Review: Potentia

881 0 8 11. Februar 2021
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Am heutigen 11. Februar 2021 erscheint der postapokalyptische Third-Person-Shooter “Potentia”, den wir bereits seit einigen Tagen im Rahmen eines ausführlichen Lets Play auf Herz und Nieren testen durften auf Steam. Heute, am Release-Tag wird nun abgerechnet und wir berichten euch, wie es denn nun war in der Haut von Victor zu stecken und uns in einer feindlichen Welt durchzuschlagen…

Potentia

Eine unbekannte Energiewaffe traf die Stadt…
Werfen wir zunächst einen Blick auf die Rahmenhandlung. Die Menschen feierten das Kriegsende und die ganze Stadt war wie ein Festivalgelände. Victor, der sich mit seiner Frau Anna treffen wollte, ahnte aber nicht, dass sich dieser fast schon friedliche Eindruck schon sehr bald ändern sollte. Spätestens als er durch die in Flammen stehende U-Bahn rannte musst ihm allerdings dämmern, dass der Krieg keineswegs vorbei war. Die Hoffnung auf Frieden würde mit den meisten Menschen um uns herum verschwinden. Eine unbekannte Energiewaffe traf die Stadt, Gebäude und Infrastruktur bleiben erhalten, Tiere und Pflanzen ebenso, aber die Menschen lösten sich in Luft auf. Jeder scheint verschwunden zu sein. Es ist niemand da draußen, außer natürlich den Gegnern – die blieben “natürlich” unversehrt.

Das Spiel, das noch immer den Hinweis “Work in Progress” mit sich trägt, wird sich auch in dieser Richtung sicherlich noch entwickeln, macht seine Sache in Bezug auf die Steuerung ansonsten aber ganz gut.
Mit diesem Setting stürzen wir uns als Victor ins Spiel und lernen zunächst nur leicht mit einer Brechstange bewaffnet wie man die Feinde ausschaltet. Einfach von hinten anschleichen und auf leisen Sohlen einen neuen Scheitel ziehen – das klappt in aller Regel auch dank der gelungenen Steuerung ganz gut, allerdings klappt es eben nicht immer mit den “leisen Sohlen” und so ist man dann doch froh auch recht schnell in den Besitz einer Schusswaffe zu kommen. Hier offenbaren sich dann allerdings auch die ersten leichten Schwächen, denn während beispielsweise das Fadenkreuz auf den Gegner zielt und man selbst hinter einem Objekt etwas Schutz sucht, kann es gut sein, dass man dennoch seine Schutzwand anschießt und der Gegner sich förmlich kringeln muss vor Lachen. Auch der “Infight” zählt jetzt nicht unbedingt zu den Stärken des Spiels, zu oft haben wir uns dabei erwischen müssen, wie wir inmitten hitziger Situation nicht das tun konnten, was wir tun sollten. Dennoch: Das Spiel, das noch immer den Hinweis “Work in Progress” mit sich trägt, wird sich auch in dieser Richtung sicherlich noch entwickeln, macht seine Sache in Bezug auf die Steuerung ansonsten aber ganz gut.

Das wirkt alles sehr überzeugend und stimmungsvoll.
Auch optisch bekommt der Spieler durchaus eine sehenswerte Szenerie geboten. Egal, ob nun die verlassene Stadt mit ihrer postapokalyptischen Atmosphäre zu Beginn des Spiels oder auch später bei den Sequenzen im Wald – das wirkt alles sehr überzeugend und stimmungsvoll. Gleiches gilt auch für die Animationen von Victor und den anderen Charakteren – zumindest während des Spiels, denn leider können insbesondere die Zwischensequenzen da nicht auf ganzer Linie mithalten. Dies liegt nicht nur an der grafischen Darstellung, sondern auch an den Dialogen, die teilweise etwas “spröde” wirken. Aber wie gesagt: Insbesondere im Spiel selbst bekommt man grafisch einiges geboten, was auch erfahrene Spieler durchaus zu würdigen wissen.

Mit der Zeit bekommt Victor genretypisch immer bessere Waffen in die Hand, erst eine Schrotflinte, dann später beispielsweise auch einen Bogen mit dem man Gegner dann auch ohne Geräuschentwicklung beseitigen kann. Nachtsichtgeräte, Granaten, Health-Packs – es wird alles geboten, was den Third-Person-Shooter-Fan begeistern dürfte. Was wir ein bisschen vermisst haben, ist die Möglichkeit mit der Umgebung mehr zu interagieren. Beispielsweise hätten wir es schön gefunden – und sei es nur um Achievements zu ergattern – wenn man Dinge hätte sammeln können. Auch stehen förmlich überall Kisten rum, die man nicht öffnen kann, um sich beispielsweise mit neuer Munition, neuen Klamotten oder sonstigem Krims-Krams zu versorgen. Klar – solche Features müssen nicht sein, aber wenn man beispielsweise minutenlang durch ein Waldstück streift, wäre dies ggf. durchaus etwas gewesen, was dem Spiel noch mehr Spieltiefe verliehen hätte. Das aber ist auch schon Meckern auf hohem Niveau.

Fazit

Der postapokalyptische Third-Person-Shooter "Potentia" macht einfach Bock. Wir gehen stark davon aus, dass sich das Spiel in den kommenden Wochen und Monaten noch deutlich verbessern dürfte, immerhin arbeitet der Entwickler Wily Pumpkin immer noch fleißig an den Features. Und wenn hier und da noch etwas an den Schräubchen gedreht wird, dann sind wir sicher, dass das Spiel seine Fans finden wird.
Grafik
79%
Sound
85%
Gameplay
78%
Steuerung
83%

Gesamtwertung

80%

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