Review: Castaway Paradise (Switch)

478 0 2 2. Mai 2021
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Ein heftiger Sturm, meterhohe Wellen und ein gekentertes Boot. So beginnt die Story rund um “Castaway Paradise” bei dem es dich auf eine abgelegene Insel verschlägt. Doch keine Bange: Auf der Insel bist du nicht allein, stattdessen wirst du dort direkt von den freundlichen Insulanern in Beschlag genommen. Schließlich hat der Sturm auch auf der Insel seine Spuren hinterlassen und so wird jede helfende Hand dringend gebraucht. Und so kommst du ins Spiel…

Castaway Paradise

Ein Sturm kommt auf...
Ein Sturm kommt auf…
Ein Spiel mit Geschichte…
Die Entwicklungsgeschichte von “Castaway Paradise” ist recht eindrucksvoll und langjährig, denn das Spiel wurde im Jahr 2014 zunächst auf Facebook veröffentlicht und fand dann über Android, iOS und Windows, schließlich auch seinen Weg zu PS4, Xbox One und nun seit 29. April 2021 auch auf Nintendo Switch. Ähnlich wie bei “Animal Crossing” hilft der Spieler in “Castaway Paradise” den animalischen Insel-Bewohnern dabei, die Insel wieder in Schuss zu bringen. Der Sturm hat nämlich nicht nur Unrat an den Strand gespült und ein paar Bäume entwurzelt, sondern auch Gebäude beschädigt und ganze Brücken zerstört. Somit steht speziell zu Beginn nur ein kleiner Teil des Areals zur Verfügung, denn der Zugang zu den anderen Bereichen des Insel-Atolls ist zunächst versperrt.

Brücke kaputt, aber der miesgelaunte Affe hat immerhin einen Auftrag für uns…
Können wir das schaffen! Ja, wir schaffen das!
Aber alles kein Problem! Mit etwas Zeit und Spucke kriegen wir das alles wieder hin. Erster Anlaufpunkt ist die Bürgermeisterin, die uns nicht nur ins Spiel einführt, sondern auch direkt den einen oder anderen Auftrag für uns bereithält. Im Rahmen dessen lernen wir dann auch gleich die anderen Inselbewohner kennen und natürlich dürfen wir uns auch bei diesen neue Aufträge abholen. Die Aufträge sind tatsächlich denkbar einfach: Hole diesen oder jenen Gegenstand bei dieser oder jener Person ab. Pflanze diese oder jene Blume. Repariere dies oder das. So in der Art. Immerhin lernen wir so auch sehr schnell mit unseren Werkzeugen umzugehen und erfahren viel über die grundlegende Spielmechanik und den Charakter des Games.

Es gibt eine Menge zu tun…

Entspannung pur

Es ist mit Sicherheit kein Spiel für Jedermann.
Im Zentrum von “Castaway Paradise” steht nämlich in jedem Falle die Entspannung. Ihr könnt im Spiel nicht umkommen, Gewalt und Brutalität gibt es nicht. Dementsprechend ist “Castaway Paradise” mit Sicherheit ein kindgerechtes Spiel für die ganz Kleinen und ein altersgerechtes Spiel für die ganz besonders Junggebliebenen. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Auch uns hat es schon nach kurzer Zeit gepackt und wir haben auf unserer kleinen Insel Stunde um Stunde verbracht, um Zäune zu reparieren, Gebäude zu renovieren und Gemüse jeglicher Art anzupflanzen. Dass wir dabei allerlei Triple A-Titel zeitgleich links liegen ließen ist durchaus ein Kompliment an “Castaway Paradise”, denn das Spiel versteht es mit seiner einfachen Spielidee und einer gelungenen technischen Umsetzung zu fesseln. Allerdings bleibt auch festzuhalten: Es ist mit Sicherheit kein Spiel für Jedermann.

Auch Angeln will gelernt sein…
Jede Menge Umfang.
Wie dem auch sei: Im weiteren Verlauf des Spiels lernen wir auch die vielfältigen Individualisierungsmöglichkeiten unserer Spielfigur und seiner Behausung kennen, denn für erfüllte Aufträge gibt es natürlich Belohnung in Form von Klamotten, Gegenständen, Erfahrungspunkten und Geld. In unserem Zuhause können wir damit einen Tisch samt Stühlen aufstellen, unser Boden- und Wandfarben erneuern und auch sonst allerlei in die Bude stellen. Viele Objekte können wir auch im Shop kaufen, übrigens nicht nur dekorative Elemente, sondern beispielsweise auch Upgrades für unsere Werkzeuge. Damit geht die Arbeit dann noch schneller von der Hand und bekommen auch mal Power-Ups für unsere Erfahrungspunkte. Mit der Zeit sammeln wir durch Aufträge oder durch den Einkauf im Shop auch Puzzleteile, diese wiederum werden benötigt, um die Inseln miteinander zu verbinden oder neue Areale freizuschalten.

Innenraumaustattung für Fortgeschrittene…
Technisch überzeugend.
Optisch macht “Castaway Paradise” eine gute Figur. Das Spiel ist farbenfroh und gut animiert, insbesondere die Menüführung und die Vielzahl an liebevoll gezeichneten Objekten verdient unsere Anerkennung. Der Soundtrack beschränkt sich leider auf eine einzige Melodie, was wir dem Spiel leider ankreiden müssen. Hier hätte etwas mehr Abwechslung sicher nicht geschadet und wäre vergleichsweise einfach zu realisieren gewesen. Immerhin: Diese eine Melodie hat echten Ohrwurmcharakter und nervt immerhin nicht. Die sonstigen Soundeffekte sind gelungen und passen gut zum Wesen des Spiels. Die Steuerung ist sehr gelungen und intuitiv. Einziger Kritikpunkt: An irgendeiner Stelle hätte man den Zugriff und das Zusammenwirken einzelner Missionen und des Shops aufgreifen sollen.

Fazit

"Castaway Paradise" ist ein gefundenes Fressen für alle, die eine kleine Abwechslung von "Animal Crossing" brauchen, aber in derselben Schiene bleiben möchten. Das Spiel bietet stundenlange Unterhaltung mit einem sehr vereinfachten Spielprinzip und ist dabei im positiven Wortsinn "süchtig machend". Ein kindgerechtes Spiel für die ganz Kleinen und ein altersgerechtes Spiel für die ganz besonders Junggebliebenen.
Grafik
80%
Sound
75%
Gameplay
85%
Steuerung
80%

Gesamtwertung

80%

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