Review: Crash Bandicoot 4: It’s About Time (Switch)

524 0 3 26. April 2021
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Mit “Crash Bandicoot 4: It’s About Time” schafft es der wohl sympathischte Beuteldachs der Videospielgeschichte nun auch auf die Nintendo Switch und fackelt auch hier ein Jump & Run-Feuerwerk ab, wie er es auch zuvor auf den PlayStation 4 und PlayStation 5, Xbox One und Xbox Series X/S und auf dem PC abgeliefert hat. Entwickler Toys For Bob und Publisher Activision haben sich mit der Fortsetzung Zeit gelassen. 23 Jahre nach dem letzten Teil “Crash Bandicoot 3: Warped” geht der Kampf zwischen Beuteldachs und verrücktem Wissenschaftler in die nächste Runde. Insofern macht der Titel gleich doppelt Sinn, denn die Subline “It’s About Time” spielt nicht nur auf das Raum-Zeit-Gefüge an, das im Game eine große Rolle spielt, sondern lässt sich auch als Hinweis darauf verstehen, dass es endlich geklappt hat mit einem neuen Teil (“It’s About Time”, sinngemäß: “Es wurde auch Zeit (dass es klappt)”)…

Crash Bandicoot 4: It’s About Time

Klingt verrückt? Ist es auch.
Die Geschichte von lässt sich schnell umreißen: Nach ihrer Niederlage gegen Crash im Vorgänger “Crash Bandicoot 3: Warped” versucht Uka Uka, sich und die Doktoren Neo Cortex und Nefarious Tropy aus ihrem Gefängnis in der Vergangenheit zu befreien. Sein letzter Versuch reißt ein Loch in das Gefüge von Raum und Zeit, Cortex und N. Tropy nutzen die Gunst der Stunde, müssen aber den völlig erschöpften Uka Uka zurücklassen. Dass nun das Duo Infernale die Raumzeit beherrschen, können wir natürlich nicht zulassen und so schlüpfen wir in die Haut von Crash und werden dies zu verhindern versuchen. Klingt verrückt? Ist es auch und soviel sei verraten: Die Story ist eher Beiwerk, viel wichtiger und im Mittelpunkt stehend ist die Jump & Run-Action, der wir uns nun zuwenden wollen.

Sagenhafter Ideenreichtum
Uns erwarten etwa zehn bis zwölf Stunden Spielzeit in einer Spielewelt gespickt mit Details und jeder Menge Action. Mal steuert man die Action in der Verfolgerperspektive, dann wiederum auch mal ganz klassich in der Seitenansicht. Der Ideenreichtum der einzelnen Levels und Abschnitte ist dabei wahrlich sagenhaft. Mal müssen wir tödlichen Flammenwerfern ausweichen, rollenden Felsblöcken, Stromschlägen und vielem mehr. An Gefahren mangelt es in jedem Falle nicht, glücklicherweise auf eine Reihe von besonderen Fähigkeiten zurückgreifen, beispielsweise stehen uns situativ Rotationssprünge oder beispielsweise auch eine Verlangsamung der Zeit zur Verfügung, was bei besonders kniffligen Passagen auch dringend nötig ist.

Soundtrack der Extraklasse
Der Schwierigkeitsgrad ist durchaus nicht ganz ohne, allerdings werden zumindest geübte Jump-and-Run-Experten schneller in das Fell des Hauptdarstellers hineinwachsen und auch ungeübte Spieler bekommen mit der Zeit den Dreh raus. Die überaus gelungene Steuerung ist dabei ein Segen, denn mit ihr lässt sich unser Held punktgenau dahin steuern, wo man ihn tatsächlich sehen möchte. Das späte Sequel macht auch optisch einiges her – wie erwähnt insbesondere im Bereich des Leveldesigns, samt aller Animation, Zwischensequenzen und nicht zuletzt auch im Bereich der Menüführung.

Soviel Zeit muss sein: Die Grafik setzt dabei allerdings auch keine neuen Maßstäbe im Genre – das muss man ebenso festhalten, wie auch die Tatsache, dass die Ladezeiten zwischen den Levels nun nicht gerade “blitzschnell” sind. Dafür gibt es für die Lauschlappen wiederum einen Soundtrack der Extraklasse und Soundeffekte, die nahe am Optimum sind.

Fazit

"Crash Bandicoot 4: It's About Time" ist ein unterhaltsamer Jump-and-Run-Spaß, der sich durch liebevolle Leveldesigns und eine gelungene technische Umsetzung vom Rest des Feldes abzusetzen vermag.
Grafik
84%
Sound
93%
Gameplay
84%
Steuerung
88%

Gesamtwertung

87%

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