Review: It takes two (PS4)

910 0 4 16. April 2021
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Bei “It takes two” ist der Name Programm. Denn dieses Plattformer-Adventure fokussiert sich auf den kooperativen Mehrspielermodus mit zwei Spielern. Das ist ein eher ungewöhnlicher Ansatz in der Spielebranche, jedoch sind die Entwickler von Hazelight in dieser Hinsicht kein unbeschriebenes Blatt, denn mit “A Way Out” hat die Spieleschmiede bereits gezeigt, dass diese Ausrichtung zu neuartigen Spielkonzepten und ungeahnten Möglichkeiten führt. Mit “It takes two” setzt man diesen Weg nun konsequent fort und auch wir haben es uns nicht nehmen lassen, einen Teil des Weges mitzugehen…

It takes two (PS4)

Es braucht zwei!
Die Geschichte handelt von Cody und May, einem Ehepaar, das sich nach vielen Streitereien dazu entschieden hat, sich scheiden zu lassen. Tochter Rose ist davon allerdings alles andere als begeistert und wie durch Zauberei landen die Eltern im Körper von zwei selbstgebastelten Puppen. Der einzige Ausweg: Sie müssen zusammenarbeiten, um einen Ausweg zu finden und wieder die Kontrolle über ihren realen Körper zu erlangen. Okay, das klingt echt kitschig, aber die erzwungene Paartherapie ist spielerisch gut erzählt und holt einen auch emotional ab. Der Großteil des Spiels findet an einem Splitscreen statt.

Spektakulär!
Der 3D-Plattformer verlangt von den Spielern natürlich jede Menge Fingerfertigkeiten an den Controllern, ist dabei insbesondere in Hinblick auf seine Spielideen spektakulär. Natürlich wird auf der einen Seite genretypisch viel gerannt und gesprungen, aber Kommunikation und Abstimmung zwischen den Spielern ist unbedingt notwendig und findet bei “It takes two” in einem Ausmaß statt, das man so noch nie gesehen hat. Teamwork war selten so zentral in einem Gameplay verankert, wie in diesem Spiel und genau dies macht “It takes two” zu einem einzigartigen Spielerlebnis.

Darf’s ein bisschen mehr Tiefgang sein?
Im Verlauf des Spiels lernt man die Protagonisten immer besser kennen, inklusive all ihrer Fähigkeiten und Talente, aber auch mit einigen Schattenseiten. Dieses Kennenlernen von Cody und May ist bei weitem nicht so oberflächlich wie in vergleichbaren Spielen und sorgt für einen ungemeinen Tiefgang. Gleichzeitig ist der Tiefgang der Storyline für einige Spieler sicherlich auch der einzige echte Kritikpunkt am Game, denn wer “nur mal eben zocken will”, bekommt vielleicht etwas mehr Emotionen geboten, als man sich sich das vorgestellt hat.

Nach 12 bis 15 Stunden ist Schluss.
Die Schauplätze sind ungemein abwechslungsreich, sowohl in Puncto Spieldesign, als auch in Bezug auf die optische Präsentation. Auch die Spielfiguren und deren Animationen wissen zu gefallen und überzeugen auf ganzer Linie. Ein besonderes Lob verdient auch die Hintergrundmusik, der es gelingt mal dezent im Hintergrund “vor sich hinzuplätschern”, um sich an passender Stelle dramatisch in den Vordergrund zu werfen und mit mal filigranen, mal bombastischen Soundeffekten Akzente zu setzen. Die Steuerung ist ebenfalls gelungen, einzig die Kameraperspektiven können einem hier und da mal ein leuchtes Seufzen entlocken. Will man unbedingt noch nach weiteren Haaren in der Suppe suchen, dann müsste man noch die Spielzeit von so etwa 12 bis 15 Stunden anführen. Das ist jetzt zwar nicht “zu kurz”, aber einmal ins Spiel eingetaucht, wünscht man sich kein Ende mehr.

Abschließend noch ein Hinweis für alle, die jetzt schon darüber nachdenken, sich das Spiel zu holen: „It Takes Two“ ermöglicht zwar Cross-Gen-Gameplay (also zwischen PS4 und PS5) allerdings kein plattformübergreifendes Spielen. Nicht schlimm, aber man muss es bedenken.

Fazit

Man darf sich aus dem Fenster lehnen: "It takes two" ist mit Sicherheit einer der besten 3D-Plattformer seit langem und insbesondere durch seine stringente Ausrichtung auf zwei Spieler in diesem Segment eines der besten Spiele überhaupt. Wer gerade nach einem Vertreter dieses Genres sucht und dabei speziell an unterhaltsame Stunden zu zweit denkt, der darf ohne zu zögern zugreifen.
Grafik
90%
Sound
92%
Gameplay
92%
Steuerung
91%

Gesamtwertung

91%

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