going Green” eröffnet interessante Denkweisen.

Technisch ist der DLC gekonnt ins Spiel eingebettet. Mit Hilfe von zusätzlichen Aufgaben, signalisiert mit einem grünen Blatt, lassen sich nun weitere zusätzliche Ziele der “Grünen Initiative” im Spiel anvisieren. Prison Architect: Going Green ist ab sofort auf Paradox Plaza, Steam, GOG, Origin, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 9,99 Euro erhältlich. Zusammen mit “Going Green” wird “The Glasshouse” eingeführt, ein kostenloses Inhalts-Update, das für alle Prison Architect-Spieler verfügbar ist.

Fazit

Der DLC "Prison Architect: Going Green" verpasst dem Hauptspiel nochmals eine gänzlich neue Dimension und verleiht dem ohnehin schon umfangreichen Spiel, nochmals eine ordentliche Palette an zusätzlichen Aufgaben und Objekten. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ausgesprochen fair, insofern steht auch deinem grünen Daumen kaum noch etwas im Wege.

Gesamtwertung

80%

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