Review: Jet Kave Adventure (PC)

235 0 7 24. Januar 2021
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Es gibt Spielegenres, die geraten einfach nie aus der Mode. Während nun die meisten Gamer schon unzählige Jump & Run-Games gezockt haben, könnte man meinen, dass es irgendwann einfach genug ist und das jede Neuauflage zwingenderweise kein neues Feuer zu entfachen weiß. Doch genau dies gelingt “Jet Kave Adventure” auf beeindruckende Weise. Liegt wohl ein stückweit in der Natur des Spiels, denn wie der Name schon erahnen lässt, spielt “Jet Kave Adventure” in der Steinzeit und hat somit das Feuer quasi erfunden…

Homo erectus + Aliens = Jet Kave Adventure

Einfache Formel, aber diesem Fall absolut zutreffend. Die Rahmenhandlung, die man sich auch im obigen Review-Video zu “Jet Kave Adventure” ansehen kann, ist schnell erzählt: Der Stammeshäuptling, in dessen frühzeitliche Haut der Spieler schlüpft, wird von seinem Stamm unsanft vertrieben. Doch just in dem Moment in dem unser Held das Weite suchen muss, legt ein Alien-Raumschiff ganz in der Näge eine Bruchlandung hin. Inmitten des Trubels entkommt unser Homo erectus (die Spielfigur ist gemeint, nicht der Spieler) und kann sich erstmal mit der Steuerung vertraut machen (jetzt ist der Spieler gemeint). Mit Hilfe von frühen Höhlenmalereien lernen wir erstmal, wie wir springen, Dinge zerdeppern und in enge Nischen schlüpfen können. Der Spieleinstieg läuft dabei sehr angenehm ab, es bleiben praktisch keine Fragen offen.

Im weiteren Verlauf entdecken wir dann auch das gecrashte Ufo samt Riesen-Alien und kommen ganz nebenbei in den Besitz einer Art Jet-Packs, mit dem wir fortan nicht mehr nur springen, sondern auch über kurze Strecken fliegen können. Das ist dann auch schnell nötig, denn die zu überwindenden Gräben werden zu Schluchten und auch die einzusammelnden Muscheln hängen immer höher. Diese Muscheln wiederum lassen sich im Urzeit-Shop für Upgrades und Erweiterungen seines Equipments einsetzen. Das wird auch nötig sein: Mit der Zeit kommen immer mehr variierende Gegner aus ihren Löchern hervor, was für Unterhaltung und Abwechslung sorgt. Auch verschiedene Boss-Fights steuern ihren Beitrag dazu bei, wie auch Auto-Runner-Sequenzen, also Abschnitte in denen man ohne zu stoppen einer bestimmten Strecken folgen und der Spieler dabei Hindernissen ausweichen muss ohne draufzugehen, sorgen für Herausforderung und Action gleichermaßen. Vier Welten und insgesamt 36 Level erwarten den Steinzeit-Anwärter, dazu kommen 30 unterschiedliche Gegnerarten und ein Spiel, welches natürlich zunehmend an Komplexität und Herausforderungen gewinnt, ohne dabei unfair zu werden.

Schöner Plattformer

Optisch ist “Jet Kave Adventure” ein echter Hingucker. Im Stile eines 2,5D-Abenteuers sind wohl die Hauptfigur als auch die Gegner sehr liebevoll animiert. Mit sehenswerten Zwischensequenzen wird auch die Handlung weitererzählt, wobei der Humor natürlich nicht zu kurz kommt. Die Gegenstände und auch die Hintergründe sind sehr detailverliebt in Szene gesetzt worden, einziges kleines Manko wären aus unserer Sicht die Ränder des Hauptdarstellers in den Zwischensequenzen, die vielleicht eine Spur besser in die Hintergründe hätten integriert werden können, aber das ist nun wirklich schon Meckern auf höchstem Niveau.

Soundtechnisch gibt es wiederum rein gar nichts zu meckern: Sowohl die Hintergrundmusik, als auch die Soundeffekte passen wie die Ur-Faust aufs Ur-Auge und lassen keine Wünsche offen.

Fazit

"Jet Kave Adventure" erfindet das Spielegenre des Jump & Runs ganz sicher nicht neu. Vieles, was man so sieht erinnert hier und da an "Donkey Kong Country", was sicherlich ein stückweit auch so gewollt ist. "Jet Kave Adventure" punktet jedoch mit dem ganzen Charme, den man mit dem Genre verbindet. Dem Spiel gelingt es einfach die richtigen Knöpfe zu drücken, das richtige Spielgefühl zu entfalten. Prädikat: "Archäologisch wertvoll".
Grafik
83%
Sound
90%
Gameplay
81%
Steuerung
86%

Gesamtwertung

85%

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