Spieletest: Pokemon Omega Rubin & Alpha Saphir (3DS)

3069 0 0 1. Januar 2015
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Titel:Pokemon Omega Rubin
EAN:0045496526351
System:Nintendo 3DS
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:Nintendo
Release:2014-11-28

Seit 1999 ziehen die mehr oder minder kleinen Taschenmonster hunderttausende von Fans in ihren Bann, ob Jung oder Alt. Was damals noch auf dem Gameboy mit der roten, blauen und gelben Edition begann ist nach einer Reise durch sämtliche Farbenspektren mittlerweile ein Markenzeichen von Nintendo. Der neuste Zuwachs der Serie ist eine Neuauflage des GB Advance-Ablegers Pokemon Rubin und Saphir.
Wir haben für euch getestet, was die erneute Reise durch die Hoenn-Region für euch bereit hält. Was ist neu, was ist geblieben?
Ist der neue Teil ein Fortschritt oder doch nur ein Grafikupdate?

Was lange währt…

Eines vorab: Faul waren die kreativen Köpfe hinter diesem Titel sicher nicht. Hoenn ist so lebendig wie nie zuvor- aus mehreren Gründen. Von der schlichten 2D-Grafik des Originals hat man sich in den Jahren weit entfernt. Den gewagten Sprung in die dreidimensionale Darstellung hat die Serie überstanden, ohne an Flair zu verlieren.
Doch auch vertraute Elemente hat man nicht vernachlässigt. Denn zu Beginn eurer Reise zieht ihr mal wieder mit einem von drei Startpokemon in die bunte Welt, um euch auf eine nur allzugut bekannte Mission zu begeben: Der beste Pokemonmeister zu werden. Heißt: Ihr dürft wieder kräftig Orden sammeln, euch schritteweise durch hohes Gras kämpfen und schließlich gegen die gefürchteten Top Vier antreten, um schließlich als Champ an der Spitze der Nahrungskette zu stehen. Auf dem Weg dorthin werdet ihr versuchen, möglichst starke Pokemon zu fangen, um diese dann stets zu neuer Größe und Entwicklungsstufen zu trainieren. Auch die Kämpfe an sich sind durch die 3D-Darstellung und wilde Pokemongruppen ein krasser Unterschied zum Original.
Natürlich geht es in Pokemon aber nicht nur um die Kämpfe gegen zahllose wilde Gegner oder Trainer. Nach wie vor ist auch das Sammeln ein großer Aspekt der Serie. Und auch hier werdet ihr nicht enttäuscht. Eine riesige Auswahl unterschiedlicher Taschenmonster wartet nur darauf, euren Reihen beizutreten oder in eurer Beutebox zu verstauben. Und selbst für die hartgesottensten Veteranen bringt der neue Teil mit einzigartigen Mega-Entwicklungen frischen Wind ins Spiel.
Im Herzen ist die neue Generation also klassisches Pokemon. Was wurde daher überarbeitet?

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Come fly with me!

Ein völliger Umbruch sind die Neuerungen nicht, aber das wollen und sollen sie auch garnicht sein. Im Gegenteil, es sind die Feinheiten die auffallen.
Zum Beispiel habt ihr euch doch sicher schon immer mal gewünscht, mit eurem Lieblingsflugpokemon durch die eisigen Lüfte der Region zu segeln, nicht wahr?
Das ist jetzt kein Problem mehr, zumindest virtuell. Mit der Fähigkeit „Überflieger“ befreit ihr das Pokemon eurer Wahl aus seinem Ball und schon hebt ihr ab. Und während ihr unter euch auf die kleinen Orte von Hoenn schaut, könnt ihr euren eigenen Flug in Echtzeit steuern. Das sieht nicht nur gut aus, sondern lässt euch umso mehr in die bunte Welt versinken und macht riesig Spaß.
Oder habt ihr euch grade einen Vorrat an Pokebällen zugelegt und versucht, fleißig zu sammeln? Hier hat euer Pokedex ein paar Tricks in petto: Jetzt könnt ihr über eine Art Radar Pokemon, die in eurem Pokedex verzeichnet sind, gezielt suchen und fangen. Besonders praktisch wird das nach den Top Vier, wodurch euer gesamter Pokedex freigeschaltet und somit der Startschuss zur fröhlichen Jagd gegeben wird.
Natürlich darf auch das Training eurer Champs nicht zu kurz kommen. Neben den Kämpfen habt ihr die Möglichkeit, durch Items die einzelnen Eigenschaften eurer Kämpfer gezielt zu trainieren. Kämpfe können dadurch viel komplexer geführt werden und bieten tausende neuer Möglichkeiten.

