Review: Empire of Ember

440 0 9 5. Mai 2021
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Das Spiel “Empire of Ember” vereint eine ganze Reihe Genres auf sich. Es gibt eine Kampf-Komponente aus der Ego-Perspektive, es gibt Elemente, die eher an eine Aufbausimulation erinnern und selbst rundenspielbasierte Facetten kann das Spiel für sich in Anspruch nehmen. Das klingt nach einem Hit, aber auf Steam hat das Spiel zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur 46 Rezensionen erhalten und diese kommen zu einem ausgeglichenen Gesamturteil – also in etwa genau so viele positive, wie auch negative Stimmen. Was ist da los?

Empire of Ember

Du bist kein Lehrling mehr, denn nach der Ermordung deines Zaubermeisters hast du den Posten quasi geerbt und bist nun in der Position ein ein magisches Königreich zu beherrschen. Du merkst schon: “Empire of Ember” entführt uns in die Welt der Fantasy und die ersten Spielminuten wie auch den überwiegenden Teil des Spiels verbringen wir zunächst in der Ich-Perspektive. Die Storyline von Patrick Kevin Day, dem ehemaligen Hauptautor von Telltale Games, wollen wir an dieser Stelle zunächst überspringen, denn schnell wird klar, dass dein Kingdom in Gefahr ist und verteidigt werden will. So lernen wir wie man auch in unserem Lets Play sehen kann zunächst mit unseren Waffen umzugehen und die Gegner das Fürchten zu lehren. Im weiteren Spielverlauf werden wir das auch noch auf die Spitze treiben, denn das Spiel bietet Gefechte mit bis zu hundert Einheiten aus der Ego-Perspektive und du natürlich mittendrin.

Da die Stadt in Trümmern liegt, kommt hier nun auch die Aufbausimulation ins Spiel, denn mit unserer Erfahrung und dem nötigen Kleingeld bauen wir unsere Stadt wieder neu auf. Dabei haben wir die Möglichkeit allerlei unterschiedliche Gebäude zu platzieren und unser Imperium nach und nach wieder zu errichten. Erfahrung wiederum sammeln wir auf unserer Reise durch das Königreich, bei der wir natürlich auch immer wieder auf kleinere Missionen treffen, die meistens in einen Kampf münden. Zunächst besiegen wir die Gegner natürlich allein, reisen zurück ins Hauptquartier, bilden neue Mitstreiter aus, erweitern unsere Stadt, gehen wieder auf Reisen, kämpfen nun mit unseren Begleitern gegen größere Gegnerscharen und so weiter…

Das liest sich alles recht interessant, aber das Spielprinzip kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Spiel – welches sich noch im Early Access befindet – noch jede Menge Feinschliff benötigt. Oder um es deutlicher zu formulieren: Wir verzichten an dieser Stelle auf eine Bewertung, da sich das Spiel noch im Early Access befindet, aber hätten wir eine Bewertung vergeben, sie wäre vernichtend ausgefallen. Warum?

Zum einen müssen wir ein paar Worte über die Optik verlieren, denn grafisch kann das Spiel nicht überzeugen. Und zwar in keinem der genannten Spielmodi. Alles wirkt ziemlich altbacken, einfach nicht State-of-the-art. Sowohl die Animationen, wie auch die Szenerie, selbst die Menüs wirken veraltet. Auch die Spielmechanik als solche ist recht langatmig, womit wir auch schnell zum wohl größten Haken des Spiels kommen: Die Ladezeiten. Wie kann es sein, dass ein Spiel mit dieser Optik, derartig lange Ladezeiten mit sich bringt? Man kann es auch in unserem Livestream sehen, der die Ladezeiten natürlich ungeschnitten und in Echtzeit zeigt. Am Ende des Streams mussten wir abbrechen. Du ahnst es schon: Weil die Ladezeiten unerträglich wurden. Und bevor der Reflex beim Leser einsetzt: Es ist genau die Maschine, mit der wir auch alle anderen Lets Plays machen, darunter auch “Subnautica: Below Zero”, “Assetto Corsa Competizione” und viele andere Games, deren Optik eine andere ist.

Fazit

"Empire of Ember" befindet sich noch im Early Access. Und offen gesagt rettet genau dieser Umstand das Spiel auch vor einer Bewertung in Zahlen. Sorry, aber das hat uns nicht überzeugt.


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