Prison Break: The Conspiracy (Xbox 360)

3176 0 4 21. März 2010
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Titel:Prison Break: The Conspiracy
EAN:4020628087081
System:Xbox 360
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Koch Media GmbH
Release:2010-03-19

In Prison Break: The Conspiracy erlebt ihr die Geschichte der erfolgreichen ersten Staffel aus einer vollkommen anderen Perspektive. Ihr schlüpft in die Rolle von Company-Agent Tom Paxton, der undercover in Fox River ermittelt. Er wurde als vermeintlicher Mörder eingeschleust und soll nun herausfinden, was Scofield und sein Bruder im Schilde führen. Um sein Vorankommen zu dokumentieren, ist es Paxton gelungen, ein kleines Aufnahmegerät mit in den Knast zu nehmen. Aufgrund der zu hörenden Monologe erfährt man auch, warum man gerade jetzt etwas tun soll, bzw tun muss. Denn das Spiel ist sehr linear aufgebaut, seien es nun die Missionen oder die Zeit zwischen den Missionen. Die meisten Missionen, die sie bewältigen sollen, bestehen meistens daraus, an einen speziellen Ort zu gehen und jemanden zu belauschen oder irgendetwas zu besorgen. Sei es ein Messer, um dieses gegen einen Dietrich zu tauschen oder Medikamente. In den Missionen selber bewegt man sich zum Großteil schleichend und im Dunkeln voran.

Prison Break: The Conspiracy

In der ersten Mission sollt ihr zum Beispiel eine Medikamentenlieferung aus dem Heizungskeller holen. Gesagt, getan! Ihr marschiert also schnurstracks in den Keller und nun fängt das Schleichen an. Diese Mission dient euch als Tutorial, in dem ihr alles wissenswerte über die Steuerung lernt. So ist es möglich, von einer Deckung zur nächsten zu springen, ohne dass euch einer der Wärter sieht. Das klappt auch wunderbar, nur leider werden einige Passagen dadurch zu einfach. Auch die Tatsache, dass ihr in den Schleichpassagen keine Gegner angreifen oder ausschalten könnt, macht das Spielprinzip auf Dauer langweilig. Spannung kommt dabei leider nicht auf. Zwischen den Schleicheinlagen gibt es kleinere Minispiele, die aber auch nicht das Gelbe vom Ei sind. So müsst ihr beispielsweise eine Tür mit einem Dietrich öffnen oder auch Schrauben herausdrehen, um in einen Lüftungsschacht zu klettern. Die Minispiele steuert ihr dabei meistens mit dem rechten Analogstick. Entweder müsst ihr diesen im Kreis bewegen um eine Schraube zu drehen oder ihr müsst die Stifte im Schloss damit in eine spezielle Stellung bringen, um sie dann mit einem Knopfdruck zu fixieren.

Der actionreichere Teil von Prison Break beschäftigt sich mit einer Vielzahl von Faustkämpfen. Dabei beschränkt sich das Moveset aber nur auf zwei Arten von Schlägen: Schnelle und damit schwächere und langsame, aber kräftigere Schläge. Neben den Schlägen kann man auch die Schläge des Gegeners blocken. Aufgrund dieser Einschränkung laufen die Kämpfe eigentlich immer gleich ab. Selbst wenn man mehreren Gegnern gegenübersteht, halten sich die anderen zurück, bis man den ersten Gegner auf die Bretter geschickt hat. Neben den Kämpfen, die man schon als Button-Smashin ansehen kann, gibt es noch die weitenteils verhassten Quicktime-Events. Diese setzen an diversen Stellen ein und sind meistens nur dann machbar, wenn man sich die Reihenfolge der Knöpfe gut einprägt. Denn schnell passiert es, dass man noch wild auf einem Button rumdrückt und plötzlich einen ganz anderen drücken soll. Einmal falsch gedrückt, ist das Event auch schon gescheitert. Aber man braucht sich keine Gedanken darüber machen, dass man allzuviel wiederholen muss, wenn man man von einem Wärter entdeckt wird oder ein Event nicht schafft. Die Checkpoints sind sehr großzügig angelegt worden, so dass man meistens nur die letzten paar Spielzüge wiederholen muss.

Von der technischen Seite ist Prison Break: The Conspiracy auch nicht mehr wirklich auf dem aktuellsten Stand. Die Umgebung ist recht detailarm und auch die übrigen Gefängnisinsassen sind nicht wirklich detailreich gearbeitet. Nur die Hauptcharaktere wie Paxton, Scofield oder Burrows sind zumindestens im Gesicht sehr detailreich gestaltet. So erkennt man auf den ersten Blick die Originalcharaktere aus der Serie. Die meisten der Originalcharakter sind auch durch die Synchronsprecher aus der Serie vertont worden, was dem Spiel die gewisse Authentizität gibt. Auch die Soundkulisse aus der Serie bringt dann doch noch etwas Atmosphäre rüber.

Fazit

Mit einer mittelmäßigen Grafik und dem eintönigen Spielprinzip sollten auch Fans der Serie zwei- oder dreimal überlegen, ob sie sich dieses Spiel wirklich kaufen müssen oder ob man es sich lieber in der Videothek ausleiht. Auch die Spielzeit von knapp 7-8h ist mit Sicherheit kein Kaufargument.
Grafik
64%
Sound
67%
Gameplay
63%

Gesamtwertung

65%

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