Review: Aron’s Adventure

437 0 1 9. Juni 2021
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In “Aron’s Adventure” schlüpft der Spieler wenig überraschend in die Haut von “Aron”, einem jungen Abenteurer im Mittelalter, der von seinen Eltern schon von Kindesbeinen an die Künste der Jagd und des Kämpfens erlernt hat. Doch schon bald ist er gezwungen, all diese Kenntnisse und Fähigkeiten im Ernstfall anzuwenden. Denn als ein Meteorit vom Himmel fällt ist dies nicht nur ein Zeichen, sondern bedeutet auch das Erwachen des Bösen. Spätestens als ein Drache über die Fantasy-Welt namens Elor hereinbricht, wird deutlich: Die Lage ist ernst.

Aron’s Adventure

Das Third-Person-Action-Spiel “Aron’s Adventure” feierte am 7. April 2021 seinen Release auf Steam und konnte bis heute rund 100 Spielermeinungen auf der Plattform versammeln, die überwiegend positiv ausgefallen sind. Nach einem Prolog sind wir als Spieler schonmal gut gerüstet, denn hier erlernen wir zunächst alles, was wir grundsätzlich für den weiteren Spielverlauf benötigen. Wir lernen neben den Grundmustern der Bewegung und des Schwertkampfes auch wie man sein Pferd herbeiruft, mit dem sich die Fantasy-Welt von “Elor” natürlich deutlich komfortbaler erleben und erkunden lässt. Die Welt von “Elor” ist dabei in mehrere Bereich unterteilt, die wir im Rahmen verschiedener Quest nach und nach kennenlernen. Das Quest-System selbst ist recht übersichtlich gestaltet und dank eines Journals in dem wir immer wieder Blättern können, verlieren wir auch bei zahlreichen Quests nicht den Überblick.

Natürlich dauert es nicht lange und wir entdecken neben neuen Quests und sammelbaren Objekten auch die ersten Gegner. Diese lassen sich gekonnt mit Nah- und Fernkampfwaffen ausschalten. Mit zunehmender Spieldauer lernen wir auch das Crafting-System kennen und lieben, welches es uns ermöglicht bei jedem Schmied in Dörfern und Städten bessere Ausrüstung herzustellen und auszurüsten. Auch findet man immer wieder mal neue Blaupausen für neue Ausrüstungsgegenstände. Auch existiert eine Zufallskomponente bei der Herstellung von Rüstungen, die zu einer schlechteren oder besseren Leistungsstufe führen kann, was wiederum die Variabilität von Spiel und Equipment unterstreicht.

Im Bereich der Optik haben die beiden niederländischen Independent-Entwickler Tim van Kan und Tom Raudys sich für einen Low Poly-Style entschieden, der dem Spiel einen wirklich interessanten Look verleiht. Dabei sind insbesondere die Landschaften, Tiere und Fabelwesen sehr gut gelungen, allein bei den menschlichen Figuren hat man unseren Geschmack nicht gänzlich getroffen. Dennoch bleibt das Spiel in diesem Bereich sehr detailverliebt und gelungen. Leider haben wir eine ähnliche Detailverliebtheit beispielsweise bei der Menügestaltung und bei den Ladebildschirmen vermisst. Während die Menüs ein bisschen mehr Feinschliff verdient hätten, fehlt uns bei den teilweise auffallend langen Ladesequenzen einfach ein wenig die Abwechslung bzw. die eingeblendeten Bilder und Animationen sind einfach schlecht gewählt. Das ist deswegen so schade, weil das Spiel schon allein im Bereich der Ingame-Grafik deutlich mehr Möglichkeiten gehabt hätte. Vielleicht ist dies aber auch noch eine Sache, die die Entwickler in den kommenden Patches noch nachreichen werden, einfach um ein möglichst rundes Spielerlebnis zu erreichen.

Diese Patches werden allerdings auch nötig sein, denn hier und da offenbart das Spiel noch ein paar Bugs. Mal verbuggt sich ein Gegner im Felsen, mal kommt es zu Clipping-Effekten. Immerhin ist uns im Laufe des Tests kein Crash untergekommen, allerdings bemerkt man hier und da schon noch, dass etwas Feinschliff fehlt. Beispiel? Als Spieler hat man die Möglichkeit sein Pferd zu rufen. Ein tolles Features. Das Pferd spawnt direkt hinter dem Spieler und steht da wie angewurzelt. Nun muss man ein paar Schritte zurückgehen und kann nun nett animiert aufsteigen. Der Ablauf ist dabei immer derselbe. Bemerkenswert für uns: Während das Aufsteigen wirklich nett animiert ist, kommt das Pferd nicht angeritten oder erscheint zumindest in einer Staubwolke, sondern steht einfach da. Das tut dem guten Spielerlebnis keinen Abbruch, aber es sind genau solche Kleinigkeiten, die – in der Summe und über alle Bereiche der Technik hinweg – eine bessere Bewertung verhindern. Aber: Und das möchten wir zum Abschluss auch unbedingt loswerden – das, was hier zwei Indie-Entwickler auf die Beine gestellt haben, verdient unseren ganzen Respekt. Oder wie man auf niederländisch sagt: “Dat is echt een geweldige prestatie.”

Fazit

"Aron's Adventure" hat - noch etwas Feinschliff und Geduld vorausgesetzt - das Zeug zum Überraschungs-Indie-Hit. Wir drücken die Daumen, dass es den beiden Entwicklern gelingt noch an der einen oder anderen Schraube zu drehen.
Grafik
68%
Sound
75%
Gameplay
68%
Steuerung
72%

Gesamtwertung

71%

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