Review: 16-Bit Soccer (PC)

574 0 7 27. Januar 2021
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“FIFA 21” ist dir grafisch zu ansprechend? “Pro Evolution Soccer” kann dich von der Steuerung her nicht überzeugen? Mit einer Träne im Knopfloch erinnerst du dich an Klassiker wie “FIFA International Soccer” oder den “Bundesliga Manager Pro”? Dann haben wir da einen Tipp für dich: “16-Bit Soccer” könnte genau das sein, was du gerade suchst, denn hier wird ein Grundprinzip wieder zu neuem Leben erweckt: “Das Runde muss ins Eckige”. Und “eckig” ist beim “16-Bit Soccer” so einiges, denn hier ist der Titel Programm.

Pixel über Pixel

Der Besondere am “16-Bit Soccer” ist ohne jeden Zweifel seine 16-Bit-Optik, welche man auch in unserem Gameplay-Video zum Spiel bestaunen kann. Da wurde liebevoll ein Pixel an das nächste gereiht und wo immer möglich an Details gespart. Aber nicht falsch verstehen: “16-Bit Soccer” macht seine Sache sehr gut, denn genau dieses Retro-Feeling einzufangen ist eine echte Kunst. Und dies ist sehr ansprechend gelungen, denn das Spiel kann durchaus mit den altehrwürdigen Genrevertretern der 90er mithalten. Und trotz des größtmöglichen Minimalismus, kommt das Spiel dennoch mit einigen liebevollen Details daher, wie beispielsweise die Schatten der Flutlichtmasten auf dem Spielfeld oder der Bandenwerbung für weitere Spiele des Herstellers Sprakelsoft, der sich unter anderem auch für das Puzzlespiel “Jewel Rotation” verantwortlich zeichnet.

Minimalismus ist auch beim Spielprinzip angesagt: Es gibt einen 2-Spieler-Modus, drei Schwierigkeitsgrade in denen man antreten kann und auch drei Spielmodi: Schnelles Spiel, Turnier oder Liga. Neben Spielen zwischen Nationen in Länderspiel-Manier gibt es auch den Liga-Modus, bei dem man sich ein Team aus der Bundesliga, der Serie A (Italien), der Premier League (England), der Ligue 1 (Frankreich) oder der Primera División, der höchsten spanischen Fußballliga aussuchen kann. Über 120 Teams sind auf diese Weise wählbar. Mit den Namensrechten ist das wie immer bei Sport-Versoftungen so eine Sache. Im Falle von “16-Bit Soccer” hatte man wohl keine Chance auf eine Lizenz, dementsprechend sind die Namen von Teams und Spieler leicht entfremdet. Aus dem “FC Bayern” wird schlicht “München”, aus dem “1. FC Union Berlin” wird mal eben “Berlin II”. Auch bei den Spielern ein ähnliches Bild: Ein gewisser “R.Liwenduwsko” spielt natürlich genau so für München wie auch ein “S.Gnebry”, unterstützt von Guritzke und Alebe. Noch Fragen?

Die Steuerung hat uns hier und da ein bischen gefordert. Manchmal wollten die Einwürfe nicht so gelingen, auch die sonstigen Standards machten uns bisweilen mangels geeigneter Anspielstation im Sichtfeld Probleme. Ansonsten jedoch ist die Steuerung recht selbsterklärend und wird erfahrene Zocker nicht vor Herausforderungen stellen. Das Spiel benötigt übrigens auch in der Steam-Variante zwingend einen Controller.

Rein technisch gesehen war’s das, denn von einer großartigen Sounduntermalung können wir nicht sprechen. Ein 16Bit-Soundtrack hätte uns zwar noch ganz gut gefallen, aber das Fehlen von im Zweifel nervtötenden Soundblaster-Melodien kann man verschmerzen. Immerhin gibt es ein paar minimalistische Soundeffekte, angefangen beim Jubel des Publikums, Spielgeräusche rund ums runde Leder und natürlich der Pfiff des Schiedrichters bei Regelverstößen.

Fazit

"16-Bit Soccer" entführt den Spieler nochmals in die Zeiten von "FIFA International Soccer" und "Bundesliga Manager Pro" und kann dabei trotz des Weglassens von komplexen Animationen, einer Hintergrundmusik oder vielschichtiger Spielmodi mit einer ganzen Menge Charme punkten. Das Spiel wird Retro-Fans fast schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu überzeugen wissen. Der "16-Bit Soccer" macht aus dem Runden das Eckige - großartig.

Gesamtwertung

82%

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