Review: Cardaclysm – Shards of the four

597 0 5 11. März 2021
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Das Sammelkartenspiel “Cardaclysm – Shards of the four” ist seit 26. Februar 2021 auf Steam in der finalen Version erhältlich und wendet sich mit seinem Gameplay an abenteuerlustige Gamer, die nielmals “Nein” sagen könnten zu einer digitalen Kartenspiel-Partie im Stile von “Solitairica” oder “Ratropolis“. Das Spiel aus dem Hause Elder Games erhält zum Zeitpunkt dieser Review eine “ausgeglichene”  Gesamtwertung aus über 250 Nutzerrezensionen. Grund genug für uns sich das einmal selbst anzusehen…

Cardaclysm – Shards of the four

Hauptsache alles wieder in Ordnung bringen!
Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle eines dunklen Magiers, dem es offenkundig noch etwas an Übung fehlt. Anders kann man es sich kaum erklären, wie er dir gelang mit einigen magischen Zaubersprüchen den Zorn der vier biblischen apokalyptischen Reiter auf dich zu ziehen. Aber gut, nun da das Unheil schon angerichtet ist, bleibt dir wohl oder übel nichts anderes übrig als dich selbst in die höllische Dimension zu begeben, um alles wieder in Ordnung zu bringen – idealerweise bevor der Rat der Magier Wind von der Sache bekommt…

Das Kampfsystem weiß zu gefallen.
Der Spieleinstieg gestaltet sich dabei sehr einfach: Einmal durch das Portal geschlüpft treffen wir alsbald auf erste Gegner und werden vom Spiel in einem kleinen Tutorial in die Kriegskunst eingeführt. Nach einem rundenbasierten Spielprinzip beschwören wir zunächst auf Basis der Karten, die wir besitzen fantastische Tierwesen wie den “Grimmwolf” oder den “Skorpio”. Die Eigenschaften der Karten sind dabei stets von entscheidender Bedeutung. Während wir als Spieler eine bestimmte Menge an Goldrunen einsetzen können, die im Verlauf des Spiels auch immer weiter anwächst, können wir eben nur diese Menge für Karten im Kampf einsetzen. Jede Karte, also jedes beschworene Wesen oder jeder ausgesprochene Zauber kann einen bestimmten Schaden beim Gegner anrichten. Sinkt die Gesundheit des Gegners auf Null, ist er besiegt. Da die Gegner sich wehren, gilt das Gesagte uneingeschränkt allerdings auch für die eigenen Kreaturen…

Mit der Zeit…

Die Kunst des Hochlevelns.
Mit der Zeit steigert sich genretypisch die Komplexität des Gameplays. So lassen sich Karten “stapeln” und damit neue, noch stärkere Wesen beschwören. Außerdem finden wir im Verlauf des Spiels eine ganze Reihe an Ausrüstungsgegenständen und Power-Ups, die uns stärker machen oder die Gegner schwächen. Nach jedem Kampf wiederum erhalten wir aus einer Schatztruhe neue Items, wie beispielsweise neue Karten oder Runen. Wie in vergleichbaren Spielen auch, kommt es verstärkt darauf an, nicht nur die Karten klug auszuspielen, sondern auch seinen Character geschickt hochzuleveln, um sich den anwachsenden Gegnerscharen zu stellen. Und sollte einen im Verlauf des Spiels dann doch mal der Tod ereilen, ist das nicht für die Ewigkeit – zwar muss man das Level nochmals von vorne beginnen, aber wie heißt es doch so schön: “Nicht zur Strafe, nur zur Übung”.

Die Steuerung mit der Maus gestaltet sich dabei denkbar einfach und gibt keinerlei Anlass zur Kritik. Etwas behäbig erschien uns die Steuerung der Spielfigur mit den Pfeiltasten – da ist die Maus eindeutig die bessere Wahl. Technisch macht das Spiel einen guten Eindruck: Die Animationen des dunklen Zauberers, der zahlreichen Fabelwesen und die Zwischensequenzen können sich sehen lassen. Das wirkt alles sehr schick und schmeichelt auch den Augen verwöhnter Gamer. Die gelungene und atmosphärische Hintergrundmusik samt der passenden Soundeffekte runden diesen guten Gesamteindruck ab.

Was kritisieren die Spieler auf Steam?

Da bleibt nur noch eine Frage offen, was kritisieren eigentlich die Spieler auf Steam, so dass es dort nur zu einer “ausgelichenen” Bewertung auf Steam kommt, also in etwa gleich viele positive und negative Stimmen. Der Spieler “Asmor” moniert beispielsweise, dass man im Verlauf des Spiels “häufig Karten bekommt, die völlig nutzlos sind und nur Platz wegnehmen”, da man die Beute aus den Chests nicht ablehnen kann.

Der User Carnwulf wiederum beschreibt seine Erfahrungen wie folgt:
Die ersten Stunden konnte man die Progression spüren, es war sehr angenehm zu spielen und jetzt, nachdem man den ersten Boss besiegt hat, ist das Spiel im Wesentlichen zum Stillstand gekommen.

Aus den Userrezensionen zeichnet sich ein Bild, welches darauf hindeutet, dass das Balancing im Spiel vermutlich noch nicht am optimalen Punkt angekommen ist. Allerdings darf man dahingehend noch Hoffnung haben, da das Spiel das Early Access-Stadium eben erst am 26. Februar 2021 verlassen hat und die Entwickler dem Spiel sicherlich in den kommenden Wochen noch einiges an Feinschliff verpassen werden. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt, denn das Spiel hat durchaus das Potential etwas Besonderes zu sein – es wäre schade, wenn es sich diesen Ruf verspielt, weil es nicht ganz ausgewogen ist.

Fazit

"Cardaclysm - Shards of the four" ist ein gelungenes Sammelkartenspiel mit einer überzeugenden technischen Umsetzung und einer packenden Atmosphäre. Wir hoffen, dass der Entwickler am Ball bleibt und auch die Wünsche und Kritik der Community ernst nimmt - falls ja, dürfte "Cardaclysm - Shards of the four" etwas Besonderes werden.
Grafik
86%
Sound
85%
Gameplay
80%
Steuerung
81%

Gesamtwertung

82%

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