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Deep Impact

Doch auch storytechnisch hat das Spiel ein paar Überraschungen im Gepäck. Ohne viel verraten zu wollen, erwartet euch nach dem Sieg über die Top Vier ein völlig neues Kapitel der Geschichte, das zum Entdecken einlädt. Dabei geht es um nicht weniger als die Zerstörung der Welt durch einen riesigen Meteor. Ganz schön ernst für ein Pokemonspiel, hm?

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Der Pokesim 2014

Während all diese Neuerungen mehr oder weniger praktisch sind, wird auch das Erlebnis der Pokemonwelt an sich vergrößert… ob es nun Sinn macht oder nicht.
Fans der knuffigen Tierchen können nun zum Beispiel ein wenig Zeit mit ihrem geliebten Pikachu verbringen. Über den Touchscreen könnt ihr eure Monster jetzt ganz nah erleben. Ihr dürft sie sogar streicheln, wie süß!
Durch das Kuscheln mit euren Pokefreunden steigt das Vertrauen der Tierchen zum Trainer, so dass es bei einer besonders guten Bindung riesige Motivation im Kampf zeigen kann. Es kann sich sogar weigern, kampfunfähig zu werden. Das nenne ich Treue! Darüber hinaus werden euch direkt lustige Minispiele mitgeliefert, die ihr mit eurem Pokemon spielen könnt.
Das macht auf dem Papier sicher durchaus Sinn und wer wollte nicht einmal etwas Zeit mit seinem geliebten Vulpix verbringen?
In der Praxis rubbelt ihr minutenlang wild auf einem 10-Meter Stahlos herum, damit euch das Vieh beim nächsten Kampf möglichst nicht sofort verreckt.

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Mittlerweile scheint den Entwicklern aufgefallen zu sein, dass die quietschbunten Tiere und ihr Universum besonders in der Cosplayszene Anklang finden. Das wollen die Entwickler gerne würdigen und treuen Fans eine Freude machen. Ausgelassen wird das an dem einzigen Pokemon, das eure Eltern kennen: Pikachu.
Nach eurer ersten Teilnahme an einem Pokemonwettbewerb bekommt ihr eine ganz besondere Version der kleinen Elektromaus zugesteckt: Das Cosplaypikachu! Dieses zeichnet sich durch ein braunes Herzchen am Ende des Schweifes aus, das dem armen Tier wohl die unendliche Geduld verleiht, sich in fragwürdige Kostüme werfen zu lassen. Es scheint, als haben Hundeperücken und Pullis für Chihuahuas endlich ihren Platz in der Spielewelt gefunden.
Viele freuen sich sicher über die Möglichkeit, ihr eigenes Pokemon anzukleiden.
Als ich jedenfalls meinen treuen Kumpel aus der gelben Edition als mexikanischen Wrestler sehen musste, ist innerlich etwas gestorben.

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Grafik

Kurz und knapp: Pokemon sieht so gut aus wie noch nie auf einem Handheld. Die bunten Farben und besonders die vollständig modellierte Region sind wunderbar und lebendig in Szene gesetzt. Das Spielgefühl selbst wird stark erweitert und lädt zum Eintauchen ein.

Pro

  • Hoenn ist so lebendig wie nie
  • Kampf- und Sammelmöglichkeiten wurden erweitert
  • Die Höhenflüge sind ein optisches Highlight!

Contra

Ihr habt im Artikel keine großen Gegenargumente gefunden? Hier findet ihr auch keine.

Fazit

Anklage: Kaufempfehlung; Urteil: In allen Punkten schuldig.
Grafik
94%
Sound
90%
Gameplay
98%
Steuerung
95%

Gesamtwertung

95%

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