Medal of Honor Heroes

1195 0 1 24. September 2008
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Wer gedacht hatte auf den Handhelds wäre keine kriegerische Action möglich, der sieht sich getäuscht, denn mit “Medal of Honor – Heroes” aus dem Hause Electronic Arts versucht der Hersteller die Brücke zu schlagen zwischen den überaus erfolgreichen Vertretern für den PC nun hin zur PSP. Ob es nur eine Kopie der PS2-Vertreter der Serie ist oder ein völlig neuartiger Shooter zeigt unser Test…

Back to the Front

Wir befinden uns in den 40er Jahren, in denen der 2. Weltkrieg ganze Länder und Nationen entflammte und Landstriche verwüstete. Eure Missionen gegen die Nazis führen euch dabei nach Italien, nach Belgien und in die Niederlande. Insgesamt erwarten euch 15 Missionen in unterschiedlichen Rollen, die aber Veteranen der Serie bereits bekannt sein dürften: Sergeant John Baker, Leutnant Jimmy Patterson und Leutnant William Holt tauchen nämlich auch auf den Varianten für PC und PS2 auf und sind daher schon altbekannt.

Die Spieldauer liegt alles in allem bei rund 10 Stunden, abhängig vom Schwierigkeitsgrad und von eventuell vorhandener Erfahrung mit anderen Vertretern der Serie. Das ist einerseits etwas kurz und andererseits fällt der häufige Rollentausch auch negativ auf, weil man eben jedes Mal aus der gewohnten Umgebung herausgerissen wird. Dafür ist die Präsentation der Missionen mit ansehnlichen Zwischensequenzen und Mission-Briefings sehr gut gelungen. Genug der Vorbereitung, auf in den Kampf…

Ego-Shooter auf der PSP

Das Thema “Ego-Shooter auf der PSP” ist ja ein ganz besonderes Kapitel, weil dem Edel-Handheld der zweite Analog-Stick fehlt. So bekommt das Thema “Steuerung” eine ganz besondere Brisanz, aber wir können es wohl vorwegnehmen: EA hat es geschafft dem Spiel eine wirklich gelungene Spielführung zu verpassen. Das liegt vor allem daran, dass man als Spieler die Wahl zwischen mehreren Belegungsarten der Controllertasten hat. Am Anfang ist und bleibt die Steuerung zwar gewöhnungsbedüftig, aber spätestens nach einer Stunde hat man den Dreh dann doch raus.

Zum Spielprinzip selbst muss man wohl nicht mehr allzu viel sagen: Bewaffnet mit einer Primär- und einer Sekundärwaffe und flankiert von einem treuen halben Dutzend Kameraden ist es euer Auftrag die braune Invasion zu stoppen. Dabei ist das umfangriche Waffenarsenal, welches von der bewährten Thompson bis zur abgesägten Schrotflinte reicht euer bester Freund. In jeder Mission gibt es Primär- und einige Sekundärziele, wobei letztere für eine erfolgreiche Erfüllung der Mission nicht zwingend zu meistern sind. Die Missionen sind hierbei sehr unterschiedliche gestaltet und beinhalten sowohl Sabotage-Akte wie auch Verteidigung einer Stellung oder Offensiv-Schlachten.

Im Endeffekt geht es aber darum mit heiler Haut aus dem Gefecht zu kommen, was bedeutet dass ihr alles niedermähen solltet, was nicht zu eurem Team gehört. Über WiFi oder Online-Wireless läßt sich das Ganze natürlich auch mit den realen Kumpels aus der Schule oder dem Büro nachstellen. Und zwar mit bis zu 32 (!!!) Mitspielern, was man schon fast als sensationell bezeichnen könnte.

Grafik und Sound

“Medal of Honor – Heroes” glänzt vor allem durch optische Werte. Sowohl die sehr schön animierten Menüs, wie auch die Grafik im Spiel kann überzeugen. Besonders die Umsetzung der Locations Italien, Belgien und die Niederlande kann begeistern und ist mit sehr viel Liebe zum Detail realisiert worden. Die oldaten wirken im Gegensatz dazu nicht ganz so datailiert, machen aber immer noch eine gute Figur. Nur lästiges Kantenflimmern konnte den ansonsten guten Gesamteindruck etwas trüben.

“Man spricht Deutsch” war wohl das Motto der Porduktentwickler bei EA, die an dieser Stelle zum Glück nicht sparen mußten und uns so ein komplett eingedeutschtes Spiel sowohl bei den Menüs wie auch im Spiel selbst präsentieren können. Dies ist genauso ein Pluspunkt, wie die tollen Soundeffekte im Spiel und die atmosphärisch passende hintergrundmusik.

Fazit

"Medal of Honor - Heroes" ist eine wirklich gelungene Realisierung eines Ego-Shooters auf der PSP, was bekanntermaßen nicht so einfach ist. Das Spiel überzeugt durch eine tolle Grafik, eine deutsche Lokalisierung und eine insgesamt gute Soundkulisse. Einzig die mit 10 Stunden zu geringe Spieldauer ist uns ein echter Dorn im Auge gewesen.
Grafik
81%
Sound
91%
Gameplay
79%
Steuerung
82%

Gesamtwertung

83%

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