Review: Cartel Tycoon

550 0 2 12. April 2021
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Du wirst sicherlich nicht morgens aufstehen und sagen: “Ich werde Drogenbaron”. Auch erscheint der Bildungsweg bis dahin eher “vage” und bei den Berufsberatungsstellen darf man hier wohl auch nicht auf Unterstützung hoffen. Was für ein Glück, dass wir uns mit dem “Cartel Tycoon” quasi in der Abendschule zu einem waschechten Rauschgifthändler hocharbeiten können. Und zwar mit allem, was dazu gehört, um ein Drogenimperium in Lateinamerika aufzubauen.

Cartel Tycoon

Errichte ein Drogenimperium, das die Welt noch nicht gesehen hat.
Die Wirtschaftssimulation “Cartel Tycoon” von Publisher tinyBuild und Entwickler Moon Moose ist in einem fiktiven Setting der 80er Jahre angesiedelt. Das Ziel des Spiels lässt sich recht schnell zusammenfassen: Errichte ein Drogenimperium, das die Welt noch nicht gesehen hat. Also beginnen wir im Rahmen einer kleinen Hintergrundgeschichte, die sowohl das Tutorial bildet als auch die Handlung des Spiels als Ganzes etwas vorantreibt.

Alles beginnt mit den ersten Opiumfeldern, diese verbinden wir über Feldwege mit einem zu errichtenden Lager und schon geht die Produktion los. Mittels Routen verknüpfen wir unsere kleine Produktion mit dem Flughafen, lernen recht schnell wie man aus schmutzigem Geld saubere Moneten macht und dass sich das Opium unter einer Ladung Gemüse als Tarnung sehr profitabel verkaufen lässt. Das kann man auch in unserem Cartel Tycoon Lets Play sehr schön sehen…

Mix aus Logistik und Strategie.
Ein derart gewinnbringendes Geschäft lockt dann allerdings auch alsbald die ersten “Marktbegleiter” hervor und so müssen wir nicht nur lernen Umsatz zu machen, sondern auch unser Revier zu verteidigen und zu erweitern. Es reicht also nicht nur ein guter Logistiker zu sein, sondern man muss durchaus auch ein gewisses strategisches Geschick bei seinen Entscheidungen beweisen, ansonsten kann es gut sein, dass einem die Gegner schwer zu schaffen machen. Um eure Position zu festigen müsst ihr euch demnach ein paar willige Helfer – sogenannte “Leutnants” – anwerben und bei Laune halten. Denn deren Loyalität hängt zum einen von der Bezahlung ab, zum anderen jedoch wollen diese “Partner in crime” auch von Zeit zu Zeit befördert werden, sonst sind die eingeschnappt. Das kann ganz schön kritisch werden, weswegen man gut daran tut die Loyalität der Gefolgsleute regelmässig im Blick zu behalten.

Drogen sind nicht genug!
Das Strategiespiel befindet sich seit dem 18. März im Early Access auf Steam und punktet mit einem recht unverbrauchten Spielprinzip und Setting. Auch im weiteren Verlauf entwickelt sich das Spiel recht vielfältig, denn neben neuen Transportmöglichkeiten wollen auch neue Pflanzen und neue Geschäftsfelder gefunden werden. So verwundert es nicht, dass wir es mit der Zeit auch mit Killern, Attentaten und Entführungen zu tun bekommen. Einfach alles, was eben so ins (vermutete) Geschäftsfeld eines waschechten Drogenbarons gehört. Was auch dazu gehört ist jedoch die Tatsache, dass die Drogenbehörde auch nicht permanent wegschauen wird. Neben den konkurrierenden Banden müsst ihr also auch den langen Arm des Gesetzes fürchten und so tut man gut daran gelegentlich mal etwas Gras über die Sachen wachsen zu lassen. Das verringert die Aufmerksamkeit der Behörden und zur Not muss man eben den Bürgermeister um einen kostenpflichtigen Gefallen bitten.

Grafik, Steuerung und Sound
Optisch weiß der “Cartel Tycoon” zu gefallen. Die Comicoptik passt sehr gut zum Wesen des Spiels und kann auch dank gelungener Animationen überzeugen. Allein bahnbrechende Zwischensequenzen sollte man nicht erwarten, aber ansonsten macht das Spiel eine gute Figur und schmeichelt den Augen angehender Hobby-Dealer. Auch musikalisch wird für das 80er-Lateinamerika-Lebensgefühl einiges geboten, die gelungenen Soundeffekte bilden hier ebenfalls keine Ausnahme. Die Steuerung ist rundum geglückt und dürfte Fans des Genres nicht vor Herausforderungen stellen. Lobenswert ist in diesem Zusammenhang übrigens auch die Benutzerführung im Tutorial bzw. im Missions-Briefing. Da bleiben keine Fragen offen.

Fazit

Der "Cartel Tycoon" ist für Fans von Wirtschaftssimulationen, die sich vorstellen können auch mal als Drogenbaron tätig zu sein eine klare Kaufempfehlung. Das Spiel kann bereits im Early Access punkten und wird bis zum Release (voraussichtlich) im 3. Quartal 2021 sicherlich noch im Umfang zulegen können. Alles in allem ein gelungener Spaß, den man dementspechend auch nicht zu ernst nehmen darf.
Grafik
83%
Sound
80%
Gameplay
89%
Steuerung
85%

Gesamtwertung

84%

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