Review: Mech Mechanic Simulator

448 0 4 11. April 2021
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Der “Mech Mechanic Simulator” ist kein Spiel wie jedes andere. Früher brauchte man beispielsweise im “Car Mechanic Simulator 2018” oder in “My Summer Car” noch Mechaniker für das eigene Traumauto, aber Autos gehören im “Mech Mechanic Simulator” der Vergangenheit an. Mit so einfacher Technik geben wir uns gar nicht erst ab. Stattdessen erwarten uns nun haushohe Mechs, also gigantische und mächtige Roboter. Aber wie es mit Technik eben so ist: Manchmal spinnt sie rum und so brauchen auch diese fantastischen Metallkreationen gelegentlich etwas Zuwendung und jetzt kommst du ins Spiel…

Mech Mechanic Simulator

Spielprinzip in wenig Worten: Fix the Mech!
Das Spielprinzip ist denkbar einfach und schnell erklärt: Du übernimmst die Rolle eines Mechanikers in einer Mech-Werkstatt und deine Aufgabe wird es fortan sein, die großen Metall-Kolosse zu reparieren. In einem kleinen Tutorial erfährst du zunächst alles Wissenswerte, um schnell in das Spiel einzusteigen. Im Wesentlichen ist der Spielablauf hierbei stets derselbe: Man wählt im Büro der sehr futuristisch anmutenden Werkstatt zunächst einen Auftrag aus, den man übernehmen möchte. Die Aufträge, die zur Auswahl stehen sind in Komplexität und Aufwand recht verschieden, so dass man sich zunächst noch die “low hanging fruits” herauspickt, aber mit der Zeit werden die Jobs natürlich immer knackiger.

Schraube für Schraube, Blech für Blech.
Nach der Auswahl des Jobs wird der zu reparierende Mech durch eine Luke in der Decke der Werkstatt angeliefert und dann gehts los. Nach einer rudimentären Reinigung des Patienten, geht es zunächst an die Fehleranalyse. Was ist denn überhaupt kaputt? Nur ein Käbelchen oder müssen wir den halben Mech austauschen? Ist der Fehler nach dem Scannen einmal diagnostiziert, geht es ans Eingemachte. Die Partien, die einer Überholung bedürfen, werden entfernt und an einer Reparaturstation im wahrsten Sinne des Wortes auseinandergenommen. Schraube für Schraube, Blech für Blech. Erst muss die Verkleidung runter, dann arbeitet man sich nach und nach immer weiter zum betroffenen Teil vor, um dieses dann zu ersetzen.

Immer schön bei der Sache bleiben.
Dieser Ersatz muss natürlich auch erstmal vorhanden sein, zu Beginn des Spiels wird man das Teil nachkaufen müssen, im späteren Verlauf des Gameplays kann man Teile auch reparieren, um sie so wieder in den betroffenen oder in einen anderen Mech einsetzen zu können. Hat man das defekte Teil ausgetauscht/repariert, geht es wieder an die Montage – hierbei sollte man tunlichst nichts vergessen, ansonsten dürfte der Auftraggeber wiederum nicht besonders “amused” sein, was sich beim abschließenden Missions-Debriefing negativ auswirkt, dem Ruf der Werkstatt schadet und insgesamt einfach doof ist.

Tiefenentspannte Doktorspiele an haushohen Robotern.
Diese Grundbeschreibung des Spiels wird durch verschiedenste Facetten noch angereichert, allerdings ist das Game damit im Wesentlichen erklärt. Und auch wenn das nun so einfach klingt, ist es auch genau dies, was den Reiz ausmacht. Der “Mech Mechanic Simulator” ist ein Spiel, das entspannt. Man kann sich durchaus stundenlang mit den virtuellen Bots beschäftigen und diese bis auf die kleinsten Teile auseinandernehmen, einfach nur um ganz relaxed in das futuristische Werkstattleben abzutauchen. Lobenswerterweise darf man die Mechs im späteren Verlauf des Spiels auch mal selbst steuern und mit kleinen Missionen dafür sorgen, dass sie auch wirklich einwandfrei funktionieren. Schließlich wollen die Roboter nach aufwändigen Operationen auch mal neu kalibriert werden. Das sorgt für Abwechslung und macht Bock.

Rumgefummel.
Der “Mech Mechanic Simulator” macht insgesamt vieles richtig, denn die Atmosphäre in der Werkstatt ist stimmig und man kann sich schon etwas reinfühlen. Das ganze “Drumherum” an kleineren “Nebenquests” sorgt für Abwechslung, so dass nicht so schnell Langeweile aufkommt. Optisch kann der “Mech Mechanic Simulator” durchaus überzeugen und steht seinen Genrevertretern und Marktbegleitern in nichts nach. Auch die Soundeffekte sind sehr passend gewählt und können die Stimmung in der Werkstatt transportieren, auch wenn wir uns hier und da vielleicht etwas mehr Hintergrundgeräusche gewünscht hätten. Etwas kritischer sehen wir hingegen die Steuerung, die zwar keineswegs schlecht ist, aber speziell zu Beginn ist alles wirklich ein bisschen “fummelig”, bis man mal den Dreh raus hat. Mit genügend Übung geht die Arbeit dann aber doch gut von der Hand…

Fazit

Genrefans, die auch die bekannten anderen meditativen Werkstatt-Simulatoren lieben und ein Faible für eine Prise Science-Fiction haben, können beim "Mech Mechanic Simulator" eigentlich nichts falsch machen.
Grafik
81%
Sound
82%
Gameplay
82%
Steuerung
75%

Gesamtwertung

80%

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