Review: EQI (Switch)

421 0 2 1. Juni 2021
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Wenn man die Welt von “EQI” betritt, kann man recht schnell das Gefühl für oben und unten verlieren. Denn in dem Geschicklichkeits- und Denkspiel-Mix geht es im Wesentlichen darum Bewegungsrätsel zu lösen, indem man sich dreht und wendet. Und egal, wie wir es drehen und wenden, jetzt folgt unser Review zu “EQI” für die Nintendo Switch.

EQI

Die Produktbeschreibung des Herstellers liefert uns einen treffenden ersten Eindruck vom Spiel:

EQI ist ein psychedelisches Arcade-Spiel aus der Ego-Perspektive mit räumlichen Rätseln und Synthwave-Vibes. Du befindest dich in einer digitalen Welt, die sich ständig dreht und verändert und deine Sinne, deinen Fokus und deine Reflexe herausfordert. Vereinige dich mit dem großen Mysterium und verliere dich.

Wer jetzt mehr weiß als zuvor, dem möchten wir gratulieren, denn genau so mysteriös wie die Produktbeschreibung, so auch der weitere Verlauf im Spiel. Eine Hintergrundgeschichte gibt es nicht, stattdessen starten wir in eine Art Tutorial, in dem wir die grundlegenden Bewegungsmuster kennenlernen. Während wir mit dem rechten Stick unsere Umgebung betrachten können, bewegen wir uns mit dem linken Stick. Über die Trigger-Tasten können wir uns auf die jeweilige Seite drehen, über die B-Taste erhalten wir einen zusätzlichen Schub und das Drücken des linken Joysticks lässt uns sprinten. Während sich das noch recht einfach beschreiben lässt, wird es in den einzelnen Levels dann sehr schnell sehr kreativ, denn wir finden uns in einer Welt aus Wänden und Gefahren wieder und steuern stets auf ein grünes Energiefeld zu, welches uns zum nächsten Level bringt.

Das klingt alles so unfassbar einfach, aber tatsächlich ist es das nicht, denn man muss schon etwas Geschicklichkeit am Controller mitbringen, um sich im Raum jeweils an der richtigen Stelle und zur richtigen Zeit zu bewegen. Das Ganze erinnert uns beim Spielen ein wenig an den altbekannten Zauberwürfel, nur eben nicht in Form einer Außenperspektive, sondern eher aus einer visionären digitalen Innenansicht heraus mit einem Hauch von “Tron” . Das ist nicht uninteressant, dürfte allerdings in erster Linie Hardcore-Fans dieses Genres und Spielprinzips ansprechen, denn selbst für geübte Spieler sind die 20 Stages, die es zu meistern gilt kein Pappenstiel.

Technisch betrachtet ist die Steuerung gelungen und insbesondere der Soundtrack zum Spiel verdient eine besondere Würdigung. Denn die Synth-Sounds bilden einen interessanten Klangteppich zum Geschehen auf dem Screen und können auch die Grundidee einer “digitalen und mysteriösen Welt” gekonnt einfangen. Weniger überzeugen konnte uns die Optik, die schlichtweg sehr reduziert ist. Weder im Bereich der Farbgebung, noch bei den Animationen oder auch bei der Kamerakontrolle könnten wir dem Spiel Bestnoten geben und auch hier wird deutlich, dass sich das Spiel auch deswegen sehr gezielt an eine Klientel richtet, die im Kern die Rätsel lieben wird – und auf die Optik nicht allzu großen Wert legt.

Fazit

"EQI" wird seine Fans finden, aber vermutlich nur bei denjenigen unter euch, die sich in erster Linie Geschicklichkeits- und Knobelspielen zuwenden und dabei ein bis zwei Augen zudrücken können, wenn es um die Optik geht. Highlight des Spiels ist in unseren Augen der Soundtrack, der das Spielgeschehen optimal einfängt.
Grafik
36%
Sound
84%
Gameplay
51%
Steuerung
62%

Gesamtwertung

58%

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