Metal Gear Solid 5 – Ground Zeroes (Xbox 360)

2948 0 0 6. April 2014
Gefällt mir!

Titel:Metal Gear Solid 5 - Ground Zeroes
EAN:4012927038901
System:Xbox 360
Label:KONAMI Digital Entertainment GmbH
Release:2014-03-20

Mittlerweile sechs Jahre ist es nun her, dass der letzte große Metal Gear Solid-Teil auf einer stationären Konsole erschien. Höchste Zeit also für den fünften Teil des Stealth-Epos aus dem Hause Konami, der nun mit Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes eingeleitet wird. Ob der Titel den hohenErwartungen gerecht wird, zeigt der Test.

Ground Zeroes: Prequel zum Sequel

Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes stellt im Grunde nur einen Vorgeschmack auf Phantom Pain dar. Erzählt wird der Prolog, welcher gleichzeitig dazu dient, die neue Engine der Schleich-Serie vorzustellen und Fans einen Einblick in kommende Features und Waffen zu geben.

Auch die Story von Phantom Pain wird mit Ground Zeroes eingeläutet. Sie spielt im Jahr 1975 und knüpft direkt an den PSP-Ableger Peace Walker an. Um alle Zusammenhänge auf Anhieb zu verstehen, sollte man den Titel also vorher gespielt haben. Wer keine PSP sein eigen nennt, kann im Hauptmenü von Ground Zeroes jedoch auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse finden.

Vertraut und doch neu: Das Gameplay von Ground Zeroes

Das Gameplay von Ground Zeroes orientiert sich stark an den erfolgreichen Vorgängern. Schleichen ist noch immer die wichtigste Fortbewegungsart und auch die Interaktionsmöglichkeiten mit den Wachen, die überall auf der Gefängnisinsel nur darauf warten, Alarm zu schlagen, sind bekannt. Ausgeschaltete Gegner können entweder liegen gelassen oder versteckt werden und das Schmeißen von Magazinen sorgt dafür, dass unliebsame Wachen abgelenkt sind und der Weg zum nächsten Checkpoint frei wird. Dennoch bietet Ground Zeroes eine ganz entscheidende Neuerung: Die offene Spielwelt. Die Insel kann nach Lust und Laune erkundet werden. So hat man als Spieler die Wahl, ob man den offiziellen Weg gehen möchte oder ob man im Gestrüpp nach neuen Waffen sucht und neue Pfade erkundet. Zugegeben, das Gebiet ist nicht sonderlich groß und bietet abseits der Lagerstätten auch nicht sonderlich viel Neues, doch alleine die Möglichkeit begeistert und wenn man Entwickler Kojima glauben schenken darf, wird Metal Gear Solid: Phantom Pain 200 Mal so groß sein wie Ground Zeroes. Als Tech-Demo weiß der Titel trotz des geringen Umfangs also zu begeistern und auch grafisch kann sich Ground Zeroes sehen lassen.

Grafik und Sound

Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes hat neben den neuen Gameplay-Features auch grafisch einiges auf dem Kasten. Verantwortlich dafür zeichnet die neue Fox-Engine, welche eigens für den Stealth-Titel entwickelt wurde. Durch sie sehen sowohl die Charaktermodelle als auch die Umgebung täuschend echt und längst nicht mehr so verwaschen wie noch im Vorgänger aus. Dank aufwendiger Motion-Capturing-Aufnahmen sind auch die Animationen von Wachen und anderen Gegner stets flüssig. Daneben können speziell die Lichteffekte überzeugen. Wenn Wachen mit ihren Taschenlampen nach Eindringlingen Ausschau halten oder die Suchscheinwerfer das Gebiet in Licht tauchen, füllt man sich als Spieler mitten im Geschehen. Dennoch sind einige Texturen etwas unscharf und zeigen, dass es sich bei Ground Zeroes lediglich um eine Vorschau handelt.

Der Sound von Ground Zeroes unterstreicht die Schleichatmosphäre durch Regengeräusche, knarzende Funkgeräte und Wachen, die sich Kommandos zuraunen.

Fazit

Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes hält das, was es verspricht. Es gibt einen ersten Einblick in die Features von Phantom Pain und gibt auch storytechnisch einen ersten Ausblick auf den nächsten großen Metal Gear Solid-Teil. Grafik und Sound sorgen für eine dichte Atmosphäre und wirken nur an wenigen Stellen noch ausbaufähig. Lediglich die Spielzeit ist für den Preis etwas kurz geraten, was durch umfangreiche Zusatzmissionen jedoch wieder ausgeglichen wird.

Gesamtwertung

80%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.