Review: Nebuchadnezzar

718 0 8 4. März 2021
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Du hättest mal wieder Lust auf eine ganz klassische Aufbausimulation? Eine Städtebausimulation, die eher in die Richtung von “Civilization” geht und dabei auch in Puncto Linearität Akzente setzt? Dann wäre ggf. “Nebuchadnezzar” ein Kandidat für deine Spielesammlung, denn die Wirtschaftssimulation aus dem Hause Nepos Games, die seit 17. Februar 2021 auf Steam erhältlich ist, verspricht genau dieses. Wir haben uns das Game auch im Rahmen einer Lets Play Reihe genauer angesehen und verraten euch wie es war, die geheimnisvolle Geschichte und Kultur des alten Mesopotamiens zu erleben.

Nebuchadnezzar

…primär eine Wirtschaftssimulation
…”Nebuchadnezzar” ist primär eine Wirtschaftssimulation (darauf liegt definitiv der Fokus) mit einer ausgeprägten Städtebau-Komponente. Das Grundprinzip des Spiels zu durchschauen ist dabei recht simpel, insbesondere wenn man vielleicht schon den einen oder anderen Genrevertreter gespielt hat. Zeitlich teleportiert ins antike Mesopotamien ist es fortan unsere Aufgabe unser Volk mit Nahrung und sonstigen Lebensmitteln zu versorgen, den Nomaden eine feste Unterkunft zu errichten und allerlei Probleme zu lösen, die sich daraus wiederum entwickeln. Das Tutorial führt den Spiel recht behutsam an die Grundmaterie des Spiels heran und so lernen wir recht schnell, wie man Häuser, Farmen, Lager und weitere Produktionsstätten errichtet und wie das mit dem Warentransport funktioniert.

…macht einfach Spaß.
Genretypisch wird das Spiel mit zunehmender Spieldauer auch immer komplexer und nach einigen Missionen ist man als Spieler dann auch mehr oder weniger auf sich gestellt und muss eben schauen, wie man seine Stadt weiterentwickelt. Die Häuser beispielsweise lassen sich in vier Stufen ausbauen. Einmal errichtet (Stufe 1) benötigen Sie beispielsweise den Zugang zu Lebensmitteln, um eine Stufe anzusteigen. Also errichten wir diverse Produktionsstätten, ganz konkret eine Farm für Milch, einen Brunnen für Wasser, Getreidehöfe, die das Korn anbauen und eine Bäckerei, um die notwendigen Lebensmittel herzustellen bzw. zu fördern. Mit dem kleinen Markt legen wir dann die Grundlage für die Verteilung der Güter, denn mit den entsprechenden Arbeitskräften und passenden Router verteilen wir die Nahrungsmittel in unserer noch jungen Siedlung. Das Spiel baut sich in dieser Phase sehr angenehm auf und macht einfach Spaß.

Vom Umfang her tut sich beim Spiel noch einiges…
Die Lernkurve ist recht angenehm, auch bietet das Spiel ausreichend Komplexität für erfahrene Spieler, der Mix erscheint uns dahingehend ganz gelungen. Aber klar, alles wird immer komplexer und so steigt mit der Zeit auch die Wahrscheinlichkeit, dass man auf immer mehr Probleme trifft, beispielsweise durch die Umweltverschmutzung oder auch durch die Ansprüche unterschiedlicher Gesellschaftsklassen. Irgendwann ist dementsprechend ein Punkt erreicht, an dem man entweder schon vorher ein Profi in dem Genre war oder aber eben langsam zum Profi wurde. Aber Spiele müssen eben auch herausfordernd sein, insofern passt das schon so. Vom Umfang her tut sich beim Spiel noch einiges, denn der Hersteller arbeitet noch an verschiedenen Features, die für weitere Spielstunden sorgen werden.

Es ist keinesfalls hässlich, aber eben auch keinesfalls Spitzenklasse.
Optisch macht “Nebuchadnezzar” auf uns einen “soliden” Eindruck. Bedeutet im Klartext: Es ist keinesfalls hässlich, aber eben auch keinesfalls Spitzenklasse. Das Spiel wirkt in Bezug auf die Optik ein klein wenig “altbacken”, sowohl hinsichtlich dessen, was da so auf dem Spielfeld passiert, als auch in Bezug auf die Menüs, in denen man sich genretypisch sehr viel tummelt. Wie gesagt: Das soll nun keine verheerende Kritik werden, zumal gerade die Optik bei einer Wirtschaftssimulation nicht an erste Stelle stehen muss, aber dennoch: Das Auge isst bekanntlich mit.

Die Steuerung ist in Ordnung und gibt kaum Anlass zur Kritik. Man findet sich in den Menüs gut zurecht, zum Spielen des Tutorials sei jedoch unbedingt angeraten. Das Spiel ist schlichtweg zu komplex und die Optionen zu sehr in den Menüs verborgen, als dass man ohne Tutorial einen einfachen Spieleinstieg hinbekäme. Die Hintergrundmusik macht ihrem Namen alle Ehre, die Soundeffekte passen zum Spiel und runden das Spielerlebnis gekonnt ab.

Fazit

"Nebuchadnezzar" macht seine Sache gut und präsentiert sich als Wirtschaftssimulation mit Charme und mehr als nur einer Prise Städtebau. Das Spiel macht technisch einen guten Eindruck und macht schlichtweg Laune. Lobenswert ist in unseren Augen vor allem die Tatsache, dass sich der Hersteller auch nach dem Release Mühe gibt weitere Inhalte beizusteuern.
Grafik
68%
Sound
81%
Gameplay
81%
Steuerung
88%

Gesamtwertung

80%

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