Spieletest: Oben (PS3)

4500 0 1 7. März 2010
Gefällt mir!

Der Himmel ist die Grenze? Nicht für den pensionierten Ballonverkäufer Carl Fredricksen, der sich im Alter von 78 Jahren seinen Lebenstraum erfüllen möchte: Eine Reise in das Amazonas-Gebiet.Im Nu befestigt der rüstige Rentner Tausende von Luftballons an seinem Häuschen und entschwebt in den Himmel. Zu spät bemerkt Carl, dass er den achtjährigen Pfadfinderjungen Russell mit an Board hat. Dem kauzigen Rentner bleibt keine andere Wahl, als die Quasselstrippe mit auf die große Reise zu nehmen, die aus dem alten Mann und dem aufgeweckten Jungen ein eingeschworenes Team macht. Nun bringt THQ die Action von der Leinwand auf die PS3 – und wieder geht die Angst vor einer missratenen Umsetzung um. Wie oft haben Spiele zu einem Film schon enttäuscht? Die Liste dieser Games wäre wohl mehrere Seiten lang. Wird “Oben” sich in diese einreihen – oder ist THQ eine gelungene Umsetzung für die Zockergemeinde gelungen?

Oben

Passend zum Film spielt man die beiden so verschiedenen Protagonisten Russel, der kleine Pfadfinder, und den Opa Carl, der den Traum seiner verstorbenen Frau, ihr aus an den Paradise Falls zubauen, verwirklichen will.

Man kann den Weg durch das Unterholz des Dschungels alleine oder mit einem Freund bewältigen. Wenn man alleine spielt muss man immer zwischen beiden wechseln, um über einen Abgrund zu gelangen oder um sich beispielsweise angriffslustige Fledermäuse oder Wespen vom Leib zu halten. Im Laufe des Spiels erhält man noch Hilfe von dem Vogel Kevin und dem sprechenden Hund Dug. Kevin zum Beispiel hilft immer, wenn es darum geht, große Schluchten zu überwinden. Für Abwechslung sorgen während des Spiels Rutschpartien durch herabstürzende Flüsse, waghalsige Flugmanöver oder die teilweise etwas kniffligen Endgegner.

Die Steuerung und der Multiplayer

Die Steuerung ist teilweise etwas knifflig. So kann es passieren, dass einer der Beiden ohne dass man ihn spielt sich einen Abgrund herunterstürzt oder sich blindlinks in einen Gegner wirft. Auch bringt das Flüsserutschen ein paar Probleme mit sich, da man beispielsweise nur wenige der Goldmünzen einsammeln kann, da man einfach zu schnell durchs Wasser schießt. Alles in allem scheint die Steuerung etwas schlecht ausbalanciert.

Es gibt drei unterschiedliche  Mehrspieler Modi. Zum Beispiel kann man sich gegenseitig in Flugzeugen bekämpfen, Luftballons zerplatzen lassen oder eben kooperativ durch die Levels kämpfen. Der Mehrspieler Modus kann durchaus überzeugen. Am besten daran ist aber der koop Modus.

Frust statt Lust?

Mit einer Gesamtspieldauer von etwa 3 bis 4 Stunden fällt das Spiel doch recht knapp aus. Auch leidet der Langzeitspaß unter den sich immer und immer wiederholenden Aufgaben und Gegner. Dadurch will auch keine wirkliche Spielfreude aufkommen. Sehr nervig kann auch der schnelle Gesundheitsverlust sein. Jeder kleine Fehler wird hier postwendend mit großen Gesundheitsverlust oder gar mit dem Tode bestraft.

Es ist nicht alles Gold was glänzt..

Leider ist die Grafikdarstellung  alles in allem etwas schwach auf der Brust. Von verwaschenen Texturen, Clippingfehler, Pixelfehler bis hin zu einem ständigen Flimmern lassen OBEN was das Erscheinungsbild etwas schwach dastehen.

Auch beim Sound zeigt OBEN keine Bestleistung. Einerseits ist es schön, die gleichen Sprecher wie im Originalfilm zu haben. Doch die Kommentare wiederholen sich ständig, was schon nach 30 Minuten als sehr störend empfunden werden kann, und selbst diese scheinen gelangweilt und emotionslos. Auch eine leichte Asynchronität zwischen Kommentaren und Figuren ist dabei zu erkennen.

Fazit

Alles in Allem ist THQ eine der besseren Filmumsetzungen gelungen obwohl es wohl mehr für Kinder geeignet ist. Doch leider kann es sich auf Grund der vielen technischen Schwächen, des lieblosen Level-Designs und der unüberhörbaren Fehler im Sound nicht von dem Rest absetzen.
Grafik
72%
Sound
68%
Gameplay
75%

Gesamtwertung

72%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.