Professor Brainmaniac

1337 0 0 1. Oktober 2008
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“Professor Brainmaniac” – Woran denken wir da? Genau! An “Dr. Kawashimas Gehirn Jogging”, dessen Fortsetzung “Dr. Kawashima: Mehr Gehirn-Jogging” und viele ähnliche Titel, die seither auf dem Spielemarkt veröffentlicht wurden. Der Titel ist aber eigentlich etwas irreführend, denn hinter dem “Professor” steckt eigentlich eine Minigame-Sammlung. Zur Sammlung gehören 6 der bekanntesten Logikspiele überhaupt, nämlich: Sudoku, Kakuro, Go, Mahjong, Mind Jam und Switch&Swap (eine “Jewels” Variante). Mal sehen, ob das die grauen Zellen nochmals munter machen kann…

Knobel dir einen!

Kurz nach dem Spielstart empfängt uns der Professor und frägt uns was wir heute spielen wollen. Zur Auswahl stehen im Singleplayermodus die sechs genannten Spiele, die man bereits kennen dürfte, dennoch nochmals in aller Kürze – Worum gehts? Beginnen wir mit “Switch&Swap”, einem “Jewels”-Klon, bei dem man immer drei Spielsteine zusammenführen muss, damit sich die Formation auflöst und ein warmer Punkteregen aufs Spielerkonto fliesst. Gesteuert wird das Spiel, wie auch die anderen Minigames, mit dem Stylus oder wahlweise auch mit dem Steuerkreuz. Die Steuerung ist in diesem Spiel ganz gut gelöst, die Grafik kann da allerdings nicht ganz mithalten. Manche Spielfelder sind recht schlecht zu erkennen und so kann es schnell passieren, dass man mal aus Versehen zwei falsche Steiner verschiebt.

Sudodu, auf Japanisch “die einzelne Ziffer” ist eigentlich ganz schnell erklärt. Auf einem Spielfeld mit 9 x 9 Kästchen, müssen die Reihen so vervollständigt werden, dass in jeder Reihe, jeder Spalte und in jedem der neun Blöcke alle Zahlen von 1 bis 9 genau einmal vorkommen. Demnach darf keine Zahl in einer Reihe oder Spalte zweimal vorkommen und so gibt es nur eine richtige Lösung für das aktuelle Rätsel.

“Kakuro” oder deutsch “Kreuzsumme” kannten wir jetzt auch noch nicht, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch. Es spielt sich ein bisschen wie Sudoku mit dem Unterschied, dass man hier zwar auch nur durch Mathematik zum Erfolg kommt, allerdings errechnet man die Werte hier ein wenig anders. Wie beim Sudoku verfügt das Spiel über eine Texterkennungsfunktion, so daß man nur zu dem gewünschten Feld navigieren muss, um dann mit dem Stylus die Zahl auf den Screen zu pinseln.

Hey ho, lets…

“Go”. Sowohl diesen platten Spruch, wie auch das Spielprinzip ist bestens bekannt. Gespielt wird indem man seine Spielsteine mit dem Touchpen auf den Linienschnittpunkten platziert und damit mittelfristig die gegnerischen Spielsteine umzingelt. Der daraus resultierende Territoriumsgewinn ist auch das Ziel des Spiels, denn der Spieler mit dem größen Territorium gewinnt. “Go” ist auch gleichzeitig unser Tip für den Multiplayermodus, denn das Spiel kann zu zweit durchaus Laune machen.

“Mahjong”: urch das Kombinieren von verschiedenen Symbolen kann man Spielsteine vom Spielfeld nehmen und Ziel des Spiels ist es demnach folgerichtig, möglichst schnell das Brett zu säubern. Dabei darf ein Stein nur dann abgetragen werden, wenn er an zumindest einer Längsseite freiliegt.

“Mind Jam” ist sozusagen die Königsdisziplin von “Professor Brainmaniac” und hat uns wegen der vergleichsweise unbelasteten Spielidee am besten gefallen. Hier geht es darum einen Farbcode zu knacken, indem man Farbkugeln auf einem Spielbrett platziert und nach jedem Durchgang erfährt, wieviele Kugeln die richtige Farbe hatten UND richtig platziert waren.

Grafik und Sound

Technisch kann “Professor Brainmaniac” leider nur bedingt überzeugen. Die optische Präsentation ist noch ganz gelungen oder zumindest gemessen am Spielprinzip der einzelnen Games “zweckdienlich” ausgefallen. Wenig ablenkende Elemente, kaum Animationen. Der Soundtrack im Spiel ist dafür leider deutlich zu nervig geraten. Für ein Denkspiel einfach zu viel Gedudel mit teilweise unerträglich markanten Stellen. Die Ingame-Soundeffekte sind recht minimalistisch ausgefallen.

Fazit

"Professor Brainmaniac" ist eine Minigame-Sammlung mit recht antiquierten Spielen und kann diesen Klassikern leider auch kaum neues Leben einhauchen. Das beste Spiel der Sammlung ist sicher "Mind Jam", schon allein deshalb weil es nicht ganz so abgenudelt ist, wie manch anderes. Unterm Strich eine solide Leistung, allerdings ohne echte Glanzlichter.
Grafik
60%
Sound
35%
Steuerung
75%

Gesamtwertung

58%

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