Review: Colonials Programme

73 0 4 5. Februar 2021
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Was wäre das Universum ohne uns Gamer als Kolonisten? Wir haben der Menschheit schon in “Surviving Mars” einen Riesendienst erwiesen oder beispielsweise auch in “Aven Colony” neue Lebensräume für junge Familien erschlossen. Und auch in “Colonials Programme”, welches nun neu auf Steam erschienen ist, steht wieder die Kolonisierung fremder Welt auf der interstellaren Todo-List. Wieso das Spiel aber nun rein gar nichts mit den anderen genannten Games zu tun hat und was das für unser Review bedeutet, könnt ihr hier nachlesen…

Colonials Programme

Was so einfach klingt, gestaltet sich schnell als echte Herausforderung.
In der Strategie-Aufbausimulation “Colonials Programme” spielst du als Roboter den Verwalter eines Kolonisierungsprogramms. Es wird dabei deine Aufgabe sein, Ressourcen abzubauen, Strom, Wasser und Nahrung zu produzieren, um das Landen von neuen Kolonisten vorzubereiten. Was so einfach klingt, gestaltet sich schnell als echte Herausforderung: “Colonials Programme” spielt sich nicht wie ein Casual Game für Zwischendurch, sondern eher wie ein interstellares Schachspiel, bei dem man zu richtigen Zeit die richtigen Spielzüge erledigen muss. Anderenfalls heißt es: Game Over.

Das Tutorial zu Beginn des Spiels hilft auf jeden Fall schon weiter. Hier lernen wir natürlich erstmal die Grundbegriffe des Spiels kennen, beispielsweise was es sich den Power- und Ressource-Grids auf sich hat und wie wir erste Ressourcen abbauen. Während dies in der ersten Mission noch kinderleicht ist, steigt der Kniffelfaktor schon in der zweiten Mission deutlich an. Hier spielt das Spiel gleichzeitig seine größte Stärke und seine größte Schwäche aus: “Colonials Programme” hebt sich durch sein höchst strategisches Gameplay, limitiert auf nur 32 Felder eines Spielfelds deutlich von anderen Spielen dieser Art ab. Allerdings erscheint uns die Lernkurve dann doch etwas zu steil. So geschah es uns beispielsweise, dass wir in der zweiten Mission, trotz Befolgen der Tipps des Tutorials in der richtigen Reihenfolge und gefühlt auch zur richtigen Zeit, die Mission nicht erfolgreich abschließen konnten. Wie man auch in unserem Gameplay-Video zu “Colonials Programme” sehen kann, haben wir es ohne Tutorial und auf eigene Faust am Ende schon geschafft, aber es ist durchaus vorstellbar, dass dies Spieler nerven kann.

Schwierig gestaltet sich der Spieleinstieg auch wegen der fremdartigen Ressourcen, die es abzubauen gilt. Man braucht “Inda”, um die Wartung aufrecht zu erhalten und “Ikat” um Strom zu erzeugen. “Hez” wiederum ist für die Wasserproduktion notwendig. Aus “Tsa” und “Hez” wird wiederum “Lan”, welches man für die Essenherstellung braucht. Alles klar? Es ist echt komisch, denn in anderen Spielen hatte man es ja auch mit fremdartigen Spezies und kaum auszusprechenden Ressourcen zu tun, aber gerade in “Colonials Programme” macht dies den Spieleinstieg einfach schwer – ihr seht schon, es ist ein bisschen knackig am Start. Aber: Wenn man sich da reinfuchst und diesen Einstieg bewältigt, dann entwickelt “Colonials Programme” durchaus seinen Charme.

Wenn man sich da reinfuchst und diesen Einstieg bewältigt, dann entwickelt “Colonials Programme” durchaus seinen Charme.

Technisch gibt es wenig auszusetzen, aber auch nur wenig bahnbrechendes hervorzuheben. Die Grafik ist des Spielfelds ist durchaus gelungen, allerdings wirken speziell die Menüs und das User Interface recht “altbacken” – hier würde ein Facelift sicher einiges bewirken.

Insbesondere auch die Darstellung der Gebäude am unteren Bildschirmrand und der Ressourcen rechts ist innerhalb des Menüs zweigeteilt, so dass man blättern muss. Warum? Es hilft der Übersicht nicht weiter. Auf Animationen jeglicher Art wurde bei der Optik verzichtet – es ist also ein sehr puristisches Spielvergnügen. Die Hintergrundmusik beschränkt sich auf dezent nervende Pianomelodien, die Soundeffekte sind überschaubar. In Sachen Sound hat uns das Spiel offen gesagt am wenigsten überzeugt.

Fazit

Gleich mal vorneweg: "Colonials Programme" ist ein Spiel, welches man Freunden einer guten Schachpartie in der Schwerelosigkeit und Fans von ähnlich gelagerten Spielen bedenkenlos empfehlen kann. Allerdings ist es damit auch kein Spiel für Jedermann, den Anspruch erhebt es allerdings auch nicht. Mit etwas "Feinschliff" im Bereich des Menü-Designs und der einen oder anderen Animation dürfte das Spiel auch optisch besser punkten. Anderenfalls bleibt "Colonials Programme" etwas für Puristen.
Grafik
56%
Sound
41%
Gameplay
76%
Steuerung
71%

Gesamtwertung

64%

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